Von Juli bis November 2009 machte ich ein Auslandssemester an der James Cook University in Cairns. Danach reiste ich vier Monate mit dem Rucksack durch das Land - zunächst schaute ich mit Zentralaustralien und den Süden an und bereiste dann einen Monat lang den Westen, bevor ich vier Wochen in Melbourne und Tasmanien verbrachte. Zum Schluss verbrachte ich dann noch etwas Zeit in Sydney, in Brisbane und im Outback von Queensland.
Der beliebteste Strandort in Adelaide ist Glenelg, man kann ihn in ca. einer halben Stunde mit der Straßenbahn erreichen. In der Straße, die zum Strand führt, reiht sich Geschäft an Geschäft, hier kann man wirklich alles kaufen. Am Strand selbst stehen einige Hochhäuser und viele riesige Nadelbäume. Mit dem weißen Sand zusammen sah es fast wie eine Schneelandschaft aus! Diese Nadelbäume wurden hier ursprünglich gepflanzt, da ihre Stämme sich hervorragend eignen, um daraus Schiffsmasten zu machen.
Geschichtlich hat Glenelg eine hohe Bedeutung, denn hier entstand die erste Siedlung auf dem südaustralischen Festland. Die allererste Siedlung in Südaustralien befand sich auf Kangaroo Island, und als mehr Land gebraucht wurde und die Siedler sich dem Festland zuwandten, entschieden sie sich für diesen Ort und gründeten Glenelg.
Eine Replique der HMS Buffalo, des Schiffes, das die ersten freien Siedler in die neue Kolonie South Australia brachte. Das Original wurde 1813 in Indien gebaut und segelte 1833 erstmals nach Australien, mit 180 weiblichen Sträflingen an Bord. Nachdem das Schiff freie Siedler, darunter den Gouverneur, nach Glenelg gebracht hatte, wurde es 1840 in einem Sturm zerstört.
Neben einem Restaurant gibt es in dieser Nachbildung auch ein Museum, das aber leider geschlossen war.
Port Adelaide ist eine kleine Hafenstadt im Norden von Adelaide, die man in einer Dreiviertelstunde mit dem Bus erreichen kann. Sie war ein wichtiger Hafen, denn im 19. Jahrhundert kamen hier die Schiffe an, die neue Siedler und Waren nach Südaustralien brachten. Der Hafen ist durch den Port River mit dem inneren Hafen von Adelaide verbunden. In diesem Fluss leben auch Delfine und man kann Bootstouren machen, um sie zu sehen, was ich aber leider verpasste.
Highlight in Port Adelaide war das Maritime Museum, das das älteste dieser Art in Australien ist. In diesem Museum herrscht Fluch der Karibik-Atmosphäre: Man kann auf einem Segelschiff herumklettern, es gibt unzählige geborgene Gegenstände aus Schiffswracks, eine große Sammlung von Galionsfiguren und Informationen zu den Delfinen, die hier im Hafen leben. Anschließend spazierte ich noch etwas durch den Ort und schlenderte am Hafen entlang, dann ging es wieder zurück nach Adelaide.