um die welt mit Thomas und Danny

Reisezeit: September 2005 - Juli 2006  |  von Danny und Thomas / Schönfeld und Grab

Australien (Hauptaufenthalt): Australien - Adelaide / Mt Gambier

Adelaide (05.12.05)

Mit einer Million Einwohnern ist Adelaide die größte Stadt Südaustraliens und hat damit ganze 2/3 Bevölkerungsanteil am gesamten Bundesstaat Südaustralien. Die City ist in einem Schachbrettmuster angeordnet und an der Nordseite mit prachtvollen Regierungsgebäuden, der Staatsbibliothek, diversen Denkmälern, usw. bespickt. Ein paar Kilometer in westlicher Richtung stößt man auf herrliche Badestrände am Meer, in der anderen Richtung erwarten einen, die zum Verweilen einladenden, Adelaide hills.

hinter den Bergen erstreckt sich Adelaide (Blick von den Adelaide hills)

hinter den Bergen erstreckt sich Adelaide (Blick von den Adelaide hills)

Unser Campingplatz lag etwa 6km außerhalb der City und war über einen super Radweg, entlang des Torrens River, problemlos zu erreichen. Die Fahrräder zahlten sich hier mal wieder voll aus. Nach etwa zwei Wochen Zivilisationsabstinenz brauchten wir erstmal einen Tag um alle Nachrichten aus der Heimat zu lesen (E-Mails), ordentlich einzukaufen und den Leuten aus der Tourist Information auch noch den letzten "Geheimtipp" aus dem Kragen zu leiern. Auf dem Zeltplatz machten wir unterdessen noch Bekanntschaft mit vier Norwegern, welche die Australienumrundung mit dem Motorrad schon fast hinter sich hatten.

Yngve, Tonye, Christian und Thomas aus Norwegen (von links)

Yngve, Tonye, Christian und Thomas aus Norwegen (von links)

Ihre Motorräder hatten sie extra dafür aus Norwegen nach Australien schiffen lassen. Christian und Tonje waren, einige Jahre zuvor, mit den gleichen Motorrädern sogar schon in Südamerika unterwegs, somit warf sich zwei angehenden Ingenieuren die brennende Frage nach der Laufleistung der Mottoräder auf. Als ich wieder zu mir gekommen war bestätigte mir Christian noch mal die unglaublichen 250.000km!!!!!! Schon allein der Gedanke, mit 230.000km auf dem Buckel nach Australien zu reisen um den Kontinent zu umrunden ... Wahnsinn! Zudem tauten die Vier nach anfänglicher Kühle immer mehr auf und stellten sich als supernette Bekanntschaft heraus.
Nicht weit vom besagten Radweg war der Adelaide Zoo gelegen, wo wir unseren Blick für all die Tiere schärften, welche uns in der Wildnis bisher versagt geblieben waren (nicht mehr allzu viele). Mitte der Woche folgten wir einem Tipp der Norweger und bewegten uns erst per Van und später per Rad durch die Adelaide hills. So ganz waren wir noch nicht überzeugt, ob sich der heftige Anstieg am Anfang wirklich gelohnt hatte, aber die faszinierende Landschaft mit verschiedensten Obstplantagen und Eukalyptuswäldern entschädigte für alle Qualen.

verschiedenste Obstplantagen in den Adelaide hills

verschiedenste Obstplantagen in den Adelaide hills

Während einer kurzen Rast am Straßenrand vernahmen wir dann plötzlich einen verdächtig klingenden Grunzlaut aus dem Hintergrund. Uns schoss beiden der gleiche Gedanke durch den Kopf: "Ein Bär!". Und tatsächlich, etwa 30m entfernt, in luftiger Höhe, entdeckten wir, mit geschärftem Blick, unsern ersten wilden Koalabär. Auf diesen Moment hatte ich mich (Danny) schon geraume Zeit gefreut und das nicht umsonst. Die kleinen Kerle bringen es tatsächlich auf bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag, was allerdings nicht unsere Hoffnung schmälerte, eine Aktion des Koalas zu sehen. Und tatsächlich, gerade aus dem Koma erwacht, rechtes Auge, linkes Auge und dann reichte es unglaublich aber wahr zu einem herzzerreißenden Gähnen. Was für ein schöner Tag!!!!

Koalabaer

Koalabaer

Um keine Langeweile aufkommen zu lassen, hatten wir für den nächsten Tag eine Katamaran Tour gebucht. Bis hierher nichts Besonderes. Der Katamaran fährt allerdings schon seit 5 Jahren regelmäßig im strandnahen Gebiet vor Adelaide herum und hat sich dadurch das Vertrauen der hiesigen Delphine gewonnen. Bei der Auswahl zwischen Delphin-Schauen und Delphin-Schwimmen entschlossen wir uns für das Schwimmen. Dazu packten wir unsere Adonis-Körper in hautenge Nasstauchanzüge, sprangen auf Kommando hinter dem Katamaran ins Wasser und hofften an einem Seil festhaltend, dass sich einer der Delphine mal in unsere Nähe verirrt.

auf dem Katamaran unterwegs

auf dem Katamaran unterwegs

Vor ein paar Monaten wurde in dieser Gegend ein Taucher toedlich vom Hai verletzt! Mit einem Delphin unter Wasser haetten wir uns ja schon zufrieden gegeben.

Vor ein paar Monaten wurde in dieser Gegend ein Taucher toedlich vom Hai verletzt! Mit einem Delphin unter Wasser haetten wir uns ja schon zufrieden gegeben.

Die See war durch das windige Wetter der letzten Tage noch ordentlich aufgewühlt und lies dementsprechend keine gute Sicht zu. Den Delphinen schien es auch gewaltig die Augen vernebelt zu haben, diese ließen sich blöderweise nur vereinzelt und kurz am Boot blicken. Nach enttäuschenden 31/2 Stunden sollten unsere hart erarbeiteten 100.-$ p.P. also einfach weg sein. Nein, damit gaben wir uns nicht zufrieden und marschierten mit Dackelblick zum Kapitän, welcher nicht lange zögerte und uns prompt für Sonntag noch mal eine Freifahrt anbot. Geht doch!
Samstags war mal wieder Kultur angesagt und wir machten das Adelaide Museum unsicher.
Im Erdgeschoss bewunderten wir noch einmal sämtliche Tiere, die schon im Zoo auf uns gelauert hatten, diesmal allerdings nur sehr statisch. Der Clou war ein menschliches Skelett namens Max Dreyssig in einer Vitrine und jetzt festhalten, dass tatsächlich aus Sachsen stammte. Wir bitten auch hier wieder um Unterstützung. Keine Ahnung was Max inmitten der ausgestopften Tiere aus allen Herrenländern zu suchen hat?

Max Dreyssig

Max Dreyssig

Die nächsten Etagen warteten mit unglaublich viel Aboriginiegeschichte auf. Etwas verwirrend war, dass zwar jede Menge Anschauungsmaterial vorhanden war, dazu allerdings mehr Text über den Spender bzw. Finder geschrieben wurde, als über die Funktion oder Verwendungsweise der Ausstellungsstücke. Ansonsten ist das Museum aber sehr empfehlenswert und nicht zu vergessen kostenlos.
Sonntags sollte dann der zweite Versuch Delphin Schwimmen starten. Diesmal sprangen die ersten Delphine schon in der Hafenbucht um das Boot herum. Es sah also alles sehr erwartungsvoll aus. Das Boot war zwar mit doppelt so vielen Gästen besetzt wie das letzte Mal, was uns an diesem Tag aber nicht stören sollte. Von der ersten bis zur letzten Minute hatten wir ohne größere Pause stets Delphine um den Katamaran und diese spielten mit ihrem
"mechanischem Freund", dass es nur so eine Freude war.

Delphine so weit das Auge reicht

Delphine so weit das Auge reicht

Auch unter Wasser konnte man mit etwas Glück den einen oder anderen Flipper sehen. Das Wetter war grandios und wärmte die wetsuits schnell wieder auf. Ja, genauso hatten wir uns das vorgestellt!

so sieht das Ganze unter Wasser aus

so sieht das Ganze unter Wasser aus

Wir empfanden das als einen würdigen Abschluss von Adelaide und setzten unsere Reise nach Hahndorf fort.
Und als gäbe es tatsächlich eine unsichtbare Verbindung zwischen Deutschland und dieser ursprünglich deutschen Siedlung, machte der Himmel die Schleusen auf und die Temperaturen sanken auf winterliche 20°C ab.
Na ja, dass schien uns genau die richtige Zeit, um in das australische Hofbräuhaus einzukehren!

In Hahndorf steht ein Hofbraeuhaus

In Hahndorf steht ein Hofbraeuhaus

Zum Oktoberfestpreis gönnte ich mir mein erstes Maß Hofbräubier und wir aßen ane richtsche zünftscheWeischwurscht (hat mich lange gebraucht, ohne feindliches Terrain zu betreten). Das Dorf war leider sehr vom Tourismus geprägt und wir fanden nicht ganz das vor, was wir erwartet hatten. Für Thomas war der Besuch dann aber doch noch lohnenswert, denn im einzigen sehenswerten Laden der Stadt fand er seinen "Krokodil Dundee Hut".

Bitte genau lesen!!!

Bitte genau lesen!!!

Noch schnell ein "Schwarzbrot" oder was auch immer und eine Känguru-Mettwurst gekauft und keep on rolling. Mal wieder ein wenig planlos, welche Route wir Richtung Melbourne einschlagen, entschieden wir uns letztlich für die "Küstenstrecke". Vorbei am Coorong-Nationalpark ließen wir uns am späten Nachmittag in Robe nieder. Ein sehr anschaulicher Ort mit super Küste.

Mt Gambier / Port MacDonnell (15.12.05)

Als uns das Angelglück am nächsten Tag mal wieder versagt blieb, kamen wir in den Abendstunden der Grenze zu Victoria schon verdächtig nahe. In Mt. Gambier wollten wir vorerst nur die Nacht verbringen, nichts ahnend was sich hier noch alles entwickeln sollte. Als wir die ersten Infobroschüren über die Stadt und Umgebung studiert hatten, stellte sich schnell raus, dass wir hier wohl noch ein paar mehr Tage einplanen mussten. Die ganze Gegend war vor Millionen von Jahren vom Meer bedeckt gewesen und nun von einer dicken Kalksteinschicht überzogen. Dazu kommt noch der ein oder andere Vulkan, welcher sich durch die Oberfläche gebohrt hat. Der jüngste Vulkan war vor gerade mal 4000 Jährchen erloschen.
Unsere Erkundungstour starteten wir in der Engelbrecht Höhle.
Die "Höhlen" befinden sich mitten in der Stadt, eingezäunt hinter einem kleinen Empfangshäuschen. Ein etwa 10 m breites Loch im Boden, führt Einen an die Eingänge der West- bzw. Osthöhle. Die Höhlen sind ab einer bestimmten Tiefe mit Wasser gefüllt und gehen unter Wasser noch bis zu 150m weiter unter der Stadt entlang. Speziell ausgebildete Taucher trainieren hier Höhlentauchgänge oder machen "Sightseeing" darin. Thomas hatte natürlich sofort Lunte gerochen und wäre am Liebsten gleich mit Badehose und Schnorchel in die Höhlen abgetaucht. Für diese besondere Art von Tauchen benötigt man allerdings eine bis zu 6jährige Ausbildung, abhängig von der Schwierigkeitseinstufung der Höhle. Von unserem Höhlen-Guide erfuhren wir dann, sehr zur Freude von Thomas, dass in Küstennähe Süßwasserteiche existieren, welche eine ähnliche Beschaffenheit wie die Höhlen aufweisen. Der Plan für mindestens den nächsten Tag war soeben geschmiedet! Am Nachmittag durchkreuzte unsere weiteren Streifzüge ein ordentlicher Regenschauer und dieser lies auch erst in den Abendstunden wieder nach. So verbrachten wir also den Nachmittag im Bus und lasen bis uns die Augen tränten. Nachts wurde uns das "Umphersten-sinkhole" empfohlen,
wo man angeblich Possums sehen kann.

Umphersten sinkhole bei Nacht

Umphersten sinkhole bei Nacht

Das etwa 20m im Durchmesser und 10 m tiefe Sinkloch befindet sich wiederum mitten in der Stadt und verkörperte ein wenig den Eingang zum Paradies. Über zu wenig Possums konnten wir uns auch nicht beklagen, nach einer Weile wurden diese schon fast wieder lästig. Übrigens hier noch, für alle Tierinteressierten, der exakte lateinische Name des Possums: "fette Rammeloschie".

Thomas sein Tee war durchaus begehrt bei den Tierchen.

Thomas sein Tee war durchaus begehrt bei den Tierchen.

Der Vulkansee "Blue lake" lud am nächsten Morgen quasi zum Spazieren gehen ein und wir konnten das herrliche Blau aus allen Perspektiven bewundern. Der See ist übrigens einzigartig, weil er vom Frühling zum Sommer seine Farbe von Teichgrau zu diesem beeindruckenden Blau ändert. Es führt allerdings kein direkter Zugang zum See, da dieser als Trinkwasserversorgung für die Stadt dient.

Nur allzu Schade, dass man darin nicht baden darf!

Nur allzu Schade, dass man darin nicht baden darf!

Im Anschluss durchkämmten wir noch den Wildlife-Park am lake Valley, wo aber neben vier Kängurus und zwei Emus nichts Spektakuläres zu sehen war.
Mt Gambier war also in groben Zügen erkundet und weiter ging es, in das nicht weit entfernte Port Mac Donnell. Im ansässigen Tauchshop liehen wir uns zwei Nasstauchanzüge aus und fuhren zu den besagten Teichen. Mitten im Schilf versteckt fanden wir dann einen kleinen Steg, der den Eingang zu einem, von außen absolut unscheinbarem, Teich bildet. Schwub die wub in die zweite Haut und ab ins 14°C kühle Nass.

angehende Hoehlentaucher vor den "ewens ponds"

angehende Hoehlentaucher vor den "ewens ponds"

Drei, mit Kanälen verbundene, Teiche boten eine Unterwasserwelt, dass es Einem den Atem verschlug. Bei fast 20m Sicht (und das in einem Süßwasserteich) viel das Genießen nicht schwer. An den tiefsten Stellen so um die 10 m, brauchte man lediglich Schnorchel und Brille um alle Winkel der Teiche zu erkunden. Ich könnte hier noch Stunden lang weiter davon schwärmen, aber die Bilder fassen unsere Eindrücke schon ganz gut zusammen.

...die Zeit steht still...

...die Zeit steht still...

Thomas wuerde sogar in der Badewanne noch Fische finden!

Thomas wuerde sogar in der Badewanne noch Fische finden!

glasklare Sache

glasklare Sache

Für den nächsten Morgen hatten wir einen kleinen Ozeantauchgang geplant, da die Tauchanzüge bis Mittag wieder zurück sein sollten. Der nächste Morgen begann allerdings ganz anders als geplant. Regen, Regen und noch mehr Regen und als Krönung sprang das Auto nicht mehr an. Eine sehr nette Frau, die zufällig gerade mit dem Hund spazieren war, konnte uns zwar nicht direkt helfen, rief aber ihren Mann an, der wenige Minuten später mit etwas Werkzeug bei uns war. Mittlerweile hatten wir das Auto schon wieder zum Laufen gebracht und kamen mit den Beiden ins Gespräch. Kurze Zeit später saßen wir schon bei Helen und Trevor zu Hause und wurden zum Mittag eingeladen. Am Nachmittag führten sie uns dann noch zu einem privaten Teich, welcher ebenfalls eine sagenhafte Unterwasserwelt bot. Kristallklares Wasser, ein gesunkenes Boot und herrlichste Unterwasserflora- und Fauna.

gesunkenes Boot

gesunkenes Boot

Vor dem Schnorchelgang stellten wir fest, dass unsere ausgeliehenen Tauchschuhe irgendwie nicht da waren. Ach ja, die standen ja noch auf dem Stoßfänger vom Bus zum Trocknen. Nur dummerweise waren wir mit dem Bus einige Stunden vorher von unserer Campingstelle bis zu Hellen und Trevor nach Hause gefahren und dort stand momentan auch noch der Bus. Naja, immerhin stand von jedem Paar noch ein Stiefel da, wir hatten Schlimmeres befürchtet. Beim Abfahren der Strecke fanden wir immerhin einen der Stiefel wieder...besser als nichts. Der Besitzer vom Tauchgechäft nahm's mit Humor und wir kamen mal wieder ungeschoren davon.

Beim Holz holen kam diese tiger-snake (sehr giftig) ploetzlich zum Vorschein. Wegen der Kinder auf dem Gelaende wurde diese erstmal einen Kopf kuerzer gemacht.

Beim Holz holen kam diese tiger-snake (sehr giftig) ploetzlich zum Vorschein. Wegen der Kinder auf dem Gelaende wurde diese erstmal einen Kopf kuerzer gemacht.

Ums kurz zu machen, wir blieben noch weitere vier Tage bei der Familie und wurden so herzlich aufgenommen und versorgt, dass einen ständig das schlechte Gewissen plagte.
Trevor und sein Nachbar Paul waren, wie viele Andere Männer aus Port MacDonnell, Cray-Fischer (mit Langusten vergleichbar). So durften wir also, Thomas mit Trevor und ich mit Paul (Nachbar) mit zum Cray Fischen kommen. Mal abgesehen davon, dass es uns beiden ordentlich weiße Farbe ins Gesicht trieb, war das wieder mal eine unvergessliche Erfahrung.

Die Fangkoerbe mit dem crayfisch werden eingeholt, geleert und mit neuem Koeder wieder ausgeworfen.

Die Fangkoerbe mit dem crayfisch werden eingeholt, geleert und mit neuem Koeder wieder ausgeworfen.

Nicht mehr lange bis die Brueder in Asien auf dem Teller liegen.

Nicht mehr lange bis die Brueder in Asien auf dem Teller liegen.

Die "Solution" auf hoher See.

Die "Solution" auf hoher See.

ca. 120.-$ crayfisch!!

ca. 120.-$ crayfisch!!

noch koennen sie sich unter dem Stein verstecken

noch koennen sie sich unter dem Stein verstecken

Wer braucht hier noch die great ocean road?

Wer braucht hier noch die great ocean road?

Um wenigstens ein wenig unser Gewissen zu beruhigen, mähte Thomas dann den Rasen und wir machten Eierkuchen zum Abendbrot.

Thomas beim Rasen maehen vor Helens und Trevors super Haus!

Thomas beim Rasen maehen vor Helens und Trevors super Haus!

Den letzten Tag vor der Abreise nahm uns Trevor mit zum Abelone Tauchen.

Die Abelone-Muschel saugt sich mit ihrem kraeftigem Muskel am Felsen fest.

Die Abelone-Muschel saugt sich mit ihrem kraeftigem Muskel am Felsen fest.

Wir bewaffneten uns mit Tauchanzug, Messer und Beutel und suchten den Meeresboden nach dieser schmackhaften großen Muschel ab.

nach erfolgreicher Abelone-Jagd

nach erfolgreicher Abelone-Jagd

Abends fuhren wir dann mit Paul seinen 15 jährigen Sohn Ben zum "Spotlighten". Dabei steuert einer ein kleines Boot küstennah und langsam durchs Wasser, einer steht mit dem Spotlight am Bug und macht Fische ausfindig und alle Anderen fangen, mit Keschern ausgerüstet, die geblendeten Tiere.
Unsere Ausbeute, angefangen bei Salmon, Bream über Aal bis zum Crayfisch und noch viele mehr konnte sich sehen lassen und Spaß hat es allemal gemacht. Am nächsten Tag hieß es dann Abschied nehmen.

Thomas, Helens Mutter (und Schweagerin), Helen mit Nadja, Kind von Freunden, Maja mit Hund, Trevor und meine Wenigkeit.(von links)

Thomas, Helens Mutter (und Schweagerin), Helen mit Nadja, Kind von Freunden, Maja mit Hund, Trevor und meine Wenigkeit.(von links)

Helen hatte uns sogar noch angeboten bis zum Weihnachtsfest zu bleiben, aber schweren, schweren Herzens und mit feuchten Augen setzten wir unsere Reise fort.

Seit einiger Zeit brennt mir etwas auf der Seele, was ich an dieser Stelle unbedingt loswerden möchte. Gerade weil es in großen Schritten auf das Weihnachtsfest zugeht, denke ich ist jetzt der passende Moment. Wir sind nun seit 3einhalb Monaten, 24h am Tag zusammen unterwegs und müssen allerlei Dinge gemeinsam bewältigen (Essen einkaufen, Arbeit suchen, Dinge planen, ...).
Dabei kommt man sich auch mal in die Quere, hat schlechte Laune oder will die Meinung des Anderen nicht so recht teilen. Genauso ist man aber froh, dass der andere da ist wenn es einem nicht so gut geht. Solche und ähnliche Situationen haben wir schon genug hinter uns und auch in der Zukunft werden neue Schwierigkeiten auftreten!
Sicherlich lesen viele von Euch die Reiseberichte und bekommen den Eindruck, dass wir bisher nur vom Glück verfolgt werden?! Im Großem und Ganzen gesehen habt ihr damit auch Recht und dafür sind wir unendlich dankbar, aber auch die kleinen Probleme können einen manchmal ganzschön runter ziehen. Gerade zum "Fest der Liebe!" ist der beste Zeitpunkt um Uneinigkeiten zu schlichten, anderen zu vergeben und sich zu besinnen was einem wirklich wichtig ist im Leben. All zu oft vergisst man wie gut es einem eigentlich geht und klagt immer nur wenn etwas nicht stimmt. Wie oft ist man allerdings froh und dankbar darüber wenn es einem gut geht?

English version

Dear Friends around the world!

It's time to start to write some news in English because we meet so many nice people from all over the world and we would love to stay in touch with them. So we try not to be too lazy and write more in English.
Like all of you know, we started some months ago in Asia. Here just a short cut from the last months on our tour. During the first three weeks in September we travelled overland from Thailand via Malaysia and finished Asia in Singapore. This took us about 3,5 weeks. We had a really nice time on wonderful beaches, with friendly people and great sceneries! During this time Steffi, a friend from Germany, was travelling with us.

At the 25th of September we travelled to Perth in Western Australia. It was really easy to find some work and so we planted around 12000 mango trees. For the first experience it was not to bad but until now it was the worst work.In Norway I met an Australian and in Perth we were visiting him. The time we spend with Andrew and his family was really relaxed and we enjoyed thinks like fishing, driving with the boat, beer drinking, chasing kangaroos, flying fox and many many more things! Even the work there on one of the three farms was very nice. These were our first experience with the friendliness of the Australians and we really started to like the country!!

After some days relaxing we were heading to Kalgoorlie where we worked on a sheep station. We were mustering the sheep with motorbikes and instructions from the airplane over us. The first time was sheering time and so we worked a lot. But at the end it became more and more normal station work. We got so many interesting and nice experiences. And the best on this was that we got paid for the work where others would pay money for. The station itself is more then 350000hektar big! Even the airplane lost the orientation one time. Maybe you can now imagine how we felt on the bikes. Because of a bad dry since the last 6years the number of sheep dropped to less than 6000. In good time they had 25000 sheep and at least the same number on goats. Some mines on the property give them enough income and let them survive. Kalgoorlie is the most famous gold mining town in Australia. We visited a tourist mine, the legendary skimpy bars, where the girls serve the beer topless and one of the brothels.

After 4 weeks outback we were looking forward to meet people and see some more from Australia. We went to Esperance in the south and probably the best beaches from whole Australia. There we got our first experience with driving on the beach. Well, after we sank two times in the sand we both became a bit worried because there was nothing around. Finally we managed the tour and now we are laughing about these minutes.

The way from the western parts of Australia to the east was a long drive over 2000km on the Nullabor Plain. The longest straight road Australia's (150km no curve), very impressive cliffs, every were dead Kangaroos on the street and a few more things were travelling with us.

The next longer stop was in Adelaide (1mio inhabitants) which is the capital of South Australia (around 1,5mio inhabiants!). We spend more than one week in the city and visited several places. To our surprise we found a skeleton from a man from Saxony where we are from in Germany. We have no idea what a skeleton from our home area is doing in Adelaide. But is it nice to see that the people from the eastern parts of Germany are although travel
Adelaide is a nice city and much more quiet and relaxed than Melbourne. The main city is divided into two parts and this makes it easier.
There we met some Norwegians on the caravan park and they recommended us some nice places. We made a bike trip trough the Adelaide Hills and we saw our first Koala. For all the people who are interested in the animals we saw on our tour, we have an extra page with all the animals we've seen here. Just to now how all the strange animals from Australia are looking like we visit the zoo. It was a very pleasant time!

After we left Adelaide the plan was to drive more or less straight to Melbourne. Well, we got stuck in the area around Mt. Gambier for more then 1 1/2 weeks! Some of you might be wonder how this can happen!? And here is the story: We drove through Mt. Gambier, which is the second largest city in South Australia and we really liked the town. So we decided to stay for one more day to visit some of the very interesting caves and the blue lake. The blue lake chances the colour during the seasons from grey o bright blue!(picture) But, there was so much more to see and we stayed for one more night. Caused by the limestone layer, in this area the groundwater formed many caves, sinkholes and ponds. We rented wetsuits and went snorkelling in the "Ewens Ponds". Three ponds connected with small cannels and a visibility of more then 15m! It was just awesome! On the ground it looks like the sand is boiling because groundwater is coming out of the ground. There you can see lots of fish and plants and so on!
The next night we spend on a free camp area. In the morning it was raining and very cold and our car didn't even thought about to run. We had no tools and so we ask a nice woman if she can help us. She called her husband and he came after a while with some more tools. After a short talk he invited us for a barbeque at his home. And finally we stayed there for 5nights. Trevor, Helen and there two nice daughters showed us many interesting thinks. We met all the friends from the family and had everyday dinner together. Trevor showed us some more beautiful ponds and we went diving into two ponds. Normally no tourists can enjoy this because a lot of the nice thinks are on private property. The men work as crayfisher and have there own boats and several traps for the crayfish. We went out with them one day. We started at 4:30 until lunchtime. The sea was calm but we felt still a bit unwell, anyway this where some experience we will never forget. On another day we went snorkelling for the Abelone shell and had them for dinner. During these days we consumed very special seafood like shark, crayfish, different shells, jabby's (fresh water crayfish) and much more! Sometimes we felt bad because we couldn't really give them something back, just cutting the grass and making pancakes, but they gave us so much!

Just by mistake we met these wonderful people and we had a really nice time with them! When we left them it was not very easy to say goodbye but we have to continue our tour! Hope we meet more of such friendly people on our trip in Australia!

The plan was to celebrate Christmas in Melbourne and so we were driving along the great ocean road in Victoria. Along the road we visit all the typical tourist things like the London Bridge, the Arch and the famous 12 Apostels. It's nice to enjoy the sunset on the 12 Apostels but with all the thousands people around .... (Pictures)
It was beautiful to see all the different formations of the cliff. When we passed the border to Victoria we quickly realised that we now entered the tourist part of Australia. In the western parts of Australia we often had beaches and camp areas for us alone and we didn't meet tourist's everyday but now it seems like hole Germany is here Anyway, the drive to Melbourne was awesome. We stayed on a caravan park for the first couple of day's and met some very nice backpackers there. We spend the Christmas day with them. We had no real Christmas feeling because there were 30°C instead of snow and palms instead of Christmas trees! Even the visit of the church at 12pm could not give us a real Christmas feeling. Before Christine and Heidi left to Sydney (like all of the Backpacker) for New Year we visit the beach in St. Kilda which was very nice. (picture). Once more we had to say goodbye to some lovely people!
Steffi, the girl travelling with us in Asia, has a friend in Melbourne and after some messages we met her and spend the day together. There we decided also that we want to go to Tasmania at the 02.01.! Because the caravan park became very boring without all the backpacker and we decided to leave this place as well. Luckily a grandchild from Danny's neighbours is living in Melbourne and we could stay there for some more days. With Anja we spend New Year together and enjoyed the big firework at the river. We spend more then 1week in Melbourne and explored the city with it's nice botanic gardens, thousands of shops and bars! But we both felt like it is time to go and see some more places. We booked the ship to Tasmania and now we are on the ferry for the next 10h! It's is a long drive over more than 500km to Tassie!

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ihr seid alle herzlich eingeladen, hier auf www.umdiewelt.de, uns einmal um die Welt zu begleiten. Starten wollen wir am 1. September 2005 und Ende Juli 2006 wieder in der Heimat einschlagen. Da wir immer für jeden Spaß zu haben sind wird es für Euch sicher nicht langweilig!
Details:
Aufbruch: 01.09.2005
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 31.07.2006
Reiseziele: Thailand
Malaysia
Cameron Highlands
Singapur
Australien
Outback
Australien: Tiere
Neuseeland
Chile
Bolivien
Argentinien
Der Autor
 
Danny und Thomas / Schönfeld und Grab berichtet seit 19 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Danny und Thomas sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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