Neuseeland-Reisebericht :In knapp zwei Jahren durch Malaysia, Neuseeland und Australien

Nordinsel von 27.11.2015 bis 13.01.2016, 7050km: Nordinsel 1 ab 27.11.2015 650km

Ziel: Auf der Nordinsel von Auckland aus Richtung Norden.
Hier: 1 ½ Tage Auckland und dann über Warkworth, die Ostküste entlang Richtung Norden bis Whangarei.

Wetter: Wir finden die ca. 24° als angenehm, die Einheimischen stöhnen bereits über diese Hitze. Gelegentliche Regen / Gewitterschauer bringen zusätzliche Abkühlung.

Pünktlich um 08:30 verlassen wir Brisbane und knapp 3 Stunden später sehen wir die Küstenlinie von Neuseeland unter uns.

Wir überfliegen einen Teil der Nordinsel,

können weiter draussen auf kleinen Inseln deutliche Kraterspuren entdecken, Reste der hier herrschenden vulkanischen Tätigkeit.

Wir landen in Auckland,

fahren mit dem Flughafenbus in die Stadt (NZD 16 pP), gehen die restlichen Meter bis zu unserem Hotel und brechen dann zur ersten Stadtbesichtigung auf. Heute besichtigen wir vor allem das Hafengebiet, mit seinen ‚Happy Hour‘ Bars,

dem alten Ferry Building

und ein paar sehr schönen alten Häusern, wie dem ehemaligen Customs Building, heute ein Einkaufszentrum.

Die letzte, recht kurze Nacht steckt uns noch etwas in den Knochen, relativ früh kehren wir daher heute zum Hotel zurück.
Unser erster Tag in Auckland, wir gehen in einen Supermarkt fürs Frühstück einkaufen - und sind überrascht über das Preisniveau hier, Neuseeland ist definitiv kein ‚preiswertes‘ Reiseland. Unser nächster Weg führt uns dann zum Britomart Transport Center, eine gelungene Mischung aus Bahnhof und Einkaufszentren, hat das etwa als Vorlage für Stuttgart 21 gedient?, denn unter diesen Glaskuppeln befinden sich die Bahnsteige und

oben drüber Büro und Verwaltungsgebäude. Wir gehen die Queen Street entlang,

kommen zum alten Rathaus, von Theatern und Kinos umgeben,

später dann solche schon fast alt anmutenden Häuserzeilen.

Wir erleben unseren ersten Wolkenbruch hier, macht uns aber bei ca. 22° wesentlich weniger Spass als in Malaysia. Anscheinend müssen wir mit denen aber hier auch täglich rechnen, grrrrrrrr…..
Mit unseren frisch vom Zoll gereinigten (damit wir keine biologischen Fremdkörper hier einschleppen) Wanderschuhen besteigen wir Mt. Eden, den etwa 200m hohen Krater eines Vulkans,

der sich aber scheu mit recht dichten Wolken bedeckt –wir haben etwa irgendwelche Maori Geister beleidigt? Ein vernebelter Rundblick, ein Bild auf Downtown

und schon gehen wir wieder bergab und stossen im Auckland Domain auf diese Gruppe von teil abenteuerlich gekleideten SportlerInnen, die sich für einen Benefiz-Nacht-Halbmarathon versammeln.

Vorbei am Auckland Museum

geht es dann an Countdown, einem Supermarkt vorbei zurück zum Hotel. Dort auf der Dachterrasse, ein fantastischer Gasgrill, wir werfen zwei Steaks drauf, haben zum ersten mal seit Wochen ausreichend Fleisch zum Abendessen, Das Abenteuer Neuseeland kann beginnen.
Während in Auckland die Vorbereitungen für die heutige Santa Claus Parade auf vollen Touren laufen, werden wir mit dem Taxi abgeholt und zum Vermietstation unseres Leihwagens gebracht. Dort lernen wir Galileo kennen, unseren Begleiter für die nächsten 3 Monate. Es dauert doch noch einige Zeit, bis alles verladen, verstaut ist. Gegen Mittag endlich sind wir fahrbereit, unser erstes Ziel für heute ist Hobsonville, wo beim Fähranleger jeden Sa. und So. ein Farmer’s Market abgehalten wird. Selbstgebackenes Brot und Gemüse interessieren uns noch wenig, aber diese Muschelpfannkuchen,

die haben echt gut geschmeckt. In Riverhead kommen wir am ältesten, an einem Fluss gelegenen Lokal Neuseelands vorbei,

das bei Flut auch per Fähre von Auckland aus erreichbar sein soll. In Hellensville, idyllisch an einer Flussschleife gelegen,

kaufen wir schon mal was zum Abendessen ein, stocken wir unsere Vorräte auf, endlich wieder ‚echtes Campingleben‘ im Mini-WoMo. Wir besuchen noch den Long Bay Regional Park,

sehen dort auch etliche Badende im Wasser – uns kommt das noch viel zu kalt vor –, stellen mit Freuden Fest, dass die Parks hier,

ähnlich wie in Australien mit öffentlichen Grillplätzen bestückt sind,

wundern uns noch über dieses gänzlich anders aussehende Huhn?

und diesen Nadelbaum??,

bevor wir dann ganz in der Nähe unser erstes Nachtquartier beziehen.
Schau mer mal, wie es sich so in diesem neuen Auto schläft.
Ausgeschlafen, gut erholt fahren wir weiter Richtung Norden, erwandern im Shakespeare Regional Park die Lookout Loop, Kommen an diesen freistehenden Fenstern vorbei,

die uns zum einen Einblicke in die nähere Umgebung bieten

und zum anderen Ausblicke in die Ferne bis nach Auckland erlauben.

Wir verabschieden uns von solchen blühenden Bäumen

und kommen auf dem Weg Richtung Orewa an Felseninseln vorbei, die uns irgendwie an die Grand Ocean Road in Australien erinnern.

In Orewa am langen Sandstrand dann eigenwillige Wohnmobile,

Santa mit dem Surfbrett

und mittlerweile ein einziges etwa 10 stöckiges Gebäude. Vom einst befürchteten ‚Benidorm Effekt‘ keine Spur, dafür diese wunderschöne Alice Eaves Scenic Reserve,

eine kleine Insel naturbelassener Urwald mit bis zu 800 Jahre alten Kauri Bäumen.

Nach einem kurzen Abstecher in den Wenderholm Regional Park fahren wir weiter nach Puhoi, eine Ort mit ca. 500 Einwohnern, der vor etwa 150 Jahren von Böhmischen Auswanderern gegründet wurde

und sich seine Urtümlichkeit, seine Idylle bis heute bewahrt hat.

Ein guter Platz für uns um die Nacht hier zu verbringen.

Wir besuchen zuerst einmal den Mahurangi RP (=Regional Park) West, wandern dort die 100hm hoch zum Lookout Point,

kommen dabei an solchen schönen alten Bäumen vorbei, die irgendwie die Abholzaktionen der Gründerjahre überlebt haben

und lernen, dass dieser Pohutakawa Baum

der ‚Weihnachtsbaum‘ Neuseelands ist, ähnlich dem Weihnachtsstern bei uns darf er auf keiner Grusskarte fehlen. Im Warkworth Parry Kauri Park mit geschätzten 800 Jahre wieder einer der ältesten Kauri Bäume Neuseelands

und dazu ein schön angelegter Dschungel Treck,

auf den uns noch weitere 14 wichtige Baumarten nähergebracht wurden. Auf dem Weg zum Mahurangi RP Scott Point ein Papa Vogel,

der mit Mama Vogel und zwei kleinen gerade einen Nachmittagspaziergang macht. Im Scandreff RP dann lernen wir, dass der schon mal präsentierte Nadelbaum eine Norfolk Island Pine ist, die einst wegen ihres schnellen Wuchses eine der ‚Lieblingsbäume‘ der Siedler hier war. Dieser Riesenbaum

ist doch gerade mal 150 Jahre alt und dabei einer der grössten seiner Art in Neuseeland. Unser letztes Ziel für heute Matakana, ein fotogener Ort mitten im Weinanbaugebiet, erinnert doch sein Zentrum mit i-Site (= Tourist Info), Shops und Kino von aussen an einen türkischen Hamman

und wer würde hier, in diesem Kunstwerk versteckt, schon die öffentlichen Toiletten vermuten?

Wir fahren nach Leigh, wollen eigentlich mit einem Glasbodenkajak Goat Island umrunden, ein Marine Park, eines der fischreichsten Gewässer Neuseelands, aber bei solchem Seegang

wird sowohl vom Kajakfahren, als auch vom Schnorcheln direkt vor den Felsen und Felshöhlen der Insel aus Sicherheitsgründen abgeraten. Unverrichteter Dinge fahren wir weiter,

machen Mittagspause in Mangawhai Heads,

schauen bei Langs Beach den Surfern zu,

bewundern in Waipu Cove diese bunt-bemalte Toiletten/Umkleide Anlage mit angeschlossenen Grillplatz

und diese einsame, sich langsam aber sicher rosa verfärbende Badenixe.

Unser letztes Ziel für heute, die Waipu Caves

in denen hundert-tausende von solchen Glühwürmern

bei ausgeschalteter Taschenlampe ein Bild des Sternenhimmels vermitteln

und wo man dazuhin noch ein Herz für Camper hat, hier bleiben wir für die Nacht.
Wir kehren zurück ans Meer, an den Uretiti Beach

Kilometer um Kilometer weisser Sandstrand, angeblich wird hier in den abgelegenen Ecken sogar textilloses Baden toleriert, aber heute nur gähnende Leere. Wir besuchen die einzige Oil Raffinerie von NZ und bekommen dort im Besucherzentrum in einer sehr gut gemachten Multimedia Show erklärt, wie und welche Produkte aus einem Liter Rohöl dort hergestellt werden. Wir fahren am One Tree Point vorbei,

bedauern aufrichtig nicht genug Kleingeld zum Kauf eines der etwa 100 angebotenen, direkt am Kanal gelegenen Häuser mit eigenem Bootsliegeplatz dabei zu haben und erreichen Whangarei. Hier in der wärmsten Stadt Neuseelends (ca. 50.000 Ew.) wollen wir das Wochenende verbringen, bevor wir uns auf den Weg zur Nordspitze der Nordinsel machen. Wir besichtigen The Kauri Clock Factory, hier wird das Holz von uralten, (> 20.000 Jahre) aus Sümpfen geborgenen Kauri Bäumen

ver. - und bearbeitet. Das meiste davon zu solchen mehr oder weniger geschmackvollen Uhren (=Touristenware),

daneben werden aber auch noch für Sammler / Liebhaber herrliche Tische, Stühle, Möbel, Skulpturen hergestellt.
Wir fahren ins Stadtzentrum, statten dem Clock Museum einen kurzen Besuch ab,

wandern den Loop Walkway mit seinem Skulpturenpfad entlang,

überqueren die futuristisch anmutende Fishing Hook Bridge,

die sich in etwa 7 Minuten öffnen und schliessen lässt, schauen diesen Out-Rigger Kanu Fahrerinnen beim Üben zu,

überqueren noch die Canopy Bridge,

auf der jeden Samstag die lokalen Künstler ihre Waren anbieten und überlegen ernsthaft, morgen mit einem dieser Wasser-Velos eine kleine Hafenrundfahrt zu machen,

genug hochseefeste Jachten, vor allem Katamarane liegen zum Bewundern hier ja rum.
Wir fahren raus zu Kiwi North = Kiwi House, Museum und Heritage Park (E=NZD 15), sehen dort einen Tuatara, eine Echsenart, die schon vor 200 Millionen Jahren, zur Zeit der Dinosaurier, die Erde bevölkerte

und erleben ein Kiwi Pärchen, das Dank Beleuchtung und Klimaanlege meint, jetzt sei Nacht,

Zeit zum rumtollen, zur Futtersuche. Im angeschlossenen Whangarei North Museum eine bunte Mischung aus Siedler und WW1 Memorabilien, im Heritage Park einige schön renovierte Häuser aus der Gründerzeit, dazu diese Frauengefängnis

und die kleinste Kirche Neuseelands, für deren Bau angeblich ein einziger Kauri Baum ausreichte.

Wir fahren raus zu den Surfern am Ocean Beach Head,

machen eine kleine (2 stündige) Wanderung entlang der Klippen, schauen rüber auf die Raffinerie, die wir gestern besucht haben,

sehen ein paar Hasen und ein paar kleinen Inseln,

erreichen an der Smugglers Bay den Wendepunkt,

fahren zurück in die Stadt, Einkaufen. Abendessen,…
Am frühen Samstagmorgen besichtigen wir die 10 Totem Pfähle vor der Bibliothek

und besuchen dann den ‚Growers Market‘,

der lokale Wochenmarkt, der jeden Samstag von 6:00 bis 10:00 hier abgehalten wird. Quer durch die Fussgängerzone, vorbei an diesem herrlich blau blühende Baum,

geht es weiter zur Canopy Bridge, wo im Sommer zwischen 9:00 und 13:00 jeden Samstag ein Kunstgewerbemarkt abgehalten wird.

Wir fahren raus zum AH Reed Kauri Park, desinfizieren wieder einmal unsere Schuhe und besichtigen dann per Baumwipfelpfad ein paar etwa 500 Jahre alte Kauri Bäume auf ‚Augenhöhe‘.

Weiter geht es zuerst zum etwa 23m hohen Paranui Wasserfall

und dann zum etwa 26m hohen Whangarei Wasserfall,

der als der meistfotografierteste Neuseelands gilt. Oben am Picknick Gelände eine der zahlreichen Sommerparties hier, bei der diese zwei ihr bestes zu geben versuchen,…

Wir fahren noch zu den Abbey Caves, drei naturbelassene, wasserführende Karsthöhlen,

die gutes, wasserfestes Schuhwerk und starke Taschenlampen vorausgesetzt, wirklich sehenswert sind.

Unser letztes Ziel für heute, der Parihaka Mountain, ein toller Aussichtspunkt über eine Stadt,

die uns irgendwie fasziniert hat, in der wir uns wesentlich länger als geplant aufgehalten haben.

© Anja & Wolfgang, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nachdem wir die letzten 2 Jahre auf dem amerikanischen Kontinent verbracht haben, zieht es uns diesmal wieder gegen Osten. In den nächsten 22 Monaten wollen wir Malaysia, Neuseeland und Australien erkunden.
Details:
Aufbruch: 15.10.2015
Dauer: 21 Monate
Heimkehr: 22.07.2017
Reiseziele: Malaysia
Singapur
Neuseeland
Australien
Der Autor
 
Anja & Wolfgang berichtet seit 6 Jahren auf umdiewelt. Anja & über sich:
Weltreisende aus Leidenschaft
Aus dem Gästebuch (3/30):
M Clark 1501045664000
Welcome back to a cold and wet Munich.
Thomas 1500978607000
Hallo Ihr Zwei,­

Wil­lkom­men zurück in der Hei­mat­.

Ich hoffe man sieht sich mal­.

Gruß Tho­mas

P.S. Ich hoffe das Ein­le­ben fällt nicht allzu schwer
anonym 1500962740000
Herz­lich wil­lkom­men da­hoam­!
Ma­nue­la