Endlich wieder fliegen, hatte mich ja sehr darauf gefreut. Da mein Flug sehr frueh ging, bin ich nur schon sehr muede am Flughafen angekommen und hatte mich eigentlich nur auf ein kleines Nickerchen im Flieger gefreut. Doch dann kam Marvin. Marvin sass direkt vor mir und war ca 12 Jahre alt, hatte eine sehr laute und quietschende Stimme und die Eigenschaft sich seine naehere und weitere Umgebund mitzuteilen. "Guck mal da ist ein Autobahnkreuz und da ein Fussballplatz, ich muss mal Pullern, wo ist die Pullerbox." Ich glaube, dass Marvin selbst im nicht uebermuedeten Zustand unertraeglich ist, im uebermuedeten Zustand ist Marvin reine Folter!!! Na ja dacht ich mir, bist ihn ja gleich los, der Fug geht ja nur 1 1/2 Stunden, kann ja nur besser werden, doch dann kam der Schock: Marvin sitzt auch noch im naechsten Flieger (91/2 Stunden). Eins war klar, den ertrag ich nicht so lange. Ich hab dann mal das mit dem Wunsch ans Universum probiert und ja, hat funktioniert. Im naechsten Flieger sass ich auser Hoehr- und Reichweite von Marvin.
Die weiteren Fluege liefen ohne Probleme, kam allerdings mit fast 2 Stunden Verspaetung in Honduras an. So nur noch mein Touristenvisa holen und los gehts. Warte in der Schlange, ploetzlich ein Aufschrei, alle springen auf (auch die Beamten), schreien, groellen, klatschen in die Haende. Nach einer kurzen Verwunderung meinerseits, war klar: Tor Fussballqualifikationsspiel Honduras gegen Mexico. Nach dem Tor hat der Beamte gleich doppelt so schnell die Visas gestempelt. Als ich dann endlich meine 7 Sachen zusammen hatte, musste ich nur noch ein Taxi zum Hostel bekommen. Was nicht so einfach war, da alle Taxis wegen dem Fussballspiel in der City waren. Aber nach ner Stunde hatte ich dann auch endlich mein Taxi, leider einen Taxifahrer, der keine Ahnung hatte. Er musste vier mal dem Weg fragen bis wir dann endlich da waren und so war ich nach 31 Stunden unterwegs endlich am Ziel.
Erster Tag, erstes Abenteuer, Travelerchecks umtauschen. Ich in ne Bank rein, Rucksack in ein Schliessfach. Alles noch kein Problem. Dann druch ne Drehtuer zum Schalter. Nur mitten in der Drehtuer bin ich stecken geblieben. Hilfloserblick an die Sicherheitsbeamten vor und hinter der Drehtuer. Mir machte dann einer klar ich solle nochmal ein Stueck zurueck, dann wuerde es gehen, nix da, dann macht mir einer klar ich solle auf die Durchsage hoeren, habe nur leider nix verstanden. Nach einer weiteren Haende- und Fuessekonversatin, war klar mit mp3 Player und Sonnenbrille komme ich nicht in die Bank rein, auch die muessen ins Schliessfach. Um meine Travelerchecks zu wechsen bedurfte es dann aber noch einen Gang zur naechsten Bank, 20 Minuten Wartezeit, eien halben Systemabsturz des Pc und 15 Minuten Bearbeitungszeit und dann hatte ich endlich meine ersten Lempidas.
Am Gewoehnungsbeduerftigsten hier in Honduras sind die ganzen Securitymaenner, die hier ueberall stehen, selbst vor McDonals, alle mit nem riesen Machinengewehr. Ansonsten ist San Pedro Sula sehr haesslich und ich bin froh wenns morgen weiter geht.
Herausforderung des Tages: (Nein es ist nicht das Drehkreuz in der Bank, kommt aber gleich an 2. Stelle): vierspurige Strasse zu ueberqueren, vorallem fuer unentschlossene wie mich (Fussgaengerampel, Zebrastreifen, was ist das?). Gluecklicherweise gibt es in der Mitte einen Gruenstreifen, auf dem man etwas verweilen kann...