El Salvador-Reisebericht :9 Wochen durch Mittelamerika!

El Salvador & zurück nach Guatemala

Hola Amigos!
Das ist ein durcheinander: Spanisch, Englisch, Deutsch. mein Kopf weiss gar nicht, in welcher Sprache er denken soll. Aber ich versuch ihn mal wieder auf Deutsch einzustellen.
Es ist grad mal eine gute Woche her, dass ich zuletzt geschrieben habe - aber hier passiert so viel.. ich versuche mal zu ordnen:
Gleich am naechsten Tag in Antigua denke ich mir nach der Sprachschule, ich spazier auf den Stadtberg um ein bisschen zu lesen und den Sonnenuntergang zu geniessen.
3 Uhr nachmittags, im Zentrum der touristischten Stadt Guatemalas, umgeben von lauter Leuten oeffnet das Auto neben mir das Fenster, haelt ne Pistole auf mich und ruft "IPHONE!". Ich denk mir, ich kann mich wehren und versuche ihm die Knarre aus der Hand zu reissen, er beginnt zu..
Schwachsinn: habs ihm gegeben und nach 3 Sekunden war er auch schon wieder verschwunden. Da die Leute um mich rum auch nicht realisiert haben, was da eigentlich gerade passiert, hat auch niemand das Kennzeichen erkannt. Relativ umsonst spaziere ich zur Polizei, warte eine halbe Stunde und unterschreibe 7(!) Zettel, wofuer auch immer.
Ich erinnere mich daran, als ich wem im Flugzeug erzaehlt habe, wie cool das waer, ausgeraubt zu werden und dass ich die Erfahrung schon immer mal machen wollte! Grinsend spazier ich mit dem Gedanken "man bekommt was man sich wuenscht" weiter und lass mich erst mal fuer die paar Euro die ich noch dabei habe eine Stunde HotStone-massieren (ziemlich cool!).
Mich hat das mit dem verlorenen Handy erst dann gestoert, als ich ein paar Tage spaeter richtig Lust auf meine Musik hatte - und ein paar Fotos machen wollte. was solls!
3 Tage und Naechte bleiben mir noch in Antigua. Also erst einmal richtig die Zeit hier feiern, auf der Theke zu einfach allem tanzen und meine Freunde hier richtig gern gewinnen. Viel Schlaf gabs die letzten Tage nicht mehr, um so schwieriger (aber auch lustiger) wurde der 1zu1-Spanischunterricht. Irgendwann gabs auch noch so eine Schulfeier, die fest gefeiert wurde und ich durfte mit ein paar anderen blind eine Piniata zerschlagen und fest deren Suessigkeiten essen.

Ab gehts nach El Tunco, der angeblich beste Strand zum Surfen in ganz Mittel/Suedamerika. Total uebermudet bin ich von der 6h-langen Busfahrt angestrengt und lege mich einfach nur noch ein bisschen an den Strand, beobachte Surfer und ein Feuerwerk, bestaune die Wellen (bistudeppat, die muessen bis zu 7Meter hoch sein) und schlafe ein.
Am naechsten Tag dann frueh aufstehen, direkt ein Surfbrett ausborgen, eine Privatstunde nehmen und begeistert sein, wie gut das mit etwas Hilfe vom Lehrer (er haelt das Surfbrett und wenn die Welle kommt stosst er es weg, dann heissts fuer mich nur schnell aufspringen und balance behalten) hinhaut. Nach ca 15 Minuten schaffe ich es, bei den meisten kleineren Wellen aufzuspringen.

Voller Selbstvertrauen versuche ich es alleine und verstehe, wieso mir alle gesagt haben, es sei der am Schwierigsten zu erlernende Sport.. Ueberschaetze mich und werde von einer grossen Welle Kopf vorraus unter Wasser an den Sand geworfen und spuere, dass meine Stirn und Nase bluten und gar nicht mehr toll aussehen. Werde von allen moeglichen Leuten (bis heute noch) angesprochen, was passiert ist - aber es verheilt!
Mache eine Stunde Pause und denke mir, "es geht schon!" und versuche mit aller Kraft noch ca. 3 Stunden zu surfen. Und yesss!! Ein mal hab ichs geschafft: Waehrend eine riesen Welle kam mit voller Kraft und im richtigen Moment losgebadelt, im richtigen Moment aufgesprungen und die Balance (alleine!) behalten: bin auf einer ca. 5Meter hohen Welle irrsinnig schnell unterwegs und weiss gar nicht was mit mir passiert, nach 5-10 Sekunden wars auch schon wieder vorbei.
Nach weiteren versuche tu ich mir nur weiter weh und entscheide mich, lieber bisherige Erfolge zu feiern und verbringe den naechsten Tag eher gemuetlich am Strand und im Hostel-Swimmingpool. - auch weil die Wunden verdammt fies brennen, wenn ich ins Salzwasser gehe.
Sehe einen der schoesten Sonnenuntergaenge ueberhaupt in einem riesigen Strand fast allein fuer mich. Vermisse eine gute Kamera, moechte mir aber auch nichts teures kaufen weils wohl gestohlen wird.
Freunde aus Antigua kommen im Hostel an und es wird gut gegessen, ich lerne das geilste Eis ueberhaupt kennen, und schlafe bei einem guten Film ein.
Am naechsten Tag denk ich mir, ich bade meine Wunden weiter in Salz - und das ziemlich erfolgreich. Irgendwann hats ein bisschen weniger gebrannt, ich surfe den ganzen Tag und bekomme es mehroderweniger hin ein paar richtig gute Wellen zumindest fuer ein paar Sekunden von oben zu erleben.
Weil ich zu dem "Profibereich" (die Wellen dort sind einfach zu genial!) uebergegangen bin, werde ich von wem als "puta" beschimpft und geniesse es, die riesigen Wellen zu spueren, auch wenn ich sowieso nicht wirklich aufstehen kann.
Noch 5 mal das geniale Eis essen und ab auf eine 20-Stuendige Busfahrt nach Flores, eine (mit Bruecke vom Festland getrennter) Insel in der Naehe von Tikal, den beeindruckendsten Maya-Ruinen in Zentralamerika, mitten im Urwald.
Ganz frueh morgens in Flores angekommen gehts gleich ab nach Tikal und verbringe den Tag bei den Ruinen. Das war ein geniales Gefuehl, den Tag ueber mitten im Urwald zu spazieren und immer wieder auf bis zu 80 Meter hohe Ruinen zu stossen, die man zum groessten Teil auch besteigen darf. Bin nur leider sehr muede und erschoepft und bekomme Kopfweh.
Am Nachmittag zurueck auf die Insel Flores, ab in ein richtig nettes Hostel und dort den Abend geniessen.
Und genau da bin ich jetzt, habe ein paar Leute kennengelernt und die Happy Hours haben gerade begonnen, das bedeutet: Cocktails fuer umgerechnet 90 Cent!
Fotos gibts ein paar - die werd ich auch versuchen, noch hochzuladen. Ciao!

© Jonathan St, 2013
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Tauchen, Surfen, Reiten, im Nebelwald verirren, über den Wolken wandern, Vulkane besteigen und runtersurfen, in Höhlen herumklettern, mit Affen am Strand entspannen und natürlich Feiern - auf eigene Faust und ohne Plan durch Mittelamerika, ein Spaß!
Details:
Aufbruch: 06.02.2013
Dauer: 9 Wochen
Heimkehr: 10.04.2013
Reiseziele: Guatemala
El Salvador
Honduras
Nicaragua
Costa Rica
Der Autor
 
Jonathan St berichtet seit 4 Jahren auf umdiewelt.