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Nun ist es endlich soweit und ich werde ein Jahr lang dem trüben Alltagstrott entfliehen. Hongkong, Australien, Neuseeland und Thailand stehen auf dem Programm. Fremde Kulturen, überwältigende Gegenden und neue Eindrücke satt.
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Mittwoch 25.05. - Freitag 27.05
Als besonderer Service des Hostels gibts jeden Morgen Pencakes frei. Nach dieser morgentlichen Staerkung gings dann los, die Ausruestung, die uns fuer diesen Tripp gestellt wird, zu ueberpruefen und auf die Gelaendewagen zu verladen. Am Abend zuvor durften wir uns Getraenkelisten erstellen und so fuhren wir mit 5 Kisten Bier und 4 Kisten Wein (wir waren die Gruppe mit dem meisten Alkohol) los, Fraser Island zu erkunden.
Nachdem wir mit der Faehre auf die Insel uebergesetzt haben, fuhren wir zuerst zu einem der Shops auf der Insel Eisessen. Wie am Vorabend angekuendigt, blieb einer der vier Gelaendewagen gleich im Sand stecken und so trennte sich die Gruppe gleich zu beginn. Wir fuhren dann ueber den Strand und einen kleinen Inlandstrack zu Fuss zum Lake Wabby (oder wie man den nennt).
Lake Wabby ist ein kleiner idyllischer See, umrundet von Wald, mit einer riesigen Sandanhoehe, die ein bisschen an die Kanufahrt erinnerte. Wir machten es uns an dem Sandstrand gemuetlich und verbrachten etwa zwei Stunden damit, faul in der Sonne zu liegen und ab und an in das kalte Wasser zu springen, um uns etwas abzukuehlen. Gegen drei Uhr gings dann weiter, da wir noch einen guten Platz zum Zelten finden mussten. Wir fanden dann die restlichen Gelaendewagen hinter einer Duene und gesellten uns zu ihnen. Wir schlugen schnell die Zelte auf und fingen an zu kochen. Als es dann dunkel wurde, breiteten wir eine, vom Veranstalter als Windschutz gedachte Plane, auf dem Boden aus und fingen an, Trinkspiele zu spielen. Der ganze Alkohol musste ja eine wuerdige Verwendung finden.
Als der Mond aufging wurden wir von einer zweiten Sonne bestrahlt. Der Mond war in ein sattes gelb getaucht und schien sich wie zweiter Feuerball aus dem Wasser zu erheben. Ein Ire, der bei in meiner Gruppe war stand auf der Duene und meinte nur "I love you moon".
Einige der anderen Gruppen gesellten sich zu uns und wir sassen den ganzen Abend zusammen und haben getrunken. Ein Kanadier, der zuviel geraucht und getrunken hatte, fand eine Gitarre und sprang die ganze Zeit in der Gegend umher, klimperte auf der Gitarre und versuchte dazu zu singen. Er beherrschte beides nicht (zu unserer aller Erheiterung). Als sich gegen spaeter dann die Gruppe aufloeste sass ich die ganze Zeit mit einer Englaenderin zusammen und haben uns unterhalten. Mit reichlich Alkohol kroch ich dann zu spaeter Stunde in mein Zelt. Nachts kamen uns dann die Dingos besuchen, die auf Essensreste hofften. Clever wie wir waren haben wir alle Bierdosen, Essensreste und sonstigen Krempel, den keiner mehr aufraeumen wollte in die Plane eingewickelt und so zogen die Dingos unverrichteter Dinge wieder von dannen.
Am naechsten Morgen ging es dann ans Nordende der Insel. Der ganze Strand auf Fraser Island ist durchzogen von kleinen Rinnsalen, die Stellenweise recht tiefe Mulden in den Sand schneiden. So gings mehr oder weniger holprig am Strand entlang. Wir hatten eigentlich gehofft, ein paar Haie von den Klippen am Nordende aus sehen zu koennen, doch wurden wir leider entaeuscht. So fuhren wir schliesslich weiter zum Lake McKenzie. Wir nahmen dummerweise eine Einfahrt zu frueh und so durften wir drei Stunden durch einen Inlandtrack fahren. Strassen konnte man es nicht gerade nenne und wir wurden ziemlich durchgeschuettelt. Da man hinten die Schlagloecher, die auf der Strasse reichlich vorhanden waren, am Meisten spuerte, waren dies die unbeliebtesten Plaetze und jeder war froh, wenn er einen Sitz bei den vorderen Reihen erwischte. Als wir dann endlich am Lake McKenzie ankamen, war es bereits zu spaet, um noch schwimmen zu gehen und daher sassen wir nur eine Weile da und betrachteten die Landschaft.
Wir fuhren zu spaet vom Lake weg und hatten dann die Freude, bei Dunkelheit am Strand entlang zu fahren und nach einem geeigneten Campingplatz zu suchen (die Lichter der Wagen waren echt duerftig). Da wir die anderen Gruppen nicht mehr fanden, entschieden wir unser Camp alleine aufzubauen. Nach dem Essen fingen wir dann an "Ring of Fire" zu spielen. Bei diesem geilen Spiel gibt es die tolle Regel, dass man bei einem Buben eine neue Regel einfuehren darf. Ich hatte die geniale Idee, als Regel festzulegen, dass bei jeder zwei die Englaender trinken mussten (es waren 9 Englaender, eine Daenin und ein Israeli). Ungluecklicherweise vergass ich dabei, dass mich eine Englaenderin zuvor als Trinkpartner ernannt hat (jedesmal, wenn sie trinkt, muss ich auch trinken) und so hab ich mich mit der neuen Regel selbst verarscht. Naja sowas passiert halt...
Am naechsten Morgen fuhren wir dann noch kurz zum Eli Creek (der groesste Fluss von Fraser Island) und verbrachten dort die Zeit, bis wir zur Faehre mussten. An diesem Tag fuhr der Israeli und ich zweifle immer noch daran, dass er ueberhaupt einen Fuehrerschein hatte. Zu beginn versuchte er zweimal ueber eine Duene zu fahren (es wurde uns ausdruecklich gesagt, dass dies verboten sei). Danach wuergte er den Wagen etwa 20 mal ab und fuhr die ganze Zeit im dritten Gang. Also mit 80km/h im dritten Gang den Strand entlang gepeitscht, um rechtzeitig zur Faehre zu kommen. Ich dachte jeden Moment muesste sich das Getriebe verabschieden. Da wir den Inlandweg zum Anlegepunkt der Faehre verpassten, durften wir beim Einsetzen der Flut auf Pacman manier zwischen den am Rand des Strandes liegenden Holzhaufen und den immer wieder kommenden Wellen hin und her fahren. Fuenf Minuten vor ablegen der Faehre waren wir dann am Anlegepunkt. Heilfroh, dass wir lebend angekommen sind.
Zurueck im Hostel durften wir dann 11$ Strafe zahlen, weil wir beim Geschirrwaschen im Meer fuenf Gabeln, ein Messer und einen Teller verloren haben...
Abends vernichteten wir dann die letzten Reste des Alkohols mit "Ring of Fire".
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