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Nun ist es endlich soweit und ich werde ein Jahr lang dem trüben Alltagstrott entfliehen. Hongkong, Australien, Neuseeland und Thailand stehen auf dem Programm. Fremde Kulturen, überwältigende Gegenden und neue Eindrücke satt.
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Nachdem ich nun die letzten anderthalb Monate damit verbracht habe, meine Kohle in Adelaide und Melbourne in Alkohol zu investieren, dachte ich mir, waere es an der Zeit, weiterzuziehen und wieder etwas aktiver zu werden. Also Flog ich nach Tasmanien und nistete mich ohne grosse Plaene in Hobart ein. Nachdem ich drei Tage die Gegend um Hobart erkundet hatte und vor hatte, den Rest der Insel zu erkunden, musste ich feststellen, dass die Busverbindungen waehrend der Winterzeit defacto nicht vorhanden sind. Dreimal pro Woche faehrt ein Bus um die Insel und das wars. Da ich nicht in jedem kleinen Oertchen drei Tage bleiben wollte, war ich vorerst ziemlich geschockt. Doch wie so oft auf meiner bisherigen Reise half mir mein liebgewonnener Freund Zufall aus der Patsche und ich traf einen Englaender im Hostel, der zum Freycinet Park wollte und von dort dann nach Launceston. Das hoerte sich fuer mich nach einem Plan an und so entschloss ich mich, mit ihm nach Coles Bay, am Fusse des Nationalparkes, zu fahren. Nach knappen drei Stunden kamen wir dann an und der Englaender organisierte sich sofort Campingequipment. Nach einer Stunde in Coles Bay fand ich mich dann auf dem Weg zum Nationalpark wieder. Ich hatte ein etwas komisches Gefuehl, als absoluter nichtsportler auf eine drei Tages Wanderung zu gehen. Doch war es fuer einen Rueckzieher jetzt zu spaet.
Die ersten zwei Stunden auf dem Track fuehrten uns an der Kueste der Halbinsel entlang und endete in einem drei Kilometer langen Sandstrand, der bei schoenem Wetter herrlich aussehen muss, doch leider fing es gerade als wir aus dem Waldstueck an der Kueste heraus kamen an zu regnen, was weniger erfreulich war. Doch ich musste feststellen, dass der Regen nach einer Weile absolut in den Hintergrund geraet und man sich eignetlich nicht mehr sonderlich daran stoert und nur noch der Weg, den man geht, zaehlt.
Gluecklicherweise hoerte es auf zu Regnen, als wir die Campingstelle erreichten und so konnten wir die Zelte aufstellen, ohne dass sie volllaufen mit Wasser.
Der Zeltplatz lag idyllisch hinter einer Dune und war etwa 20 Meter vom Meer entfernt. Als wir ein paar Brote zu Abend assen, kamen auch schon Wallabies aus dem Gebuesch, die versuchten einen schnellen Happen zu erwischen.
Als ich dann, als es dunkel wurde ins Zelt ging, musste ich feststellen, dass der Zeltplatz doch nicht so perfekt gelegen ist. Die ganze Nacht (es war sowieso nicht waermer als 5 Grad) zog der kalte Meereswind unter der Zeltplane hindurch und ich hatte mit meinem +9 Schlafsack einen Heidenspass. Und ich fragte mich zum erstenmal, ob die Gewichtsersparung, den Mangel an Schlafkompfort unter arktischen Bedingungen Wert war. Am naechsten Morgen kroch ich dann um sechs Uhr und einer Nacht ohne Schlaf ziemlich kaputt aus dem Bett und machte mich daran, meine sieben Sachen zu packen, damit wir moeglichst frueh weiter koennen.
Um sieben schaffte es der Englaender dann auch, aus dem Bett zu kommen und zu meiner Erleichterung machte er in der letzten Nacht die selbe Erfahrung, wie ich.
Trotz der frostigen Naechte wollte er die kleine Abzweigung vom Rundweg nehmen und noch an zwei weitere Buchten laufen. Ich entschied mich dafuer, den Rundweg zu beenden und Abends dann wieder am Hostel zu sein. Also trennten sich unsere Wege nach etwa zwei Stunden und ich machte mich an den Aufstieg der drei Berge, die ich an diesem Tag zu erklimmen hatte. Nachdem ich den ersten Berg erklommen hatte, war ich schon recht kaputt und konnte es nicht mehr erwarten, bis ich im Hostel meine schoene heisse Dusche haben wuerde. Doch musste das noch warten und nach einer kurzen Pause und zwei Erdnussbutter Sandwiches machte ich mich an den zweiten Berg. Er war etwas leichter zu bezwingen als der erste und zu dem Zeitpunkt, als ich ein ein kleines Tal kam dachte ich, als ich die Wineglass Bay unter mir sehen konnte, dass ich es geschafft haette und nun nur noch durch das kleine Tal muesste. Dummerweise war dieser kahle, felsige, von Windboeen gepeinigte Klotz so schoen gelegen, dass die Parkverwaltung sich dachte, dass man ueber den ja auch noch wandern koenne. Also fuehrte der Track nicht durch das schoene Tal sondern beinahe senkrecht am kahlen Felsen hoch. Und jetzt spuerte ich, dass der Backpack doch nicht so leicht ist, wenn man auf rutschigen Felsen, die vom permanenten Regen in Rutschbahnen verwandelt werden, hoch klettern muss.
Als ich dann auf dem Gipfel stand, wurde ich fuer meine Anstrengungen mit einer herrlichen Aussicht ueber die Halbinsel belohnt, die den Aufstieg mehr als Wert war.
Zu meinem Entsetzen musste ich dann jedoch feststellen, dass der Abstieg von dem Berg auf der anderen Seite genau so toll ist, wie der Aufstieg und Stellenweise musste man sogar durch Rinnen laufen, die durch den Regen in Baeche verwandelt wurden und gegen Ende war der Track eine regelrechte Schlammschlacht.
Nach etwa sechs Stunden kam ich dann an der Wineglass Bay an und genoss einen Moment die Aussicht mit den Hazards (eine miniatur Bergkette) im Hintergrund.
Nachdem ich mir meinem Weg dann auch noch ueber diese Berge erkaempft hatte, stand ich nach knappen sieben Stunden wandern wieder am Parkplatz, an dem wir am Tag zuvor unsere Wanderung begannen. Auf dem Weg zurueck zum Hostel gab mir ein Jetstar Pilot dann einen Lift, ueber den ich mehr als dankbar war. Da wir beide uns nicht in Coles Bay auskannten, fuhren wir etwa 10 Minuten durch die Gegend, bis ich mein Hostel gefunden hatte, wo ich dann die beste Dusche meines Lebens hatte. Heisses Wasser kann ja so eine Wohltat sein 
Am naechsten Abend kam dann auch der Englaender wieder und wir gingen noch in ein kleines Pub, wo wir dann noch andere aus dem Hostel trafen und ein paar Bier tranken und etwas Pool spielten. Und um Neun passierte es dann. Wir wurden aus der Bar geschmissen. Ich wurde noch nie in meinem Leben um neun Uhr aus einer Bar geworfen, weil sie schliesst.
Aber naja, so ist das eben in diesen 500 Einwohner Kommunen...
| anonym | ||
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| Wenn das alles ist, was von einem Hong Kong-Aufenthalt übrigbleibt, dann fährt der besser in den Schwarzwald..... | ||
| anonym | ||
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| Du bist dermaßen privilegiert, dass du so eine super Reise machen kannst, aber du schreibst so, als ob es für dich eine Strafe war! | ||
| MacauFan | http://www.macautravel.de | |
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| Hallo, ich stimme zu: Hongkong ist eine der interessantesten metropolen der welt! | ||
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