Guatemala-Reisebericht :From North to South - einmal durch die amerikanischen Kontinente

Rio Dulce, Livingston und einmal durch Belize

Heute stand mal wieder ein langer Reisetag an. Von Xela wollte ich bis nach Rio Dulce. Also früh los. Ich war etwas müde, da ich bis um elf gestern in der Kneipe war und das nach der Vulkanbesteigung. Daher musste ich mit dem Stadtcolectivo auch ne Runde extra fahren. Habe kurz mal nicht aufgepasst, welche Haltestellen er ausruft und als ich nach dem Busbahnhof fragte, waren wir schon vorbei. Aber die Colectivorunde war schon fast zu Ende und so hat mich das ganze nicht viel Zeit gekostet. Am Markt, wo die Busse abfahren, noch mal schnell aufs Klo. Es gibt überall öffentliche Toiletten, sicherlich nicht die saubersten. Aber vor einer Busfahrt muss ich noch mal gehen, man weiß nie, wie lange diese dauern wird. Was ich mit meinem großen Rucksack mache? Ich frage immer im Geschäft neben dran, ob ich es dort abstellen darf und ob sie kurz darauf aufpassen. Meine Kamera und meinen kleinen Rucksack nehme ich mit, die lass ich auch auf dem Rücken, der Boden in den Toiletten ist nicht so, dass man etwas abstellen möchte!

Da es ein langer Tag werden wird, habe ich mich für einen kleinen Minicolectivo entschieden, der ist zwar etwas teurer, aber dafür schneller. Ich musste leider wieder durch Guatemala City durch, ich entschied mich, es erst gar nicht mit den öffentlichen zu probieren, sondern gleich ein Taxi zu nehmen. Mein Colectivo bot mir jedoch an, mich zum gleichen Preis zum anderen Busbahnhof zu fahren. Angebot angenommen, einmal weniger den Rucksack von einem Auto zum Nächsten schleppen. Da ich alleine im Colectivo war, fing der Schaffner, Namens Jesus, an, mit mir zu quatschen. Die wichtigsten Fragen wurden geklärt, ob ich verheiratet bzw, single bin. Er bot dann gleich an, mich zu heiraten, habe dankend abgelehnt, ältere, zahnlose Männe sind nicht so mein Fall. Allerdings konnte ich ihn nicht davon abhalten, mir seine Telefonnummer zu geben. Na ja, wenn Jesus dann glücklich ist, soll er sie mir halt geben. Am Busbahnhof musste ich nur kurz warten, dann fuhr auch schon der 1. Klassebus nach Rio Dulce. Man sollte aber nicht zu viel erwarten. Es war ein Doppeldeckerbus, der Toiletten hatte und es gab bequeme Fußstützen. Ich hatte den Sitz ganz oben vorne am Fenster. Ein Blick auf die Scheibe hat das Sicherheitsgefühl nicht gerade vergrößert. Die Scheibe war vollkommen zersprungen. Nach kurzer Zeit hielt der Bus auf einer abschüssigen Straße an. Daraufhin tropft Wasser aus der Gepäckablage auf meinen Nachbarsitzt. Die Klimaanlage war undicht. Der Herr neben mir, musste dann ganz vorne auf der Kante sitzen. Das Pärchen hinter mir, hat dann eine Plastiktüte mit Kaugummis an die Gepäckablage geklebt. Es hat tatsächlich funktioniert. Ich hatte nur Sorge, dass die Tüte irgendwann zu schwer wird, und wie eine Wasserbombe runterknallt. Glücklicherweise fuhren wir bald wieder berghoch und das Getropfe hörte auf. Dank einer Baustelle standen wir ziemlich lange im Stau. Aufgrund dessen und dem dehnbaren Zeitbegriff in Guatemala kam ich dann erst um 21 Uhr in Rio Dulce an. Neuer Rekord, ich war über 14 Stunden unterwegs. Das Hostel, das ich mir raus gesucht hatte, war in einem Seitenarm des Flusses. Ein Taxifahrer sprach mich gleich an, wo ich hin wollte. Er rief dann für mich im Hostel an. Kein Problem, sie holen trotz später Stunde mit dem Boot am Pier ab. Bis dorthi waren es nur 300 Meter zu laufen. Da brauch ich kein Taxi, habe mich dann nett beim Taxifahrer bedankt und bin zum Pier gelaufen. So hatte sich der Taxifahrer das, glaube ich, nicht vorgestellt, aber ich hatte ihn nicht um Hilfe gebeten, er hat sie mir förmlich aufgedrängt.

Das Hostal Kangoroo wird von einem Australier mit seiner mexikanischen Frau geführt. Das Haupthaus hat ein Palmendach und das Ganze liegt sehr idyllisch. Ich hatte mich nach der langen Fahrt sehr auf ein kaltes Bier gefreut, aber die vier jungen Reisende im Hostel haben das ganze Bier weggetrunken, neue Lieferung kommt erst wieder morgen, dann halt ne Cola. Küche hatte auch schon zu, also muss das Zuckerwasser als Nahrung reichen.

Hostal Kangoroo

Hostal Kangoroo

In Rio Dulce kann man eine nette Tagestour machen. Wir haben uns zu 8 aus dem Hostel zusammen getan. Um 8.30 Uhr fährt der Besitzer einen umsonst in den Ort. Von dort nimmt man ein Colectivo zur Finca Paraiso. Man läuft dann ein kurzes Stück in den Wald rein entlang eines Flusses bis man zu einem Wasserfall kommt. Das besondere an diesem ist, dass er warm ist. Oberhalb des Wasserfalls sind heiße Quellen. Der warme Wasserfall ergießt sich dann in einen kalten Fluß. Die Strömung ist relativ stark, dass man gar nicht so leicht auf die andere Seite kommt. Dann mit Hilfe von Baumwurzeln den Hügel hoch und sich erstmal in die heißen Quellen legen. Dann weiter auf einem Matschpfad in den Dschungel hinein bis man zur Quelle des warmen Wassers kommt, dort gibt es „Schönheitsmatsch“ mit dem man sich einschmieren kann, dann wieder zurück. Nochmal in die heißen Quellen, Matsch abwaschen und dann neben dem Wasserfall runter springen. Ich habe die kleinstmögliche Höhe gewählt, brauche nicht mehr so viel Adrenalin, die kleinste Höhe ist immer noch aufregend genug.

Der heiße Wasserfall

Der heiße Wasserfall

Das Wetter war leider durchwachsen, es regnete immer mal wieder kurz. Dann weiter mit dem Colectivo nach Boquete oder so ähnlich. Dort mietet man sich ein Ruderboot samt Ruderer. Der Paddelt einen ca 1km stromaufwährts durch eine Schlucht. Am Endpunkt konnte man nochmal baden, bei dem Wetter bin ich aber nur an den Felsen rumgekrakselt.

Im Canyon

Im Canyon

Der weinende Mayafelsen

Der weinende Mayafelsen

Dann mit dem Colectivo zurück nach Rio Dulce. Das Colectivo am Rückweg war mal wieder ein Weltrekordsversuch, die meisten Menschen in einen Minivan zu stopfen. Ich glaub ich saß auf dem Motor, meine Sitzfläche wurde irgendwann ziemlich heiß, glücklicherweise war es heute nicht so warm sonst wäre ich vermutlich zerflossen!

In den Straßen von Rio Dulce

In den Straßen von Rio Dulce

Am nächsten Tag bin ich mit dem Boot auf dem Rio Dulce nach Livingston gefahren. Aber in der Früh erst noch eine Runde im Fluß geschwommen, traumhaft. Kaum kam das Boot uns abholen, fing es mit Regnen an. Und wenn dann schon richtig. Ich hatte glücklicherweise Regenhose und Regenjacke an. Aber der Regen schlug so hart ins Gesicht durch den Fahrtwind, dass ich mir mit einer Hand die Kapuze vors Gesicht halten musste. Ich habe zwar versucht gleichzeitig die Ärmelöffnung zu zu halten, trotzdem lief der Regen meinen Arm runter. Nach fünf Minuten hatte ich so viel Wasser am Ellenbogen, dass ich erstmal meinen Ärmel ausleeren musste.

Nach einer halben Stunde hörte glücklicherweise der Regen auf. Die Bootsfahrt wird als besonders schön beschrieben. Ich persönlich fand sie jetzt nicht so eindrucksvoll. Ich fahre aber gerne Boot und es war mal eine Abwechslung zum Bus fahren.

Rio Dulce

Rio Dulce

Bevor ich Guatemala verlasse, muss ich noch eine Eigenart der Gualtemateken erwähnen. Die Menschen in hier lieben Böller. Diese werden zu jeder Tages und Nachtzeit gezündet, einen Anlass dazu finden sie immer. Daher sollte man nicht erschrecken, wenn es in der Nähe von einem laut knallt. In Xela bin ich um neun Uhr Abends auf einen Jugendlichen gestoßen, der in einer dunklen Seitenstraße alleine vor sich hin geböllert hat.

Livingston liegt an der Karibikküste, es leben dort hauptsächlich Garifunas, dass sind die Nachfahren der Sklaven aus Afrika. Daher wird hier auch viel Englisch gesprochen. Kaum steigt man aus dem Boot, kommen auch schon mehrere auf einen zu und wollen einem ziemlich penetrant ein Hotel andrehen. Ich wollte eigentlich versuchen, mit dem Boot noch zum Nachbarort zu kommen, um die Fähre heute noch nach Belize zu erwischen. Aber da wir eine Stunde länger nach Livingston gebraucht haben, war klar, die Fähre in Puntos Barrios werde ich nicht mehr schaffen, also doch eine Nacht in Livingston bleiben. Der Bootskapitän für das Boot morgen von Livingston nach Belize aus, war auch gleich da und wollte sofort mit mir zur Immigration gehen, um meinen Ausreisestempel zu holen und mir ein Bootsticket für morgen zu verkaufen. Ich habe ihm mehrfach erklärt, dass ich mir jetzt erst ein Hotel suche und mich dann um die Bootsfahrt kümmere. Er ließ mich dann in Ruhe. Kaum war er weg, lief auch schon ein anderer neben mir her, der mir ein Hotel suchen wollte bzw. mir bei meiner Suche behilflich sein. Auch den habe ich mühevoll abgewehrt. Das Hostel, dass der Australier empfohlen hat, hatte nur noch Privatzimmer, deren Preis ich nicht angemessen fand. Aber auf dem Weg dorthin bin ich an einem netten kleinen Hotel vorbei. Also wieder zurück und dort nachfragen. Auf dem Weg dorthin, tauchte plötzlich wieder der Bootskapitän auf und ließ sich nicht abwimmeln. Der vom Hotel meinte aber, der sei in Ordnung und erklärte ihm nochmal, dass ich später zu ihm für das Bootsticket komme. Das Hotel war mit seinen 20 Euro zwar im Vergleich zu einem Dormitorio etwas teurer, aber ich habe beschlossen, ich gönne mir jetzt mal ein bisschen Luxus. Das Casa Nuestra in Livingston kann ich sehr empfehlen. Der Amerikaner, der es mit seiner Frau aus Guatemala führt, ist sehr nett und bemüht. Die Zimmer gehen auf einen Balkon hinaus und es gibt einen schönen Garten mit Palmen und Hängematten. Und Stuart macht die besten Pizzas im Ort!

Nachdem ich mein Hotel hatte, also die morgige Reise organisieren. Erst nochmal zum Bankautomaten, Geld abheben. Jedoch hat der nicht funktioniert. Also zum Nächsten, aber auch der spuckte kein Geld aus. Es lag definitiv nicht an meiner Karte, da andere Reisende auch kein Geld bekommen haben. Na ja vielleicht bekomme ich in der Bank Geld, die hatte zu, irgendein Feiertag. Okay Plan B überlegen, Geld reicht definitiv nicht. Für die Ausreisegebühr reicht es, also zur Immigration und Stempel hohlen. Dort traf ich meinen Bootskapitän wieder. Ich erklärte ihm, dass ich immer noch kein Ticket kaufen werde, da ich erst Geld besorgen muss. Er meinte dann, sei alles kein Problem, er gibt mir das Ticket jetzt und ich kann ihn morgen früh bezahlen, wenn er mich am Steg vom Hotel abholt, na gut, dann machen wir das so. Jetzt brauch ich bei der Hitze und dem ganzen Hin und Her ein kaltes Bier. Geld reicht noch genau dafür. Ich traf dann auch das nette, kanadische Pärchen aus dem letzten Hostel beim Biertrinken, perfekt, da gibt’s zum Bier auch noch nette Gesellschaft. Livingston ist nicht unbedingt eine Reise wert, viele die Guatemala bereisen kommen nach Livingston wegen der Bootsfahrt und um die einzige Garifunastadt in Guatemala zu sehen. Da ich aber noch nach Belize gehe, werde ich dort noch mehr von dieser Kultur mit bekommen.

Im Hafen von Livingston

Im Hafen von Livingston

Wie ich aber jetzt zu meinem Geld kam? Erst hatte ich überlegt das Hotel plus etwas mehr mit meiner Kreditkarte zu bezahlen und das Etwas mehr mir vom Besitzer bar auszahlen zu lassen. Aber wenn man hier mit Kreditkarte zahlt, kommen noch 8% Bankgebühren, die der Besitzer bezahlen muss, drauf und dann nochmal die 1,75% die meine Bank verlangt. Der Besitzer hat aber meine Notfalleuros zu einem halbwegs akzeptablen Preis gewechselt. Die 50 Euro haben zwar nicht ganz für Hotelzimmer, Boot und Abendessen gereicht, den Rest habe ich dann mit Karte gezahlt. Da ich mir schon einmal so ein tolles Hotel gönne, habe ich beschlossen, den Abend auch dort zu verbringen und den Blick von meinem Balkon auf das Meer zu genießen!

Blick vom Balkon

Blick vom Balkon

Am nächsten Morgen war meine Zeit in Guatemala zu Ende. Ich wurde um 7 Uhr mit dem Boot direkt am Hotel abgeholt. Die Überfahrt dauerte knapp zwei Stunden. In Punta Gorda erstmal durch die Immigration, wieder einen Stempel abholen, mein Reisepass füllt sich so langsam. Zum ersten Mal wurde auch mein Gepäck kontrolliert, bzw. ich wurde gefragt, ob ich Früchte oder Gemüse mit ins Land bringe. Mist ich hatte noch ein paar Lychees. Ich habe dann gefragt, ob ich die schnell hier aufessen kann. Nein, ich muss hinter das Einreisefenster. Okay, dann 5 Meter wieder zurück, die sind ganz schön pingelig. Als ich meine Lychees aufgegessen hatte und wieder zur Gepäckkontrolle bin, wurde ich als erstes gefragt, in welchen Müll ich die Obstreste geworfen habe, denn auch nur der Mülleimer vorm Einreisefenster durfte dafür benutzt werden. So jetzt war ich also in Belize. Was mir als erstes auffiel, dass deutlich weniger Müll herum lag und es überall Mülleimer gab, die man in Mexiko und Guatemala oft verzweifelt gesucht hat. Am Dock bei der Einwanderungsbehörde war auch ein Schild mit dem Hinweis darauf, dass Müll auf den Boden werfen 500 Belize Dollars kostet, was ungefähr 250 Euro sind.

Es ist ganz ungewohnt nur noch Englisch mit den Leuten zu sprechen, hatte mich wirklich schon sehr an das Spanisch gewöhnt. Ich hatte noch etwas Zeit, bis mein Bus nach Belize City fuhr, also Geld holen und eine Kleinigkeit frühstücken. Dann ging es mit dem Chickenbus einmal längs durchs Land. Auch im Bus hingen mehrere Schilder, dass man kein Müll aus dem Fenster schmeißen soll. Es gab sogar einen Mülleimer und der Busfahrer ging mehrmals mit diesem durch und sammelte Müll ein. Und ich habe mehrfach gesehen, wie Fahrgäste nach vorne laufen, um Müll wegzuschmeißen. Ich bin beeindruckt und hoffe, dass auch die anderen Länder irgendwann ein besseres Umweltbewusstsein entwickeln. Auffällig war auch, dass alles viel ruhiger und entspannter war, der Busfahrer fährt gesittet und kein Gestresse beim Aus- und Einsteigen. Die Busse waren auch deutlich leerer. Witzig war, dass in Punta Gorda die Frau am Schalter auf mein Ticket einen Sitzplatz geschrieben hat. Aber in einem Chickenbus gibt es keine Sitzplatznummerierung. Angenehm ist auch, dass in den größeren Orten an den Bussbahnhöfen ein paar Minuten gehalten wird, so dass man aufs Klo kann. Ab dem Busbahnhof vor Belmopan wurden nur noch so viele mitgenommen, die wie es auch tatsächlich Sitzplätze gab. Kein Gestaple von Menschen hier in Belize. Ich habe dann herausgefunden, dass aus Sicherheitsgründen keiner mehr stehen darf und vorallem um Belmopan und Belize City wird streng kontrolliert. In Belize City musste ich umsteigen. Auch an den Busbahnhöfen geht es sehr geregelt zu. Es gibt Terminalmitarbeiter in Uniformen, die entweder den Bahnhof reinigen oder die Gittertüren zu den „Bahnsteigen“ öffnen. Bis die Busse losfahren muss man sich im Bahnhof aufhalten. Die Busse sind durch Gitterwände vom Wartebereich getrennt, zumindest an den größeren Bahnhöfen. Es war 5 Uhr nachmittags und die Schulen hatten alle aus. Der Busbahnhof war gesteckt voll mit Schülern, die sich gegen die Gittertür drängten. Als die Tür aufging, fing das Spektakel an. Alle stürmten raus zum Bus, rannten vorne und hinten in die Tür rein, andere warfen ihre Rucksäcke durch die offenen Fenster oder versuchten sogar, durch diese hinein zu klettern. Jeder wollte mit und keiner wollte auf den nächsten Bus warten, da ja nur wer einen Platz hat, mitdarf. Irgendwann wurden die Türen geschlossen und der Terminalmitarbeiter kontrollierte, ob auch wirklich nicht zu viele im Bus sind oder ob noch einer reingelassen werden kann. Das Ganze war die belizische Variante von der Reise nach Jerusalem, nur dass definitiv mehr wie einer keinen Sitzplatz bekommen hat.

Wer schafft es einen Platz zu ergattern? Leider war ich zu spät mit meiner Kamera, um festzuhalten, wie sie von außen durch die Fenster klettern!

Wer schafft es einen Platz zu ergattern? Leider war ich zu spät mit meiner Kamera, um festzuhalten, wie sie von außen durch die Fenster klettern!

Nach Corozal wollten glücklicherweise nicht so viele und so blieb mir die Reise nach Jerusalem erspart. Schon bei den Busfahrten durch Guatemala ist mir aufgefallen, dass die Zeugen Jehovas überall sind. Mitten im Nirgendwo, ein kleines Dorf, nur ein paar Häuser und die Zeugen Jehovas!

Corozal ist die letzte Stadt vor der Grenze zu Mexiko. Um 8 Uhr abends bin ich nach einem langen Reisetag angekommen, habe ein Mal längs Belize durchquert. Ich hatte keine Lust lange nach einem Hotel zu suchen, also einfach in das, dass Lonely Planet empfiehlt. Laut diesem würde sich Ernest Hemmingway in dem Hotel sehr wohl fühlen, vor allem wegen der sehr gut ausgestatteten Bar im ersten Stock. Die Matratzen sind definitiv aus Hemmingways Zeiten, sehr durchgelegen und man spürt jede Metallfeder im Rücken. Anscheinend war Hemmingway tatsächlich mal hier, denn die Bar war komplett leergetrunken!

In Corozal ist nichts los, ein total ruhiges und verschlafenes Nest. Genau das Richtige für einen Tag nichts tun. Am Morgen bin ich zum kleinen Markt, habe dort gefrühstückt und ein bisschen Obst, Tomaten und Avocados gekauft. Dann eine Runde im Meer geschwommen. Vorm Hotel gab es einen kleinen Steg. Das Meer ist nicht sehr tief, vermutlich könnte man ewig reinlaufen. Nach 15 Metern habe ich beschlossen, dass es tief genug ist, so dass ich mir beim Schwimmen nicht die Knie anschlage, das muss reichen. Dadurch, dass es nicht tief ist, ist es leider auch sehr warm, was bei der Hitze nicht so erfrischend war. Manchmal brachte der Wind jedoch eine kalte Strömung in Richtung Ufer. Die Dusche im Hotel war dafür sehr erfrischend, da kalt! Allerdings kam nicht allzu viel Wasser raus. Es war somit eine Herausforderung beim Duschen nass zu werden, bis man das Shampoo aus den Haaren hatte, dauert daher etwas. Den Rest des Tages war lesen in der Hängematte angesagt. Von Belize habe ich zwar nicht viel gesehen, ich komme aber in drei Wochen wieder. Jetzt heißt es erstmal ab nach Mexiko und drei Wochen mit meiner Mamita durch die Halbinsel von Yukatan reisen!

Karibikflaire in Corozal

Karibikflaire in Corozal

© silja B., 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Von Kanada nach Feuerland
Details:
Aufbruch: 09.08.2016
Dauer: 7 Monate
Heimkehr: März 2017
Reiseziele: Kanada
Mexiko
Guatemala
Belize
Panama
Kolumbien
Ecuador
Peru
Chile
Live-Reisebericht: silja schreibt diesen Reisebericht live von unterwegs - reise mit!
Der Autor
 
silja B. berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.