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Während meiner ersten Australienreise arbeitete ich auf verschiedenen Farmen im Outback von Queensland und reiste an der Ostküste entlang von Cairns nach Sydney.
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Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben (Hermann Hesse)
09.11.06
In der Eingangshalle des Flughafens entdeckte ich bald das Schild mit dem Visit Oz-Logo und meinem Namen. Neben dem Greeter, Steve, einem achtzehnjährigen Australier, wartete Karin aus Schweden auf mich. Sie war ebenfalls gerade angekommen und würde mit mir den Kurs machen.
Wir verließen das Gebäude. Eine angenehme Wärme schlug uns entgegen. In einem Pick Up fuhren wir in die Innenstadt. Durch das Autofenster sog ich die ersten Eindrücke Australiens auf: Kinder in Schuluniformen auf dem Weg zum Unterricht, fremdartige Bäume, viele weiße Häuser und Unmengen an Autos im Linksverkehr.
Steve brachte uns zum Yellow Submarine Hostel. Es war ein kleines, gemütliches Hostel mit einem wunderschönen Garten. Wir bekamen ein Dreierzimmer, denn in der Nacht sollte eine weitere Person aus dem Kurs zu uns stoßen, Sophie aus Frankreich.
Mein erstes Hostel in Australien!
Queen Street Mall - Die Fußgängerzone
Beim Einchecken bekamen wir einen Stadtplan und es wurde uns gesagt, dass wir so schnell wie möglich zum Immigration Office gehen sollte, da dieses bald schlösse.
Also machten wir uns statt eine lang ersehnte und dringend benötigte Dusche zu genießen, in der glühend heißen Sonne auf zum Immigration Office - und natürlich verliefen uns in der riesigen Stadt. So sehr wir unsere Köpfe auch anstrengten - Jetlag und die ungewohnte Hitze machten es einfach unmöglich, den Stadtplan vernünftig zu lesen. Zum Glück trafen wir eine sehr nette alte Dame, die uns den ganzen Weg bis zum Office brachte! Als wir uns bedankten, hörte ich zum ersten Mal den berühmten Satz: "No worries!"
An die Ibisse muss man sich erst etwas gewöhnen...
Der Platz vor dem Old Treasury Building
Im Office mussten wir sehr, sehr lange warten, bis wir dran waren und den Aufkleber des Working Holiday Visum in unsere Reisepässe geklebt bekamen. Nun war es offiziell - wir durften für bis zu zwölf Monate in Australien bleiben!
Karin war zwar nett, aber es wirkte sehr aufgesetzt und ich spürte, dass wir nicht wirklich miteinander zurecht kamen. Vom ersten Moment an waren wir uns unsympatisch gewesen und je weiter der Tag fortschritt, desto mehr machte sich das bemerkbar. So hatte ich mir das nicht vorgestellt - mein erster Tag in Australien und ich fühlte mich unendlich einsam. Nun bekam ich eine richtige Heimwehattacke und hätte heulen können.
Karin und ich trennten uns dann, weil sie zuhause anrufen, ich aber ins Internetcafé gehen wollte.
In der George Street
Als ich alleine war, ging es mir bald besser. Ich schoss ein paar Fotos, genoss das schöne Wetter und setzte mich in schönes Café. Ich konnte es noch gar nicht fassen: Ich war wirklich in Australien! All die neuen Eindrücke waren einfach überwältigend und durch die Zeitverschiebung befand ich mich in einem Zustand, der alles wie einen Film erscheinen ließ...
Brisbane gefiel mir sehr gut: Überall Bäume, die für mich sehr exotisch waren, überaus freundliche Einwohner und die Mischung aus alten und modernen Gebäuden, die sehr interessant war.
An diesem Tag konnte ich natürlich nur einen kurzen Eindruck bekommen, und kaum etwas von Brisbane gesehen. Ich freute mich schon darauf, bei meiner Rundreise wieder hierher zu kommen.
Roma Street
Als ich ins Hostel zurückkehrte, war Karin bereits dort. Die Stimmung war nun zum Glück etwas besser. Um sieben Uhr beschloss ich, endlich zu schlafen, denn ich konnte die Augen kaum offen halten - der Jetlag forderte seinen Tribut.
Meine ersten Kängurus - wenn auch nur aus Metall
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