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'Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon!'
Jean Paul (1763 - 1825)
Na dann, auf gehts! Wir beginnen eine Reise in Cancun, deren Ende noch offen ist...
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Guatemala erreichen wir um die Mittagszeit. Respektive die Grenze. Es herrscht etwas Chaos und es ist brutal heiss! Der Chauffeur der uns von San Christobal hierher gebracht hat verlangt dann noch seine 25 Peso pro Person fuer den Stempel im Pass. Obwohl dick und fett in unserem Reisefuehrer steht, dass die Einreise nach Guatemala sowie die Ausreise nichts kostet. Das laesst Tamara aber nicht auf sich sitzen und geht der Sache grad persoenlich im Passbuero nach...
Etwa 15 Minuten spaeter kommt ein sichtlich genervter Chauffeur wieder aus dem Passbuero und drueckt allen Passagieren ihren persoenlichen Pass plus 25 Peso wieder in die Hand! Na geht doch! 
An der Grenze zu Guatemala
Die Weiterfahrt ist wiederum sehr heiss. Wir fahren in einem kleinen Minibus der knallvoll ist, was die Hitze schier unertraeglich macht. Unser Ruecken sind klitschnass und auch der Allerwerteste schwitzt wie in der Sauna. Dementsprechend bequem sitzen wir.
Ploetzlich stoppt die ganze Kolonne. Vor uns sehen wir eine riesige Baustelle. Der Bagger (oben in der Mitte des Bildes) schiebt etwa 20 Minuten lang, teilweise riesige Felsmassen in die Tiefe.
Wenn die Felsbrocken hinuterstuerzen, gibts maechtig viel Staub.
Als wir dann nach gut 30 Minuten endlich weiterfahren koennen, sehen wir, dass gar nichts abgesperrt ist. So etwas wie ein Fangnetz fuer Steine die vielleicht nachtraeglich noch ins Rollen kommen koennten oder so....
Papperlapapp - Das waer nur was fuer Angsthasen!
Die Kolonne rollt bereits wieder als noch Staub von der letzten Steinlawine in der Luft liegt.
Auf der Fahrt gibt es einiges zu sehen. Die Landschaft ist enorm huegelig und sehr gruen, was etwas erstaunt. Wir fahren lange durch ein riesiges Tal in der es unzaehlige Geschwindigkeitshindernisse gibt (siehe Bild unten). Das freut den Hintern ganz besonders der schon fast wundgescheuert ist. 
"Chickenbus" bei einem "Hubel" damit alle schoen langsam fahren.
Endlich ist der Lago die Atitlan in Sicht. Das Panorama ist herrlich! 3 Vulkane im Hintergrund und tief im Tal unten liegt der See. Nach 20 Minuten steiler Fahrt hinunter zum See, stoppen wir an unserem Endziel Panajachel.
Die Stasse ist voll von Haendlern mit Souveniers. Die wollen uns gleich alles moegliche verkaufen. Wir moechten aber lieber erst mal ein Hotel mit warmer Dusche.
Nach einigem Suchen finden wir ein geeignetes. Und nun ab unter die Dusche! Herrlich!
Leider gibt es in Panajachel nicht viel zu sehen. Es ist lediglich der Ausganspunkt fuer verschiedene Bootsfahrten an die umliegenden Doerfer am See. Da schauen wir halt den Schulkindern beim Fussball spielen zu.
Hier wird bereits auf genaue Ordnung geschaut: Trikot fuer jedes Team (gabs halt nur in Groesse L).
Ah ja, Maennersache hier. Die Maedles stehen lieber im Weg am Rand des Spielfeldes.
voller Einsatz auch wenn der Ball bei den Zuschauern ist.
Ein absolutes "Muss" wenn man in der Gegend ist, ist der Markt in Chichi. (Chichicastenago)
Dorthin gehen wir schon am naechsten Tag mit einem Chickenbus (ehemaliger kanadischer Schulbus; siehe Foto). Die Bankreihen sind dementsprechend eng fuer Langbeiner. Das allein ginge ja noch, aber die Baenke werden meist von 3 Personen belegt, da so viele mitfahren wollen. Wir beiden sind natuerlich etwas irritiert als sich je ein Guatemaler neben uns schiebt, da bei uns in der SBB fuer gewoehnlich nur unser Rucksack neben uns sitzt. 
Vollbesetzt kriecht der Bus also die Steile Strasse von Panajachel hoch. Der Motor schnaubt und heult. Beim Gangwechsel kraechts die Kupplung. Wir schaffen es aber ohne einmal stehen zu bleiben hoch bis Los Encuentros. Der Bus haelt kurz und faehrt auch schon weiter. Auf einmal bremmst der Bus stark und der Ticketverkauefer ruft uns zu: "Schnell, ihr muesst raus und den Bus wechseln". Kleines Schlitzohr, hat er uns doch erzahlt sie wuerden bis Chichi fahren und uns den vollen Preis abgeluchst! Nicht nur die Mexikaner sind Piraten!
Beim Collectivofahren lassen wir uns dann nicht mehr uebers Ohr hauen
Nach einer kurvigen Fahrt hinunter ins naechste Tal, treffen wir in Chichi ein.
Hunderete von Haendlern halten hier ihre Ware feil.
Blick von der Kirchentreppe auf einen kleinen Teil des Markts.
Und hier die andere Seite.
In Chichi gibts noch einen richtigen Markt. Feilschen um den Preis ist angesagt. Wir muessen uns erst daran gewoehnen! Hier muss man den Preis um mindestens die Haelfte unterbieten. Vor allem wer blond und blauaeugig ist.
Nach kurzem Eingewoehnen macht es uns Spass zu handeln, so sehr dass Joel noch eine Tasche kaufen muss, welche er gar nicht mal so richtig wollte
Dafuer wars ein Spottpreis.
Nach 4h haben wir genug! Hoch zur Kreuzung, an welcher die Collectivos warten.
Was fuer ein Glueck, da steht gerade eins. "schnell, schnell", ruft der Fahrer.
Wir muessen uns hineinquetschen und die Tuere knallt bereits zu. Hinsetzen? Unmoeglich! Die Sitze sind bereits voll. Jeweils eine Fuedlibacke passt noch auf den Sitz. Die Andere ist an die Wand gedrueckt. Ich rufe zu Tamara: "zaehl mal wieviele hier drin sind?" da es zu eng ist damit ich mich umdrehen koennte um selbst nachzuzaehlen.
Wir sind insgesamt 24 Personen in dem kleinen VW-Buessli das normalerweise fuer 9 Personen ausgelegt ist. Zwei blonde, blauaeugige Ausserirdische und 22 Campesinomaenner und -frauen. Ein wahres Erlebnis!
Zurueck in Panajachel goennen wir uns einen feinen Happen.
Mmh, sieht der nicht lecker aus?
Das war er auch, bis morgens um 03.00 Uhr... und dann wollte er auch unbedingt nicht mehr bei mir bleiben. (Joel)
Ja, dann gings los mit dem Theater.... bis in die fruehen Morgenstunden. Voll beschissen so zu sagen 
Der naechste Tag ist fuer mich etwas anstrengend. Nicht geschlafen und keine Energie da leer. Wir machen uns trotzdem auf Richtung Hafen in Panachajel...
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