Australien-Reisebericht :Auf Achse: 6 Monate Borneo, Australien, Asien

3. Storie beside von Hillo

Sprache

Längst sind wir in Australien angekommen, jedoch die Sprache ist uns immer noch ein Rätsel. Hier zieht man die Worte dermaßen zusammen, daß wir uns oft sehr schwer tun. Z.B. Man sagt „Higher“, gemeint ist: „How are you?“. Auch verwendet man zur Begrüßung einen Schwall von freundlichen Sätzen und wir wissen nicht was tun. Einfach „fine“ oder „very good“ antworten? Oder erwartet man einen ähnlichen Freundesschwall von uns oder einfach gar nichts? Natürlich verstehen wir die Sätze nicht so ganz, so daß ich sie nicht wieder geben kann, aber ein einfaches „Morning“ oder „Bye“ ist es nie. Für uns nur schwierig, daß man bei jeder Gelegenheit so losplappert. Wenn wir ernste Fragen haben und dann so angeschwallt werden, als ob australisch unsere Muttersprache ist, ist es uns schon peinlich 2 mal „Sorry, can you repeat?“ sagen zu müssen, um wenigstens halbwegs die Antwort zu verstehen.

Barbecue

Die Australien sind ausgesprochene Campingfreunde. Nichts tun sie lieber als mit Sack und Pack in den Park zu ziehen und zu kochen. Kochen ist es ja nicht wirklich. Hier macht man ja alles auf dem Barbecue. Kannte ich ja so gar nicht. Selbst kochen auf Gas ist für mich ja schon neu, aber diese Barbecues sind eine echte Herausforderung. Auf den Campingplätzen findet man immer schnell Leute, die einem zeigen, wie was angeht. In Katherine konnte ich dann erleben, wie eine Frau auf dem Barbecue echt alles zu Recht zauberte. Ich dachte, daß es nur zum Fleisch braten ist. Oh nein, alles was das Herz begehrt kann man hier raufschmeißen. Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Fisch, Brot usw. Und der Australier liebt sein Barbecue. Welche Gerätschaften dieser Art wir in den größeren Städten auf den Balkonen gesehen haben, spricht dafür, daß sie es bei jedem Wetter machen. Aber die tollen Grünflächen, z.B. hier in Darwin, die vielen Parks, einfach überall stehen die Barbecues zur Verfügung und jeder der mag, kann hier sein Essen bereiten. Einige Aboriginal-Clans haben wir schon beim abendlichen zubereiten beobachtet. Sind die Parks unter der Woche eher menschenleer, am Wochenende geht es raus. Schön im Schatten mal was leckeres zu Essen machen. Natürlich gibt es dann auch ein kühles Blondes dazu, denn Barbecue macht ja Arbeit, und die muß belohnt werden.

Männer und Motoren

Kein Unterschied besteht zwischen Australiern und Deutschen (Europäern) in Punkto: Männer + Motoren:

Wir hatten ein super Zimmer (von allen Seiten Fenster mit Mückennetzen) im Adelaide River Inn, nach dem bisher einzigen Gewitter. Es hatte von 42 Grad auf 24 Grad abgekühlt und die Nacht war super, bis gegen 5:30 Uhr. Da ging das Geheul los. Der eine mit der Motorsäge den Frangipangibaum beschnitten, der 2. mit dem Laubbläser die ganzen schönen roten Blüten der Francisbäume weggepustet. Um 7 Uhr sind wir dann aufgestanden, da sie einfach nicht fertig wurden mit der Arbeit. Vorher gab es nur Vogelgeräusche, war das schön.

© Erich Backes, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Sept. 2015 bis März 2016: Borneo, Australien, Asien sehen, entdecken, staunen "In der Fremde erfährt man mehr als zu Hause" (aus Tansania)
Details:
Aufbruch: 16.09.2015
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: März 2016
Reiseziele: Malaysia
Australien
Thailand
Myanmar
Der Autor
 
Erich Backes berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.
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