Mexiko-Reisebericht :Katja und Joerg around the world

Mexiko (Yucatan)

Hallo Zusammen!

Diesmal melden wir uns aus Mexiko. Mexiko ist ein bevoelkerungsreicher Staat (110 Mio. Einwohner), der in Nord-und Mittelamerika liegt. Er grenzt im Norden an die USA, im Sueden an Belize und Guatemala. Westlich liegt der Pazifik, im Osten der Golf von Mexiko sowie das Karibische Meer. Wir haben nur die Halbinsel Yucatan bereist. Die verbreitete Namenserklaerung ist ein angebliches Missverstaendnis zwischen neu angekommenen Spaniern und einheimischen Maya. Die Spanier fragten, wie dieses Land heisse, und die Maya antworteten: Yuk ak katan, was so viel heisst wie: "Ich verstehe deine Sprache nicht". Vom 4. bis 10. Jahrhundert war Yucatan Zentrum der indigenen Maya-Kultur, die unzaehlige archaeologische Staetten hinterlassen hat. Weiterhin ist es bekannt fuer endlose weisse Straende und tuerkisblaues Meer. Fuer Amerikaner und Kanadier ist es wie fuer Deutsche Mallorca.

Genug der Fakten, jetzt kommt unser persoenliches Yucatan. Wir sind von San Jose ueber Dallas nach Cancun geflogen. Da wir trotz Transitflug in die USA einreisen mussten, haben wir fast unseren Anschlussflug verpasst. Grund fuer das ewige Warten an der Passkontrolle waren Computerprobleme. Zum Glueck hatte der Flug nach Cancun eine Stunde Verspaetung und wir kamen noch an Bord. Per Bus sind wir vom Flughafen in die Innenstadt von Cancun gefahren und in unserem Hostel (The Nest) angekommen. Das Hostel machte in der Nacht seinem Namen alle Ehre. Eigentlich haette man es Wanzennest nennen muessen. Joerg ist nach einer Stunde Schlaf aufgewacht, da er von etwas gestochen oder gebissen wurde. Gemeinsam suchten wir die Uebeltaeter und fanden ueberall im Bett Bettwanzen. Damit war die Nachtruhe fuer Katja vorbei und Joerg schlief unruhig weiter.

Nach diesem etwas unschoenen Start konnte es nur besser werden. Wir organisierten uns direkt am Morgen einen Mietwagen und brachen auf Richtung Tulum. Bei der Fahrt entlang der Kueste (ca. 130 km) konnten wir nicht einen Blick auf das Meer werfen. Die Strasse lag Luftlinie 200 Meter vom Meer entfernt. Es befand sich jedoch ein Luxushotel neben dem anderen und alle Straende waren privat. Der erste Blick auf den weissen Strand mit dem wilden tuerkisblauen Meer hat uns gefesselt. Anstatt eine Unterkunft zu suchen, haben wir uns fuer ein Essen mit Aussicht auf den Bilderbuchstrand entschieden. Spaeter fanden wir zufaellig das "Haus am See". Es befand sich im Tribal Village. Dieses Resort war noch im Bau und unsere Huette komplett neu und guenstig. Wir waren die einzigen Gaeste in diesem Paradies und haben es genossen. Besonders beeindruckend war der direkte Meerblick bei der Morgentoilette.

Frueh am Morgen sind wir zu den Mayaruinen von Tulum aufgebrochen. Wir wollten diese sehen, bevor man die Bauwerke vor lauter Gruppenreisenden nicht mehr sehen kann. Wie Ihr den Bildern entnehmen koennt, ist diese Operation gelungen. Anders als alle anderen Maya-Fundstaetten liegt Tulum direkt am Meer. Die bekanntesten Gebaeude sind neben dem sogenannten Schloss der "Tempel des Herabsteigenden Gottes" der "Tempel des Windes" und der Freskentempel. Im 13. und 14. Jahrhundert war Tulum eine der groessten Staedte der Halbinsel Yucatan. Vermutlich war Tulum wegen seiner guenstigen Lage am Meer ein wichtiger Handels-Knotenpunkt zwischen den Regionen der Maya und verfuegte ueber ein entwickeltes Verteidigungssystem. Als religioeses Zentrum war Tulum sogar noch bei der Ankunft der Spanier bewohnt. Uns hat Tulum sehr gut gefallen.

Am naechsten Morgen fuhren wir nach Coba. Diese Mayastaette liegt mitten im Dschungel. Erbaut wurde die alte Zeremonialstaette waehrend der klassischen Mayaperiode von 600 bis 900 n. Chr. In der Bluetezeit der Maya war Coba eine der groeßten Mayastaedten in Yucatan, allerdings war sie aus bis jetzt noch unbekannten Gruenden schon bei der Ankunft der Spanier verlassen. Zu der weitraeumigen Anlage gehoeren fuenf Gebaeudegruppen. Zur Gruppe Nohoch Mul zaehlt die 42 m hohe, begehbare Pyramide, El Castillo genannt. Auf der Spitze der Pyramide befindet sich ein kleiner Ritualraum und ein steinerner Altar, der von den Mayapriestern vermutlich fuer Blutopfer an die Goetter verwendet wurde. Der Auf- und Abstieg auf die Pyramide war klasse. Besonders der tollen Aussicht wegen absolut lohnenswert. Frueh Morgens ist man auf der Anlage ganz allein und kann sie in aller Ruhe erkunden.

Da wir so frueh dran waren, haben wir direkt im Anschluss Chichen Itza besucht. Die Tempelstadt mit etwa einem Kilometer Durchmesser wurde um zwei große Cenoten (Wasserloecher) errichtet. Bewohnt wurde die Stadt nur von Priestern und Regierungsfunktionaeren, da sie die Hauptstadt eines Maya-Reiches darstellte. Die Maya verließen Chichen Itza 200 Jahre nach der Gruendung (ca. um 682). Ein erneutes Aufbluehen erlebte die Stadt um das Jahr 987, als das Volk der Tolteken unter Fuehrung ihres Herrschers Tula die Anlagen neu besiedelte. In Chichen Itza veraenderten die Tolteken vor allem den Baustil, so dass das Castillo toltekischen Pyramiden nicht unaehnlich ist.

Chichen Itza ist die wohl bekannteste Mayastaedte der Welt und dementsprechend gut besucht. Das beeindruckenste Bauwerk ist "El Castillo" (die Pyramide). Ihre Ebenen entsprechen dem Mayakalender und auch unserem Kalender. Zudem laesst sich zweimal im Jahr (zur Tag-und Nachtgleiche) ein sehr beeindruckendes Schaupiel beobachten. Die Sonne scheint durch die Pyramidenspitze, und eine von Schatten erzeugte Schlange kriecht die Stufen der Pyramide herunter. Zum Mayakalender haben wir noch eine interessante Anmerkung. Er endet am 23.12.2012 und aus Sicht der Maya geht dann die Welt unter.

Die restlichen Tage in Mexiko verbrachten wir auf der Insel Isla Mujeres. Sie liegt etwa 13 km noerdlich des Ferienorts Cancun und hat etwa 15.000 Einwohner. Die Insel hat eine Ausdehnung von etwa 7 km Laenge und 650 Meter Breite. Nach einigen Fehlversuchen haben wir eine wunderschoene Unterkunft gefunden. Unser Hotel "Xbulu Ha" liegt in der Stadtmitte und wird von einem auch deutschsprechenden Mexikaner gefuehrt. Die Ausstattung unseres Zimmers ist der Hammer. Fuer 25 EUR Pro Nacht und Zimmer gibt es Nachttischlampen, Kuehlschrank, Foehn, Regale, Kleiderstangen, Handtuecher, deutsches Fernsehen, taegl. Zimmerreinigung, Klimaanlage, usw.. Diese detaillierte Aufzaehlung mag den einen oder anderen Leser verwundern. Fuer uns sind derartige Dinge nicht mehr alltaeglich und deshalb mussten wir sie hier mal ausgiebig feiern. Nachttischlampen hatten wir schon mehrere Monate nicht mehr.

Wir haben das gute Essen genossen, gelesen, Sport gemacht, nette Leute kennengelernt...Strandleben halt!

Naechstes Ziel sind die USA. Wir freuen uns schon sehr auf San Francisco und Los Angeles, wo wir Freunde besuchen, die wir auf der Reise kennenglernt haben.

Ganz liebe Gruesse aus der Ferne!

Katja und Joerg

P.S.: Ein Nachtrag aus aktuellem Anlass. Der Schweinegrippe sind wir mit der Weiterreise nach Kalifornien ja nicht wirklich entkommen. Ohne das Internet und Freunde aus der Heimat wuessten wir kaum etwas darueber. Wir konnten problemlos und ohne Fiebermessung einreisen. Berichtet wird in den Nachrichten ueber dieses Thema hier nicht sonderlich. Ueber die Hintergruende dafuer kann man ausgiebig diskutieren.

San Francisco ist eine traumhafte Stadt und wir geniessen unsere Zeit hier sehr!

Bettwanzenalarm im Wanzennest...toller Start

Bettwanzenalarm im Wanzennest...toller Start

TULUM

Der erste Blick auf den Strand und die Karibik...

Der erste Blick auf den Strand und die Karibik...

Weg zum "Haus am See"

Weg zum "Haus am See"

Da ist es: Das Haus am See

Da ist es: Das Haus am See

Aussicht von der Toilette

Aussicht von der Toilette

Der Regen bzw. Sturm kommt...

Der Regen bzw. Sturm kommt...

gleiche Aussicht, besseres Wetter

gleiche Aussicht, besseres Wetter

MAYARUINEN VON TULUM

Beschreibung auf Maya

Beschreibung auf Maya

Tempelwaechter

Tempelwaechter

Geldautomat im Mayastil

Geldautomat im Mayastil

Mayakalender

Mayakalender

MAYARUINEN VON COBA

Ballspielplatz

Ballspielplatz

CHICHEN ITZA

Die beruehmteste Pyramide der Maya...Pyramide de Kukulcan, auch El Castillo genannt.

Die beruehmteste Pyramide der Maya...Pyramide de Kukulcan, auch El Castillo genannt.

Der grosse Ballspielplatz von Chichen Itza. 
In einer Hoehe von 6,50 Metern ist an jeder Seite je ein schlangenverzierter Ring befestigt, durch den der Ball geschlagen werden musste. Der Ball musste ohne Hilfe der Haende und Beine gespielt werden (also mit Schultern, Brust und Huefte).  Jede Mannschaft hatte zwischen fuenf und sieben Spieler.
Nach dem Spiel wurde entweder der Mannschaftskapitaen der Verlierer, oder der der Gewinner geopfert. Klar ist nur, dass jemand enthauptet wurde.
Das Spiel wurde gespielt um wichtige Entscheidungen zu treffen. Je nach Ausgang entschied man sich fuer die ein der moeglichen Handlungsweisen.

Der grosse Ballspielplatz von Chichen Itza.

In einer Hoehe von 6,50 Metern ist an jeder Seite je ein schlangenverzierter Ring befestigt, durch den der Ball geschlagen werden musste. Der Ball musste ohne Hilfe der Haende und Beine gespielt werden (also mit Schultern, Brust und Huefte). Jede Mannschaft hatte zwischen fuenf und sieben Spieler.

Nach dem Spiel wurde entweder der Mannschaftskapitaen der Verlierer, oder der der Gewinner geopfert. Klar ist nur, dass jemand enthauptet wurde.

Das Spiel wurde gespielt um wichtige Entscheidungen zu treffen. Je nach Ausgang entschied man sich fuer die ein der moeglichen Handlungsweisen.

Damit es beim Tempolimit nicht so langweilig wird...

Damit es beim Tempolimit nicht so langweilig wird...

ISLA MUJERES

Ueberfahrt mit der Autofaehre

Ueberfahrt mit der Autofaehre

Erster Blick auf die Insel

Erster Blick auf die Insel

Innenstadt

Innenstadt

DIE STRAENDE

PUNTA SUR/SUEDLICHES ENDE DER INSEL

...im Hintergrund die Skyline von Cancun

...im Hintergrund die Skyline von Cancun

Sonnenuntergang mal anders

Sonnenuntergang mal anders

LECKER!!!

LECKER!!!

Unser haessliches Auto, aber klaut zumindest keiner.

Unser haessliches Auto, aber klaut zumindest keiner.

Die Fortbewegungsmittel der Pauschaltouristen...

Die Fortbewegungsmittel der Pauschaltouristen...

Gibt es auch als Transporter

Gibt es auch als Transporter

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Für ca. 17 Monate ist der Weg unser Ziel!!! Am 29.11. geht es mit einem RTW-Ticket einmal um die Welt. Gestartet wird in Suedafrika. Dann geht es weiter Namibia, Botswana...Rio de Janeiro,Argentinien, Feuerland, Chile, Peru, Ecuador.... Costa Rica, Mexiko,Hawaii,Neuseeland, Australien, Hongkong, Peking, RAWA, Indonesien, Indien, Nepal,andere Teile Südostasiens....
Details:
Aufbruch: 29.11.2008
Dauer: 17 Monate
Heimkehr: April 2010
Reiseziele: Südafrika
Namibia
Brasilien
Argentinien
Bolivien
Peru
Ecuador
Costa Rica
Mexiko
Vereinigte Staaten
Neuseeland
Samoa
Australien
Hongkong
China
Malaysia
Indonesien
Indien
Nepal
Thailand
Kambodscha
Philippinen
Vietnam
Bahrain
Laos
Der Autor
 
Katja und Joerg Fockenberg berichtet seit 9 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Katja und Joerg über sich:
Katja hat bisher als MTA in der Mikrobiologie gearbeitet. Zudem ist Katja Heilpraktikerin mit dem Spezialgebiet Akkupunktur.

Jörg hat bisher als Expansions Manager bei Jack Wolfskin gearbeitet.

Seit 2005 sind wir verheiratet und haben bisher zusammen im Ruhrgebiet, genauer in Bottrop, gelebt.

Zusammen habe wir unsere Leidenschaft für weite Reisen und ferne Länder entdeckt. Unser bisheriger Schwerpunkt war dabei Asien. Wir freuen uns schon sehr auf den Rest der Welt!