ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
ich ueberlege hin und her, habe das gefuehl, das, was ich eigentlich hier sehen wollte noch nicht gesehen zu haben: das blackwaterrafting und die gluehwuermchen-hoehlen. Mit dem morgen kommt dann die entscheidung: BLACK WATER LABYRINTH. Dieses mal schluepfe ich dem touristischen massenprogramm gerecht werdend in einen neopreenanzug. boxershorts darueber, damit die fotos aufregender werden und vielfach erprobte, motivierende einstimmungsworte. eine nasse trockenuebung, wie wir nachher in der hoehle den wasserfall runter springen werden: den reifen auf hoehe des hintern halten und weit nach hinten springen. komisches gefuehl, funktioniert aber. mit einem grossen platsch und viel spritz landet man im wasser und treibt anschliessend in seinem tub weiter.
16.11.2007, 16.47h, nelson, neuseeland
in der hoehle: erst ein bisschen "spazieren gehen" (im vergleich zu der tour am vortag). spannend und wundervoll wird es als wir mit den tubs im wasser eine reihe bilden, die lampen ausgehen und wir durch die dunklen gaenge treiben. ueberall gluehwuermchen, die einem eine idee davon geben, wie riesig die hoehle um uns herum ist. geheimnisvoll! und es erinnert mich an die beleuchtung im space-shuttel. nur das die hier echt sind. natuerlich. larven einer art muecke, die soetwas wie spinnennetze weben und dann leuchten, um andere insekten in ihre faenge zu locken. millionen von ihnen, dicht zusammen gerueckt oder verteilt. sich zurueck lehnen und den hals verrenken, gluehwuermchen gucken, nicht satt davon werden und staendig vor lauter gucken versehentlich an irgendwelchen felsen anrempeln.
anschliessend: heisse beagels und tomatensuppe.