Willkommen zu unserer kleinen Weltreise von Anfang Mai bis Ende August 2005. Wir wünschen viel Spass bei der Lektüre,
Sarah und Michael
Spaeter am Abend kommen wir nach ein paar Stunden Fahrt von Sydney auf dem Campingplatz nahe der Blue Mountains an, die wir uns am naechsten Tag naeher anschauen wollen.
Die Blue Mountains haben ihren Namen von dem vielen aufsteigendem Dampf von Millionen von Eukalyptusbaeumen die hier wachsen und so die blaue Farbe erzeugen. Vom Echo Point hat man einen ersten sagenhaften Ueberblick ueber das Tal. Die Montains errinnern uns ein wenig an den Grand Canyon, nur dass hier alles viel gruener und bewachsener ist.
Wir unternehmen ein paar kleinere Wanderungen, u.a. auch zu den Katoomba Kaskaden und den Katoomba-Falls, die aber zur Zeit nicht sehr viel Wasser fuehren.
Abend geht die Reise wieder zurueck Richtung Kueste. Auf der Fahrt machen wir an einer Highway-Raststaette Halt, wo wir den ersten innigen Kontakt zu den Australiern haben werden. 
Als wir dort ankommen, suchen wir uns eine zugegebenermassen etwas kleine Parkluecke aus, stellen aber rechtzeitig fest, dass wir da wohl nicht reinpassen werden. Als wir zuruecksetzen, kreischt uns eine Frau an und meint, wir duerften nicht weiterfahren, sie muesse jetzt sofort ihren Mann holen. Etwas verwundert, da wir ja nichts beruehrt haben, warten wir ab. Kurze Zeit spaeter schlaegt jemand mit ganzer Kraft hinten auf unser Auto und schreit mit voller Lautstaerke mehrmals "FUCK!!!". Es ist der Mann der Kreisch-Frau, nennen wir ihn mal Aussi Erbsenhirn, der von ihr wohl in Panik versetzt wurde, dass wir sein Auto angefahren haetten. Nach wilder Rumschreierer mit weiteren Kraftausdruecken stellt er fest, dass gar nichts passiert ist. Nachdem wir wieder sauber ausgeparkt haben, fragen wir den Herrn ob es denn noetig waere so rumzuschreien und vor allem ohne Grund auf unser Auto zu schlagen. Er erwiedert nur, ob wir denn wuessten, dass dies ein "fucking 150.000 $ car" sei. Wir meinen, selbst wenn dies so sei, waere ja im Falle eines Falles eine Versicherung da, worauf er wiederum meinte, dass unsere "fucking insurance" wohl kaum fuer sein 150.000 $ Auto zahlen koennte. Aha!?!
Die Situation und das Intellekt des Herrn erkannt, versuchen wir die Situation zu deeskalieren indem wir ihm ganz hoeflichst zu seinem 150.000 $ Auto gratulieren und anfuegen, dass er sich jawohl als stolzer Besitzer eines solch teuren BMW sehr gluecklick schaetzen muesste. Aussi Erbsenhirn scheint selbst dies nicht recht zu schnallen und freut sich zunaechst ueber das vermeintliche Kompliment, bis er durch das Grinsen und Lachen der mittlerweile um uns herumstehenden Schaulustigen merkt, dass das wohl irgendwie ironisch gemeint war. Nun ja, wir fahren schnell weiter und parken weit weg von seinem BMW unser Aussi-Mobil, bevor der mittlerweile rot angelaufene Herr noch weitere Kraftausdruecke gebrauchen kann. Im Schnellrestaurant schliesslich sehen wir uns wieder und eine Zeitlang werden noch gegenseitig blutruenstige Blicke ausgetauscht, selbst die Kinder fletschen die Zaehne und wir natuerlich zurueck.
Als wir schliesslich zu unsere Auto zurueckkehren, hat der Herr, dem offensichtlich die Worte fehlten, ueber unseren Wagen uriniert. Nicht gerade die feine australische Art. Wirklich eine alte Pottsau. 
Nun denn, wenn irgendjemand in Australien den Wagen mit dem amtlichen Kennzeichen "DP 157" sieht, moechten wir dieses hiermit zum Setzen jeglicher Duftmarken freigeben. Viel Vergnuegen. 
Weiter geht unsere Fahrt Richtung Norden...