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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Reisen ist, in jedem Augenblick geboren werden und sterben. (Victor Hugo)
26.01.07 - 07.02.07
Man kann einfach nicht genug von den Wahrzeichen Sydneys schwärmen... An den ersten drei Tagen meines Aufenthalts hielt sich der Himmel bedeckt und es regnete hin und wieder und schon bei diesem Wetter war der Anblick des Opera Houses und der Harbour Bridge faszinierend. Als dann endlich die Sonne herauskam, war die Szenerie einfach nur noch atemberaubend und unbeschreiblich.
So viele andere Reisende hatte ich von der Schönheit dieses Hafens reden hören, und nun sah ich, dass sie keinesfalls übertrieben hatten...
Läuft man bis ganz in den Norden des Stadtzentrums oder nimmt die Bahn dorthin, so erreicht man Circular Quay, den Verkehrsknotenpunkt der Stadt: Hier starten alle Fähren zu entlegeneren Stadtteilen sowie die Hafenrundfahrten und auch große Ozeandampfer wie die "Sapphire Princess", die gerade mit großem Tamtam anlegte.
Am Circular Quay
Hier befindet sich auch das älteste Haus Sydneys, Cadman's Cottage (1816)
Blick auf Circular Quay von der Harbour Bridge aus
Von Circular Quay aus blickt man dann über den riesigen Naturhafen Sydneys: Port Jackson oder meist Sydney Harbour genannt. Natürlich sieht man hier noch nicht einmal den ganzen Hafen, schließlich ist er 20 km lang.
Rechts von Circular Quay sieht man nun das Opernhaus und auf der linken Seite befindet sich das historische Viertel The Rocks.
The Rocks war zur Zeit der ersten Besiedlung ein belebtes, verruchtes Hafenviertel. Dann verkam es immer mehr und wurde später sogar in Teilen abgerissen, als sich die Beulenpest ausbreitete. In den siebziger Jahren wurde es jedoch sarniert und glänzt heute als historisches Altstadtviertel von Sydney.
The Rocks
Am Wochenende finden hier beliebte Märkte statt
Von The Rocks aus spannt sich die Harbour Bridge zum Nordufer des Hafens. Diese Brücke ist 1149 m lang, die freie Spannweite über das Wasser beträgt 503 m. Der Bogen ist 134 m hoch und die Fahrbahn liegt 59 über dem Wasser. Die Brücke ist 49 m breit.
Wie ich schon erwähnte, ist der Hafen von Sydney riesig. Daher gab es lange Zeit nur eine einzige Möglichkeit ihn zu überqueren und vom Nord- zum Südufer zu gelangen: Per Schiff. Schon früh hatte man daher die Idee, eine Brücke zu bauen. Nachdem im Jahr 1900 beschlossen wurde, das Vorhaben tatsächlich in die Tat umzusetzen, dauerten die Streitigkeiten um das Projekt so lange, dass erst 1924 endlich mit dem Bau begonnen wurde.
Acht Jahre lang wurde an der Brücke gebaut - und da dies in der Rezessionszeit während der Wirtschaftskrise geschah wurde sie auch zum Symbol für Optimismus und Durchhaltevermögen.
Die Harbour Bridge prägt das Bild des Hafens und der Stadt - doch vollständig wird die Szenerie erst durch das Sydney Opera House. Es ist wohl das bekannteste Gebäude der südlichen Halbkugel. 1959 begannen die Bauarbeiten für das Opernhaus unter dem dänischen Architekten Joern Utzon, der mit seinem kühnen und mutigen Entwurf die Ausschreibung gewonnen hatte. Sieben Jahre später jedoch warf Utzon die Arbeit hin, da die australischen Politiker sich seiner Meinung nach zu sehr eingemischt hatten. Mehrere Jahrzehnte lang mied er die Stadt Sydney. Erst vor kurzer Zeit sah er sein berühmtestes Projekt endlich mit eigenen Augen, da es den Australiern gelang, ihn davon zu überzeugen bei der Renovierung der großen Konzertsäle mitzuwirken.
An meinem dritten Tag in Sydney machte ich mich endlich auf dem Weg zum Opernhaus, um es nah zu sehen und eine Führung mitzumachen.
Die Form des Opernhauses soll an die Segelschiffe der First Fleet erinnern
Die Dächer sind von Tausenden von Kacheln bedeckt. Angeblich wurde der Architekt zu dem Muster von dem Muster eines Bikinis inspiriert.
Die Führung im Opernhaus hatte zwar ihren Preis, lohnte sich aber auf jeden Fall. Es war sehr interessant, das Gebäude von innen zu sehen, durch die verschiedenen Räume zu gehen und ihre Funktionen zu erfahren. Vor allem die beiden Konzertsäle waren beeindruckend und in einem davon durften sogar kurzzeitig Fotos gemacht werden.
Eines der Treppenhäuser im Opera House
Das Dach sieht von unten wie ein Schiffsbauch aus
Einer der beiden großen Säle
Jeden Tag war ich am Circular Quay - sei es, da hier viele Verkehrswege zusammen liefen und ich hier umsteigen musste oder einfach nur, um nochmal schnell einen Blick auf den schönen Hafen zu werfen. Ein Spaziergang auf der Harbour Bridge war natürlich auch ein Muss und mit dem atemberaubenden Blick auf den Hafen ganz klar ein Highlight meiner Reise!
Blick ans Nordufer
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