Tonga-Reisebericht :Hello Sunshine...

Südsee: Tonga 16.10. - 25.10.08

Nachdem wir eine ganze Nacht am Flughafen von Samoa verbracht haben (um Geld zu sparen ) konnten wir endlich in Richtung Tonga duesen.

ein Teil von Tonga vom Flugzeug aus gesehen

ein Teil von Tonga vom Flugzeug aus gesehen

Da wir die Datumsgrenze ueberflogen haben, haben wir einen ganzen Tag verloren, d.h. der Mittwoch,15.10.2008 existiert in unserem eh schon so kurzen Leben nicht. Irgendwie witzig...wie auch immer, als wir auf der Hauptinsel Tongatapu ankamen haben wir uns direkt entschlossen den naechsten Inlandsflug nach Vava'u zu nehmen (eine der 3 Hauptinseln von Tonga). Denn nach Tonga sind wir mitunter aus einem ganz bestimmten Grund geflogen: um mit den Walen schwimmen zu koennen ! JAA, ihr hoert genau richtig : SCHWIMMEN mit WALEN dazu spater noch mehr... kurzerhand ging es dann also nach Vava'u. Beim stundenlangen Warten auf unseren Flug haben wir die Bekanntschaft mit einem schwulen Paerchen aus Koeln gemacht, die beide in Deutschland BWL studiert haben, aber seit 10 Jahren schon auf einer kleinen Insel in der Karibik leben und dort nun ein Hotel fuehren. Was man fuer unterschiedliche und interessante Leute auf so einer Reise kennenlernt...ist wirklich klasse!
Vava'u besteht aus einer grossen und vielen kleinen Inseln drumherum, sodass es nicht so einfach ist, die wirklich schoenen Straende schnell zu erreichen. In Neiafu (die Hauptstadt der Insel) gibt es eine Kirche, einen Supermarkt, einen Hafen, einige Unterkuenfte und viele Bars und Restaurants, aber leider keine Straende direkt in der Stadt. Also haben wir uns an unserem ersten Tag erstmal einen Roller gemietet mit dem wir die Insel erkundet haben. Wir muessen jedoch sagen, dass die Straende, die wir soweit auf der Insel gesehen haben, mit unserem Lalomanu-Strand auf Samoa nicht zu vergleichen waren. Die Straende von Vava'u waren zwar alle menschenleer und hatten wunderschoenes tuerkisfarbenes Wasser zu bieten, aber die Straende an sich waren zu schmal und sehr steinig, also nichts zum liegen und relaxen. UND... die Muecken waren einfach nur die reinste Plage!!! gggrrr... am Ano-Strand vom Roller gestiegen und direkt von zig Muecken durchstochen worden. Also direkt wieder auf den Roller drauf und fluechten Ansonsten hatten wir aber eine sehr abenteuerliche Rollerfahrt, denn auf einmal befanden wir uns mitten im tiefsten Dschungel und kamen mit unserem Gefaehrt auf 2 Rollen irgendwie nicht mehr weiter. Aber Elisa und Dana finden ja gluecklicherweise immer einen Weg... Während der Fahrt mussten wir immer allen Kindern am Straßenrand "High Five" geben und auf vorbeilaufende Schweine aufpassen.

mitten im Dschungel

mitten im Dschungel

Am nächsten Tag ging es auf große Abenteuertour, das Whale Watching stand an. Mit etwas flauem Magen stiegen wir auf unser Boot und wurden auch sogleich über alle möglichen Risiken aufgeklärt, was uns nicht gerade die Angst genommen hat (vom Hai gefressen werden, von der Walflosse erschlagen werden etc). Nach circa 2 Stunden auf einem wankenden Boot, hatten wir leider immer noch keinen Wal gesichtet, als am Horizont etwas auftauchte. Begleitet von einer Flotte von Delfinen, zog ein riesiger Wal seine Bahnen. Leider hatte er keine Lust auf Elisa-Dana-Watching und zog flugs weiter. Also mussten wir ein neues Objekt der Begierde suchen, was wir auch schon bald fanden. Auf einmal ging alles ganz schnell und schon befanden wir uns mitten im offenen Meer und sahen eine riesige Walmama unter uns ruhen. Hatte ungefähr die Ausmaße einer etwas kleineren gesunkenen Titanic...Plötzlich bewegte sich etwas unter ihr und wir sahen ihr "kleines" Walbaby um sie herum schwimmen. Noch ganz perplex von dem was wir da sehen, bemerken wir erst gar nicht wie sich das Baby an die Oberfläche bewegt, direkt auf uns zu...aaaahhhhh !!! Man kann dieses Gefühl kaum beschreiben, wie es ist, wenn solch ein respekteinflößendes Tier einen halben Meter an einem vorbeischwimmt und einem direkt in die Augen schaut... Wahnsinn !!! Insgesamt konnten wir 3 mal mit den Walen schwimmen; einmal beobachten wie das Walbaby vor uns aus dem Wasser gesprungen ist, einmal wie ein anderes von seiner Mama gesäugt wurde und das letzte Mal kam doch tatsächlich das Baby zusammen mit der Mama Richtung Oberfläche an uns vorbeigeschwommen... was für ein Schlachtschiff !

ein "kleiner" Buckelwal

ein "kleiner" Buckelwal

man beachte den Wal im Bild

man beachte den Wal im Bild

Total geflasht von diesem wirklich einmaligen Erlebnis sind wir mit dem Boot weitergefahren zu einer Unterwasserhöhle, in die wir hineintauchen konnten.

Den Rest des Tages haben wir in unserem Hostel draußen auf'm Balkon verbracht.
Die folgenden Tage haben wir auf Ofu Island verbracht, eine klitzekleine Insel von Vava'u. Dort waren wir die einzigen Touristen (mit noch 2 Skilehrern aus Österreich), d.h. wir hatten den ganzen kleinen Strand für uns allein. Wir haben hier bei einer Familie im Haus gewohnt und konnten so auch mal in das Alltagsleben und die Essgewohnheiten der Tonganer reinschnuppern. Wir konnten Schnorchelutensilien und Kayaks frei benutzen. Dieser Platz war wirklich perfekt um total in Ruhe zu entspannen. Wir waren aber ehrlich gesagt am Tag unserer Abreise von der Insel doch ganz froh, denn die Mückenplage war hier einfach nur unerträglich.

diese Matten binden sich alle Tonganer um die Hüften...unserer Meinung nach unkomfortabel und sinnlos

diese Matten binden sich alle Tonganer um die Hüften...unserer Meinung nach unkomfortabel und sinnlos

Sonnenuntergang beim Kayak fahren

Sonnenuntergang beim Kayak fahren

unser Strand auf Ofu Island

unser Strand auf Ofu Island

Elisa mit 2 Seesternen

Elisa mit 2 Seesternen

das Häuschen unserer Gastfamilie

das Häuschen unserer Gastfamilie

Unsere letzten Tage wollten wir noch auf der Hauptinsel Tongatapu verbringen. An unserem letzten Tag sind wir mit dem lokalen Bus zu den "blowholes" gefahren. Auf dem Weg haben wir 2 ganz süße tonganische Mädels (16 Jahre) kennengelernt, die uns zu den blowholes begleitet haben, uns viele Fragen gestellt haben und uns ebenfalls einiges über das tonganische Leben und ihre Kultur berichtet haben.

blowholes

blowholes

Als wir morgens zum Flughafen gefahren sind, wurde uns zu unserer Freude mitgeteilt, dass unser Flug 16 Stunden Verspätung hat... wir waren erst total angenervt, weil wir kein tonganisches Geld mehr hatten, doch zum Glück wurden wir dann völlig kostenfrei in das teuerste und neueste Luxushotel von Tonga verfrachtet, mit eigenem Zimmer, eigenem Bad (mit Badewanne...herrlich), Fernseher mit E-TV, freiem Internet und das beste von allem... freiem Essen und Trinken den ganzen Tag ! Danke Air New Zealand ! Am Abend wurden wir wieder zum Flughafen gebracht, wo wir schon den Ausreisestempel bekamen und schon am Gate saßen, als uns mitgeteilt wurde dass unser Flug nun komplett gestrichen ist... also wieder zurück ins Hotel, wo wir von dem Personal wieder herzlich begrüßt wurden 2 Nächte konnten wir insgesamt dort schlafen und es uns in der wahrscheinlich luxuriösesten Unterkunft unserer Reise gut gehen lassen.

unser Luxushotel

unser Luxushotel

© Elisa Dana, 2008
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Nach 13 Jahren endlos Schule geht es für uns nun los mit unserer Reise um die Welt. Für 9 Monate verlassen wir das heimische Sauerland, um den Rest der Welt zu erkunden und ihr seid herzlich eingeladen unsere seelischen Hoch- und Tiefflüge mitzuerleben...
Details:
Aufbruch: 30.08.2008
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: Juni 2009
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Mexiko
Argentinien
Samoa
Tonga
Neuseeland
Australien
Der Autor
 
Elisa Dana berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
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