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Mexiko 1. Teil:
Los Mochis - Chihuahua
Joshua Tree National Park (NP)
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'Das Leben ist wie ein Buch, und wer nicht reist, liest nur ein wenig davon!'
Jean Paul (1763 - 1825)
Na dann, auf gehts! Wir beginnen eine Reise in Cancun, deren Ende noch offen ist...
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Nach Los Mochis gelangen wir ueber Mazatlan, wo wir nur ganz kurz bleiben und gleich wieder weiters ziehen. Es gibt nicht sehr viel zu sehen in Mazatlan und wir wollen unbedingt nach Los Mochis, wo der beruehmte Zug nach Chihuahua losfaehrt.
In Los Mochis finden wir schnell eine Unterkunft. Wir wollen hier nur fuer eine Nacht bleiben. Am naechsten Morgen, gehts dann bereits frueh los. Um 5.00 Uhr schrillt der Wecker. Um 6 Uhr muessen wir den Bus erreichen, der uns zum Bahnhof bringt. Dort gilt es noch das Ticket zu kaufen, da der Schalter am Vortag bereits geschlossen hatte. Der 2. Klasse-Zug faehrt jeweils um 7.00 Uhr ab.
Wir erreichen den Bahnhof kurz nach 6 Uhr und alles verlaeuft planmaessig. Als wir allerdings auf die Bahnhofhalle zusteuern, ist es merkwuerdig ruhig. Schon kommt uns auch jemand entgegen und meint: "No hay tren hoy"
"Was no tren???????"
Leider hatte die Dame Recht. Seit Februar 2009 faehrt der Zug der 2. Klasse nur noch jeden 2. Tag. Schoen, dass uns das jemand erzaehlt hat!
Und da der Zug der 1. Klasse schon um 6.00 Uhr losfaehrt, sind wir dafuer natuerlich auch schon zu spaet. Also muessen wir unverrichteter Dinge umkehren und noch einen Tag in Los Mochis bleiben. Wir bummeln ein wenig durch die Stadt, die nicht besonders huebsch ist und gehen wieder zeitig zu Bett, da wir natuerlich wieder um 5.00 Uhr aufstehen muessen.
Das Gleiche nochmals. 5.00 Uhr aufstehen, Rucksack schnappen und loslaufen zum Bus. Dieses Mal sind wir allerdings etwas frueher dran und wissen bereits wie, was und wo, deshalb sind wir schon kurz vor 6.00 Uhr am Bahnhof. Und heute siehts besser aus. Viele Leute stehen vor der Eingangshalle, es herrscht reger Betrieb. Wir schlendern noch etwas muede vom fruehen Aufstehen in Richtung Schalter, da rufen uns schon die Ersten zu: "Los, los, beeilt euch, der Zug faehrt!!!" Wir beruhigen Sie und erklaeren ihnen, dass wir nicht mit dem ersten Zug (1. Klasse) fahren wollen. Aber Sie hoeren nicht auf und immer mehr rufen uns zu, wir sollen uns doch beeilen, da wir immer noch gemuetlich schlendern. Langsam finden wir das Ganze etwas merkwuerdig und beschleunigen ein wenig. Je naeher wir dem Zug kommen, desto mehr Leute werden hektisch um uns herum. Sie schieben uns foermlich in den Zug, ohne dass wir nur ein Wort sagen koennen und schon faert der Zug los. Wir schauen uns nur an und fuehlen uns etwas ueberrumpelt. Das muessen wir wohl so hinnehmen...
Was wir allerdings nicht wussten und sogleich in Erfahrung bringen werden, dass von gestern auf heute die Zeitumstellung stattgefunden hat! Und zwar eine Stunde nach vorne. Das bedeutet es war nicht 6.00 Uhr, wie wir dachten, sondern bereits 7.00 Uhr, sodass wir gerade noch den 2. Klasse-Zug geschafft haben. Mit viel Glueck, da wir etwas frueher dran waren als geplant! Schoen, dass uns das jemand wegen der Zeitumstellung gesagt hat! 
Ich meine, es ist ja nicht so, dass wir nie mit jemandem reden wuerden oder uns nicht bei den Locals erkundigen. Im Gegenteil, wir holen uns fast immer da die Infos und haben auch dieses Mal mit mehreren Buschauffeuren, Taxifahrer und Receptionisten geredet. Aber niemand haette darueber auch nur ein Wort verloren.
Aber es hat ja geklappt 
Der Chepe, wie ihn die Mexikaner nennen. Das Zeichen symbolisiert den traditionellen Schuh der Tarahumara-Indianer.
Die Fahrt fuehrt zunaechst durch eine weniger reizvolle Gegend. Trocken, unorganisiert und flach. Nach etwa 2 Stunden, geht es dann aber in eine landschaftlich wunderschoene Zone. Wir fahren durch gruene Taeler, ueber Bruecken, Fluesse und Seeen. Insgesamt ueberwindet der Zug 2400 Hoehenmeter bis zu unserem Ziel: Creel.
Neben der Bahnstrecke gehts sofort steil hinunter.
Die Bahnstrecke windet sich durchs Tal.
Bei einem Aussichtspunkt auf ueber 2000 Metern haelt der Zug ploetzlich an. Er bleibt fuer 20 Minuten stehen, damit die Passagiere den Aussichtspunkt bewundern oder sich an den etlichen Staenden verpflegen koennen. Wir laufen natuerlich schnell zum Aussichtspunkt und sind von der Aussicht hin und weg! Man kann von hier aus sehen, wie 2 Canyons zusammenkommen. Einzigartig. (Leider sehen die Schluchten auf den Fotos nicht so spektakulaer aus...)
Creel selbst, erreichen wir nach gut 12 Stunden Zugfahrt. Es daemmert bereits und wir steigen gleich im ersten Hostel ab. Es wird gerade Abendessen serviert und wir duerfen uns sogleich dazusetzen, was wir sehr geniessen.
Am naechsten Tag machen wir uns auf die Suche nach einem Camping und werden rasch fuendig. Seit wir in Tulum das Zelt das letzte Mal einpackten, wurde es nicht mehr gebraucht. Das merken wir vor allem beim Auspacken, da der weisse, feine Sand aus allen Ritzen herauskommt. In der ersten Nacht fuehlen wir zudem, dass wir auf 2400 Metern schlafen. Es ist uebel kalt und wir sind froh, die guten, warmen Schlafsaecke eingepackt zu haben.
Am naechsten Tag mieten wir ein Bike und fahren zum nahe gelegenen See.
See in der naehe von Creel.
Hier kann man richtig Biken. Auf und ab. Ueber Wurzeln und Steine.
Irgendwo zwischen Kuehen und Pferden in einem mehr oder weniger ausgetrockneten Auslaeufer des Sees, habe ich dann noch versucht eine Abkuerzung zu nehmen. Allerdings war der Auslaeufer nur weniger als mehr ausgetrocknet und ich bin voll im Sumpf stecken geblieben! 
Ich war froh, dass der Schuh nicht ganz im Sumpf stecken geblieben ist. Zum Glueck hatte ich die Schuhe gut gebunden.
Auf dem Hinweg bereits, haben wir diese Felsenwohnungen gesehen. Die Tarahumara-Indianer wohnen hier noch in solchen Behausungen. Sehr eindruecklich, direkt am/im Felsen.
Ein Teil des Felsens ist ganz schwarz vom Russ.
Am Gruendonnerstag entscheiden wir uns, schon einen Tag frueher nach Chihuahua zu fahren und somit Mexiko langsam den Ruecken zu kehren. Es soll unsere letzte Station in Mexiko werden....
Einer der letzten "richtigen" Mexikaner den wir sehen, bevor wir uns der Grenze zur USA naehern.
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