Costa Rica-Reisebericht :Mit dem Rucksack einmal um die Welt,..Kevin & Michelle

Costa Rica- Pura Vida

Mit der kolumbianischen Fluggesellschaft ''Avianca'' fliegen wir von Sao Paulo mit einem Zwischenhalt in Bogota (Kolumbien) nach Costa Rica.
Schon vor der Passkontrolle werden wir musikalisch begrüsst. Pura Vida
Im Internet haben wir mehrere Berichte von anderen Reisenden gelesen, dass manchmal das Gepäck von Sao Paulo nicht auf dem Gepäckband am Zielflughafen ankommt. Doch bei der Ankuft hat alles geklappt.
Geldwechseln am Flughafen benötigt seine Zeit. Der Beamte fragt mich nach dem Reisepass, dieser wird durch ein Lesegerät durchgezogen. Unterdessen händigt er uns zwei Formulare aus, welche ausgefüllt werden müssen. Fragen wie: wo halten Sie sich in Costa Rica auf oder wie lange bleiben Sie in unserem Land, sind einige von diesem Formular.
Die restlichen brasilianischen Realscheine, ein Betrag von höchstens 20 Franken, wird durch ihn eigenhändig begutachtet und danach unter einem Prüfgerät auf das Original kontrolliert. Nach einer halben Ewigkeit überreicht er mir die neue Landeswährung.
Neben der Wecheselstube sehen wir das Logo von Europcar, allerdings sagen uns die Taxifahrer beim Ausgang, dass sich die Station nicht hier befindet. Aber wir können euch für einen kleinen Betrag dorthin fahren. Dankend lehnen wir das Angbot ab, doch so einfach lassen sie sich nicht abwimmeln.
Dummerweise stimmt die Aussage, denn die Vermietstation befindet sich wirklich 1km vom Flughafen entfernt. Zwanzig Minuten verstreichen bis uns freundlicherweise jemand vom Taxiinformationsstand den gratis Shuttlebus von Europcar herbestellt. Die Hartnäckigkeit und das Warten hat sich gelohnt.
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Mit dem Tica Bus wollen wir vor Weihnachten die Grenze zu Nicaragua überqueren. Da in der Weihnachtszeit die Sitzplätze in den Bussen regelrecht ausgebucht sind, möchten wir diese so früh wie möglich erwerben.
Weder in Alajuela noch am Flughafen gibt es eine Argentur um Bustickets von Tica Bus zu kaufen. So bleibt uns keine andere Möglickeit als mit dem Mietauto ins Zentrum von San Jose zu fahren. Seit kurzem in Costa Rica, kaum das Auto in unseren Händen, geht es ab in die Stadt Noch während der Fahrt auf dem Panamerica Highway wird mir als Fahrer bewusst, dass die Strassenregeln von den anderen Strassenteilnehmer generell nicht beachtet werden. So fahren wir komischerweise auf der dritten Spur, wo eigenlich nur zwei eingezeichnet sind. Lieber Hupen als Bremsen, ein Motto das gerne angewendet wird.
Die Ampel schaltet zwar Grün für unsere Spur, heisst aber noch lange nicht, dass andere nicht auch fahren.
''Sie haben das Ziel erreicht'', sagt uns im Auto die Stimme des Handy!
Doch wo ist nun bitte das Gebäude mit dem Ticketschalter liebes Navi?
Michelle wartet am Strassenrand und passt währenddessen auf das Auto auf. Ich nehme das Geld und die Pässe in der Bauchtasche mit und begebe mich in das nächstgelegene Gebäude um jemand zu fragen. Auf Spanisch wird mir sehr ausführlich die Wegbeschreibung erklärt, doch wenn man die Sprache nicht versteht, helfen einem nur die Handzeichen der Person. In die gezeigte Richtung verschwunden, muss ich mich noch zwei Mal bei verschiedenen Personen durchfragen, bis mir die grosse Überschrift von Tica Bus auf der anderen Seite des Marktplatzes auffällt.
Die Rückfahrt mit all den Einbahnstrassen und des Verkehrchaos bereitet uns etwas mehr mühe, bis wir schlussendlich wieder wohlbehütet auf den Highway zurück finden und in Richtung Alajuela zurückfahren können.

Unterwegs zu La Fortuna im Norden von Costa Rica

Unterwegs zu La Fortuna im Norden von Costa Rica

La Fortuna

La Fortuna de San Carlos ist umgeben von einer ganzen Reihe von geologischen Wundern. Der nahegelegene Vulkan Arenal ist eine wahre Attraktion. Aber auch der Wasserfall Catarata de la Fortuna, der über einen Felsvorsprung siebzig Meter in die Tiefe fällt, lädt zum Staunen ein.
Die Fahrt nach La Fortuna verläuft über hüglige Landschaften mal hoch in den Nebel danach wieder runter durch Dörfer und manchmal dem Regenwald entlang. Costa Rica ist ein Land der Kurven, eine wahre Meisterleistung, wenn man all die Kurven zählen würde.
Die Höchstgeschwindigkeit ausserhalb beträgt oftmals nur 60km/h und innerorts, vorallem bei Schulen nur 25-40km/h. Die Buse für Geschwindigkeitsübertretungen sind in diesem Land sehr hoch, darum probieren wir trotz langer Autokolonne hinter uns, uns brav an die Tempolimit zu halten. Die dachten sicher dumme Touristen!
Später erfahren wir, dass die Strassenpolizei fast keine Kontrollen in ländlichen Gegenden durchführt. Dies ist der Grund warum die Einheimischen gerne etwas schneller als erlaubt unterwegs sind. ''Wir natürlich, danach auch''!
Kaum im Städtchen angekommen, hört es für den gesammten Aufenthalt nicht mehr auf zu regnen. Der Vulkan lässt sich bei diesem Wetter daher nur schwer ausmachen. Das Cabinas las Palmas, ein familiengeführtes Hotel, befindet sich an einer guten Lage. Etwas abseits der Hauptstrasse und doch sehr zentral.
Ein älterer Herr aus Kanada, welcher seine Zeit meistens sitzend auf dem Zimmerbalkon verbringt und Vögel beobachtet, winkt uns beim vorbeilaufen zu, wir sollen doch mal durch sein Fernrohr schauen. Was wir zu sehen bekommen ist einfach nur toll!! Endlich sehen wir ein freilebenden Tucan.

Frische Ananas beim Nachbarn

Frische Ananas beim Nachbarn

Wer in Costa Rica Souveniers kaufen möchte ist in La Fortuna am richtigen Ort.
Nirgendswo im Land gibt es eine grössere Auswahl! Freundliche Leute bieten einem schöne farbige mit Tucan bestickte Tücher, Holzvasen, Magnete für den Kühlschrank und vieles weiteres an. An den Touristenorten werden die Ausflüge meistens in Dollar angeschrieben. Colones ist eigentlich die Landeswährung, doch meistens wird die Währung nur in den Supermärkten benutzt. Die Restaurants hier haben stolze Preise, desshalb gehen wir jeden Abend in eine Soda essen. In diesem einheimischen Restaurant werden wir immer sehr herzlich von der Chefin begrüsst und es wird uns als Vorspeise gratis Knoblauchbrot im Körbchen serviert.
Cascado, ein Gericht mit Reis, Bohnen, Salat und einem Stück Fleisch ist eine typische Mahlzeit von Costa Rica. Dazu bestellen wir entweder Bananenshakes oder frisch gepressten Fruchtsaft.

Des öfterns essen wir in den sogenannten ''Soda's''. 
Einheimisches und preiswertes Restaurant.

Des öfterns essen wir in den sogenannten ''Soda's''.
Einheimisches und preiswertes Restaurant.

Autofahrt um den Arenalsee

Trotz den anhaltenden Regenfällen beschliessen wir am zweiten Tag mit dem Auto dem Arenalsee entlang zu fahren. Die Strasse führt uns im ersten Abschnitt auf gut geteerter Strasse durch den Jungle weiter vorbei an saftgrünen Weiden mit grasenden Kühen.
Der See bekommen wir auf der Fahrt eher selten zu Gesicht. Die Seeseite ist sehr dicht bewachsen. Unterwegs überholen wir mit unserem Auto zwei junge Fahrradfahrer vollgepackt mit Gepäck, Ersatzschlauch und einem Wassertank hintendrauf. Ihre Gesichter sehen sehr müde aus. Tauschen mit ihnen möchten wir definitv nicht.

Toyota Sedan

Toyota Sedan

Der Vulkan Arenal möchte sich uns nicht zeigen.

Der Vulkan Arenal möchte sich uns nicht zeigen.

Fahrt um den Arenal See

Fahrt um den Arenal See

Eingang vom Baldi Hot Springs

Eingang vom Baldi Hot Springs

Thermalbad Baldi Hot Springs

Aufgrund des nahegelegenen Vulkanes, gibt es um La Fortuna einige heisse Quellen. Tabacon, Ecothermales, Baldi oder The Springs Resort sind die bekanntesten. Etwas ausserhalb von La Fortuna gibt es auch eine öffentliche heisse Quelle, welche gerne von Einheimischen genutzt wird.
Wir entscheiden uns für das grösste Thermalbad Badi Hot Springs.
Passend zum regnerischen Wetter hüpfen wir den ganzen Nachmittag in den verschiedenen warmen Becken herum, mal 20 Grad, mal 40 Grad und dann weiter bis zu 50 Grad. Wir kühlen uns an der Poolbar innerlich mit Bier oder Pina Colada ab. Auch Rutschbahnen fehlen in dieser Anlage nicht.
Rasant rutscht Kevin mit hoher Geschwindigkeit in einen Trichter, welcher ihn nach drei Runden, unten in ein kaltes Becken ausspuckt. Michelle steht am Beckenrand und schaut ihm amüsant zu wie er schlotternd aus dem Wasser steigt. Baden macht bekanntlich hungrig. Im Eintrittpreis inbegriffen, geniessen wir im Anschluss ein leckeres Nachtessen am grossen Hotelbuffet.

Fahrt zu Manuel Antonio

Um von San Ramon zu Manuel Antonio im Süden des Landes zu gelangen, schlägt das Navi von Google Maps zwei Routen vor. Auf das Handy starrend, entscheiden wir uns für die zeitliche etwas schnellere Route. Wir durchqueren San Ramon, eine grössere Stadt mit viel Verkehr und biegen in eine weniger befahrene Strasse ein. Durch kleine Dörfchen führt uns die Strasse steil den Berg hoch, bis zur Nebelgrenze und danach wieder runter. Der Ausblick über die Schluchten und den Regenwald bis hin zum Pazifischen Ozean in der Ferne, ist so beeindruckend. Das Navi sagt uns nach gut einer Stunde Fahrt, dass wir in 300Meter links abbiegen müssen. Bei der Kreuzung angekommen, vergeht uns das Lachen. Links führt einen steilen nichtgeteerten Weg herunter, mit einem 4x4 Fahrzeug sicher kein Problem, doch mit unserem Toyota Sedan sehrwohl. Die Entscheidung in diesem Moment ist sehr schnell entschieden. Wir fahren weiter und wollen die nächste Strasse nehmen. Kurze Zeit später biegen wir mit unserem Auto in einen Kiesweg ein, welcher uns auf den nächstgelegenen Highway im Tal bringen sollte.
Die geschätzte Gesammtstrecke ist nicht mehr als fünf Kilometer. Ein robuster Pickup kommt uns langsam entgegen. Mit einem Handzeichen stoppen wir den Fahrer und probieren ihm zu erkären, ob wir mit dem Toyota bis ins Tal runter kommen. '' No Problem'' sagt er und nickt mit seinem Kopf.
Für einige Minuten sind unsere Zweifel verflogen. Im Schneckentempo geht die Reise auf noch akzeptablem Untergrund abfallend ins Tal herunter. Der einsame Weg wird immer steiler und sandiger. Wir befinden uns weit weg von dem nächsten Dorf. Handyempfang gibt es hier zwischen den Bergen nicht mehr. Michelle und ich rutschen langsam nervös auf dem Sitz herum, wir wissen beide, dass wir ohne Heckantrieb hier nicht mehr hochkommen werden.
Das Auto steht am Rand. Michelle bleibt auf dem Beifahrersitzt sitzen, einige Meter laufend, studiere ich, ob wir den nächsten Abschnitt mit den grossen Steinen und den tiefen Wasserrinnen passieren können .
Schaffen wir dass? Rufe ich ihr zu. Fahren wir weiter, würde wegen den Steinen sicher der Auspuff oder die Ölwanne kaputt gehen und das Risiko wollen wir definitv nicht eingehen. Doch die Umkehr wird auch nicht einfach sein. Wir entschieden uns einstimmig für die Rückfahrt. Bei der ersten Ansteigung drehen die Vorderräder mehrmals durch bis der Untergrund fest genug war, um uns weiter den Berg hoch zubringen. Abwechselnd im 1&2 Gang probiere ich das Auto im Zickzack Meter für Meter zu quälen.
Als wir uns mit dem Toyota wieder auf der Teerstrasse befinden sind beide verschwitzt und überglücklich.
Zurück in San Ramon wählen wir die andere Strecke, wo wir nach knapp 6Stunden müde im Backpackers von Manuel Antonio ankommen.

Manuel Antonio Backpackers

Manuel Antonio Backpackers

Hostelpool etwas weiter unten

Hostelpool etwas weiter unten

Strand

Die Unterkünfte im Bezirk Manuel Antonio sind überall entlang der Strasse verteilt. Gegenüber vom Manuel Backpackers gibt es zwei Supermärkte, zwei Restaurants und eine Imbissbude. Auch die Haltestelle liegt gerade daneben. Möchte man zum Strand gehen, kann man bequem den öffentlichen Bus von Quepos her nehmen. Kostenpunkt ca. 0.75 Rappen pro Weg. Wer lieber mit dem Auto runterfährt, kann bei dem Parkplatz vom Nationalpark parkieren. Auch gibt es zwei private und bewachte Parkplätzte direkt am Strand, wo man für 6 Dollar pro Tag parkieren kann.
Am Stand halten sich viele Verkäufer auf, doch gibt es auch Restaurant Bedienstete, welche einem Cocktails und kühles Bier von nebenan offerieren.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
A-B-C,..fast jeder kennt diese Reihenfolge. Darum starten wir unsere 7 monatige Weltreise nach diesem einfachen Prinzip. Afrika, Brasilien, Costa Rica und viele weitere Destinationen stehen auf unserer Reiseliste.
Details:
Aufbruch: 23.10.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 06.05.2015
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Brasilien
Costa Rica
Nicaragua
Guatemala
Mexiko
Vereinigte Staaten
Fidschi
Neuseeland
Australien
Indonesien
Malaysia
Deutschland
Der Autor
 
Kevin & Michelle Tan & Kuriger berichtet seit 36 Monaten auf umdiewelt.
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Kevin & Michelle über sich:
Über uns:
Schon in jungen Jahren wollte ich (Kevin) die grosse weite Welt entdecken. Im November 2013 gingen wir gemeinsam für zwei Wochen mit dem Rucksack nach Thailand und so wurde Michelle vom Reisefieber angesteckt.
Wir freuen uns das Abenteuer zu beginnen