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Nun ist es endlich soweit und ich werde ein Jahr lang dem trüben Alltagstrott entfliehen. Hongkong, Australien, Neuseeland und Thailand stehen auf dem Programm. Fremde Kulturen, überwältigende Gegenden und neue Eindrücke satt.
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Freitag 24.06 - xx.07
Da mein Busticket, dass mir die letzten sechs Wochen gute Dienste geleistet hatte nun abgelaufen ist, beendete ich meine Ostkuestenreise und lief mit dem letztmoeglichen Bus in Cairns ein. Dank des Vorbuchens wurde ich an der Bushaltestelle auch schon von einem Shuttlebus erwartet und in mein Hostel chauffiert. Zwischen Pool, Palmen und tropischen Temperaturen machte ich mich dann an die Arbeit zu ueberlegen, wie ich denn wohl am Besten aus Cairns wieder wegkomme, ohne viel Geld dafuer bezahlen zu muessen. Gar keine so leichte Aufgabe. Zuerst fragte ich nach Touren nach Darwin, was das naechste Reiseziel sein sollte, im Hostel nach und entschied dann, nachdem mir der stolze Preis von knapp 470$ offenbart wurde, dass es wohl doch keine Tour nach Darwin sein solle. Also gings ins Internet, nach Fluegen schauen. Diese Idee wurde dann aber auch schnell wieder verworfen, da ich ebenfalls etwa 350$ zahlen muesste um nach Darwin zu kommen. Also gings mit mittlerweile getruebter Laune zur Greyhound Station um die normalen Buspreise einzuholen. Mit 415$ kaeme ich an mein Reiseziel. Auch keine wirkliche Alternative...
Also zurueck ins Hostel, Papier und Stift in die Hand und angefangen Mitfahrgesuche zu verfassen. Mit etwa sechs Blaettern in der Tasche gings dann wieder in die Stadt, die schwarzen Bretter von den Hosteln mit meinen Notizen zu bepflastern. Zwei von sechs Hosteln hatten dann ein schwarzes Brett, was mich recht schockierte, da das bis jetzt immer zum guten Hostel gehoerte, dass ein schwarzes Brett angeboten wird.
Da diese Aktion auch eher maessig verlief, bin ich nun wirklich angepisst zurueck ins Hostel und fing an, mich mit dem Gedanken anzufreunden, viel Geld ausgeben zu muessen.
Ich habe mich dann entschlossen, die Welt sich erstmal eine weitere Runde drehen zu lassen, bevor ich weitere Schritte in Erwaegung ziehe.
Am naechsten Morgen hatte ich dann immer noch keine Idee und entschloss mich, den Tag mit Videos zu verbringen, um mich von meinem Problem etwas abzulenken. Abends kam dann ein weiterer Deutscher an, der auch nach Darwin wollte, aber erst zwei Wochen arbeiten muesste. Da keimte dann die Idee der Car Relocation wieder auf, die ich bis jetzt schon verworfen hatte, da ich keine Lust hatte, 3000 Kilometer alleine zu fahren. Leider hatten die meisten Leute, die in Cairns ankommen entweder schon einen Flug oder eine Tour im vorraus gebucht und eigneten sich somit nicht wirklich als Beifahrer...
Leider stellte sich heraus, dass er keine Arbeitstelle fand und wohl noch einen Monat in Cairns bleiben muesste, um wieder an Kohle zu kommen. Doch schien das Glueck jetzt endlich mal wieder auf meiner Seite zu sein und am gleichen Abend kamen zwei andere an, die in einem Monat von Cairns zurueck nach Hause fliegen wuerden und eigentlich vor hatten, diese Zeit in Cairns zu verbringen. Ich unterbreitete ihnen dann die Car Relocation nach Darwin und machte ihnen die ganze Sache etwas schmackhaft und nach zwei Tagen ueberlegen entschlossen sie sich dann, mit nach Darwin zu fahren.
Sofort wurde nach dem Hoerer gegriffen und die Autovermietung angerufen. Ungluecklicherweise wurde das Auto etwa 10 SEKUNDEN vor mir gebucht und so sassen wir wieder fest. Die freundliche Frau am anderen Ende der Leitung meinte, dass es eine relocation nach Alice Springs gaebe und so hielt ich kurz Kriegsrat mit den anderen beiden und wir entschlossen uns, anstatt nach Darwin eben nach Alice Springs zu fahren.
Jetzt mussten wir nur noch abwarten, bis es endlich los gehen konnte, da das Auto momentan noch auf der normalen Tour war. Da nun meine Hauptsorge vorerst in den Hintergrund rueckte, fing ich an die Zeit in Cairns zu geniessen. Leider hatte ich mir in den tollen Betten des Hostels mehrere Wirbel ausgeraengt und verbrachte zwei Tage bei Physiotherapeuten und Chiropraktikern. Das konnte meine Laune aber nicht wirklich schmaelern. Wer muss schon nach rechts und links schauen koennen, wenn er die naechste Etappe seiner Reise in relativer Sicherheit wiegen kann.
Ich entschloss mich dann, in mein Zelt umzuziehen, da dies zum einen guenstiger ist und zum anderen eine solide Unterlage fuer mein angeschlagenes Kreuz bot.
Die Tage wurden nun meistens mit den zwei Gefaehrten verbracht und Abends gings immer in den "WoolShed", eine Restaurant/Dicothek, in der man kostenlos essen konnte. Das WoolShed ist eine ziemlich lustige Disco. Die Leute tanzen auf den Tischen, das Bier ist billig und die Stimmung durchweg ausgelassen. Ein guter Ort also, um den harten Backpacker Alltag mit faulenzen, schlafen und essen ausklingen zu lassen
Nicht, dass ihr mich falsch versteht. Wir waren da meistens nur zum Essen, da man sich als Backpacker ja nicht jeden Abend die Disco leisten kann...
Am Dienstag gesellte ich mich Abends im Hostel zu einer Runde Englaender, die gerade damit beschaeftigt waren, Alkohol moeglichst effizient zu vernichten. Bei einem Spiel, bei welchem man unter gewissen Umstaenden den Platz wechseln muss, viel zwei Englaenderinnen das Loch in meiner Hose auf. Seid ich sie auf Magnetic Island eingerissen habe, wuchs der Riss auf ordentliche 30cm laenge. Sie bestanden dann darauf, es zu naehen, da man so ja nicht rumlaufen koennte. Und ich endete in Shorts auf der Bank im Hostel, waehrend meine Hosen genaeht wurden...
Die restliche Woche verbrachte ich viel mit Routinearbeit: Faulenzen, WoolShed, Videos (zur Verbesserung meiner Englischkenntnisse), Alkohol, Essen. 
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