ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
3.07.2007, 13.05h, colima, mexico
(deutsche zeit minus 7h)
was seit meinem letzten login geschah:
eine nacht in san diego, an der grenze zu mexico - nicht sonderlich spannend, ausser der noch immer ungeklaerten frage: WAS essen amerikaner? und wir... ich bin dreimal durch den LEBENSMITTEL laden und hab definitiv nichts essbares gefunden, ausser chips und fertigpaps. hunger!
am naechsten morgen weiter dann: zu fuss ueber die grenze nach tijuana. ein komisches gefuehl - man laueft einfach durch so einen mit kamera uebersaeten kaefig durch und ist dann in mexico. naja, vielmehr in einer ziemlich haesslichen, staubigen und dreckigen stadt. keine passkontrollen und nix. und niemand wollt unser visum, dass man bei der ausreise aus den staaten unbedingt wieder los werden soll (so sagte man uns in amerika). und das nach fuenfmaligem nachfragen. so what. wird schon nicht so wild sein.
ja, fliegen in mexico - das ist ein erlebnis fuer sich - vor allem nach den fluegen in amyland. hier wird das gepaeck noch von hand durchsucht, weil sie sich die durchleuchties nicht leisten koennen. also, wird der rucksack von netten mexikanerinnen vor allen leuten ausgepackt. so gut es eben geht in der kuerze der zeit. ich bin mir sicher wir haetten wer weiss was mitnehmen koennen...
dann waren wir so ziemlich die einzigsten, die mit einem rucksack gereist sind. die menschen um uns herum hatten entweder uralte koffer, kisten oder plastiktueten mit klebeband umwickelt. hauptsache es haelt und ist funktional! wer kann sich schon den luxus eines koffers leisten? der flug selbst (lisa schmunzelt bei der erinnerung daran) - schweigen wir darueber. interessantes bauchgefuehl...
colima
der flughafen - klein und suess. mehr eine kleine villa mit korbmoebeln, einem winzigen luggage-claim UND keinem geldautomat. unser glueck, aber zunaechst einmal unser problem. WEIL wir hatten natuerlich voll darauf gesetzt am flughafen geld abzuheben. lisa hatte noch ganze 3 dollar und ich ein paar mehr. aber mit dem taxi in die stadt (ca. 25km) waer das schon verdammt knapp geworden. fuer busse war der aeroport natuerlich auch zu klein. kurzes abwaegen also: versuchen zu trampen kann man ja mal. UND siehe da: prinzip gluecksschweinchendasein funktionierte prima. kaum hatten wir den entschluss gefasst, noch nicht gen strasse gewand, da sprach uns eine frau aus ihrem pickup auf englisch an, wohin wir wollen, ... jetzt wohnen wir bei ihr
und haben einen swimmingpool, zwei eigene zimmer, eine putzfrau, zwei hunde, einen ventilator, einen vollen kuehlschrank und eine super liebe gastgeberin, die uns ab und an wohin faehrt, fuer uns uebersetzt und... kann man nicht meckern.
grade sitzen wir im internetcafe, werden von mexikanischen schlagern von der strasse beschallt und kuemmern uns um einen spanisch kurs. und morgen geht's an's meer. mit unserer gastgeberin.
was hat sich sonst noch veraendert: die autos sind ein bisschen dezenter, ein bisschen kleiner, weniger chic und protzig. stattdessen: kaefer! viele, viele kaefer! freu!
ansonsten: es gibt wieder was zu essen!!!! dafuer ist das mit der sprache ein bisschen schwieriger... POINT IT! helps. und langfristig hoffentlich ein sprachkurs, dem wir uns jetzt auch mal widmen werden...