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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Jetzt ist die Zeit, von der du in zehn Jahren sagen wirst: Das war die gute alte Zeit.
10.01.07 - 20.01.07
Ich freute mich sehr, wieder nach Brisbane zu kommen. Es war ein besonderer Ort für mich, schließlich hatte ich hier am 9.11 zum ersten Mal Australien betreten. Nun würde ich endlich die Stadt in Ruhe anschauen können!
Brisbane ist die drittgrößte Stadt Australiens. Sie ist auf 37 Hügeln erbaut worden und wurde nach dem Gouverneur Thomas Brisbane benannt. 1824 wurde die erste Siedlung am Brisbane River gegründet, für jene Strafgefangenen, mit denen man in Sydney nicht mehr zurecht kam, also "besonders harte" Fälle. 1842 wurde die Siedlung an freie Einwanderer übergeben.
Bis vor dreißig Jahren wurde Brisbane scherzhaft "Bush Capital" genannt. Doch seitdem hat es sich rasant weiterentwickelt. Dazu hat zum Beispiel die Expo beigetragen, die hier 1988 stattfand.
Als erstes machte ich mich daran, den im Lonely Planet vorgeschlagenen Stadtspaziergang abzuwandern. So konnte ich mir einen guten Überblick über die Stadt verschaffen.
Eines der Denkmäler am Shrine Of Remembrance, die an verschiedene Kriege erinnern.
Das Post Office
St. Stephen's Chapel, die älteste Kirche Brisbanes, stammt aus dem Jahr 1850.
Zwei der zahlreichen Hochhäuser...
Queens St. Mall
Die Queens Gardens
Das Old Government House
Unterwegs passierte ich die City Botanic Gardens - wirklich erholsam, wie eine ruhige Oase inmitten der lauten Stadt.
Über die Goodwill Bridge gelangte ich dann in den Südteil der Stadt. Hier besuchte ich gleich das am Flussufer gelegene Maritime Museum. Das Prunkstück des Museums ist ein Kriegsschiff aus dem Zweiten Weltkrieg, die Diamantina, in dem man sich frei bewegen, alles anschauen und herumklettern konnte. Hochinteressant, aber auch ein wenig unheimlich, da ich ganz alleine dort war. Ich fand es bedrückend, immer weiter in den Bauch des Schiffes hinunterzuklettern, die kalte Atmosphäre und all die Maschinen, die Enge... Im Funkraum traf ich einen Mann, der tatsächlich im Krieg zweieinhalb Jahre auf diesem Schiff als Soldat gelebt hatte und nun ehrenamtlich im Museum arbeitete. Fröhlich sprach er von seiner Zeit auf dem Schiff, doch ich hatte nur einen Kloß im Hals bei der Vorstellung, was er erlebt hatte.
Im Maritime Museum gab es außerdem viele Modelle und Fotos von Schiffen und Artefakte von den vielen Wracks, die in den Gewässern Queenslands gesunken waren.
Die Goodwill Bridge
Blick von der Brücke auf die Diamantina
Der Funkraum...
...und ein Teil des Maschinenraums
Am Südufer liegen die Southbank Parklands: Grüne Parks, der Streets Beach und viele Cafés ziehen Einheimische und Touristen gleichermaßen an.
Streets Beach
Zurück in den nördlichen Teil der Stadt geht es über die Victoria Bridge - hier der Blick von der Brücke auf den Brisbane River
Der Riverside Express Way
North Quay
In den nächsten Tagen genoss ich Brisbane. Ich fühlte mich in dieser Stadt einfach wohl und hätte hier ohne weiteres noch länger bleiben können, so sehr gefiel mir die Atmosphäre. Grüne Parks, tolle Museen, gute Geschäfte und angenehmes Wetter - Brisbane hat einiges zu bieten.
Blick von South Bank auf das Nordufer
In der City Hall (Rathaus) ist das Museum of Brisbane untergebracht. Die Ausstellung konzentrierte sich zur Zeit hauptsächlich auf die Miss Australia-Wahlen seit den Fünfziger Jahren, was mich nicht ganz so interessierte. Die Schönheit des Gebäudes machte allerdings einiges wieder wett. Vom Turm hat man außerdem einen recht schönen Ausblick auf die Stadt.
Die City Hall, leider inmitten von Baustellen
Blick vom Turm des Rathauses
Diese Plakate findet man überall in der Stadt: Sie rufen zum Wassersparen auf.
Das kleine Museum im Commissariat Store Building war für mich als Geschichtsfreak genau das Richtige: Hier konnte man viele interessante Fotos, Zeichnungen und Gegenstände besichtigen, die mit den Anfängen der Kolonie zu tun hatten.
Die Art Gallery bot dem Besucher viele verschiedene Stilrichtungen. Am meisten faszinierte mich die lebensgroße Skulptur einer sterbenden Elefantenmutter: Unglaublich, wie ausdrucksstark der Künstler sie gestaltet hatte.
Im Museum of Queensland gab es viele interessante Ausstellungsstücke zu verschiedensten Themen: Geschichte, Tiere, Umweltschutz, Leben in Queensland, Aborigines...
Eine weitere Parkanlage sind die Roma Street Parklands. Hier kann man die Wege entlangschreiten und über immer mehr wunderschöne Pflanzen, Farbenpracht und Vielfalt staunen.
Fortitude Valley ist so etwas wie das alternative Viertel Brisbanes, hier reihen sich Geschäfte, Kunstgallerien und Cafés aneinander.
Gleich daneben befindet sich China Town
Die Old Windmill von 1828 ist das älteste erhaltene Gebäude Brisbanes
Die Story Bridge
Blick von der Story Bridge
In meinem Hostel in Brisbane fühlte ich mich aufgrund der vielen netten Leute, die ich traf, sehr wohl. Vom Dach aus hatte man einen tollen Blick auf die Stadt, besonders nachts. Hier saß man abends zusammen, schaute auf all die Lichter und redete über Gott und die Welt.
Ausblick vom Dach des Hostels
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