Mexiko-Reisebericht :Mit dem Rucksack einmal um die Welt,..Kevin & Michelle

Mexiko

Ein harmloser Käfer

Ein harmloser Käfer

San Cristóbal de las Casas

Die Anreise von Antigua (Guatemala) nach San Cristobal de las Casas verläuft problemlos. Nach etwa achtstündiger Fahrt erreichen wir die mexikanische Grenze. Die Hitze erschlägt uns fast beim Aussteigen und jeder ''probiert'' so schnell wie möglich ins Zollhäuschen zu gelangen. Wie an jeder Grenze in Zentralamerika wimmelt es auch hier von selbsternannten Geldwechslern, die alle mit ihrem Taschenrechner und Geldscheinen die neuen Touristen ihr letztes Restgeld entlocken wollen.
Nachdem alle den Ausreisestempel im Pass bekommen haben, müssen wir das Gepäck vom Autodach entgegen nehmen.
Der jetztige Bus darf die mexikanische Grenze nicht überqueren.
Mit wenigen Worten teilt uns der Fahrer mit, wir sollen hier auf den nächsten Busfahrer warten, der uns dann über die Grenze hinüber führt und fährt gemächlich davon. Ganze zwanzig Minuten vergehen bis der neue mexikanische Fahrer gemütlich zu uns schlendert, etwas auf Spanish sagt und mit dem Finger in Richtung Bus zeigt.
Die offizielle Einreise nach Mexiko findet erst einige Kilomter weiter unten in einem anderen Zollhaus statt.
Pass vorzeigen, die erhaltene Touristenkarte ausfüllen, nochmals in der Schlange anstehen, Touristenkarte abstempeln lassen und mit einem freundlichen Ton ''Gracias'' sagen.
Eine normale Prozedur, an einem normalen Tag.
Viele im Bus haben nicht die glorreiche Idee gehabt, sich auf der langen Fahrt mit Essen einzudecken. Daher wird auf die Frage des Fahrers, einen kurzen Mittagsstop, fast im Chor bejaaht. Stellt euch vor, im ganzen Bus sitzen Budget Traveler und der Fahrer fährt uns in ein überteuertes Restaurant. Ich denke er bekommt für diese Aktion eine Provision. Doch, schlussendlich als wir wieder abfahren ist jeder sauer, der Busfahrer wie die Passagiere, den niemand hat etwas konsumiert und der Fahrer hat sicher seine Provision nicht erhalten.
Nach fast zwölfstündiger Fahrt erreicht der Bus das in den Bergen gelegene Städtchen San Cristobal de las Casas.

Eine Rucksackreise birgt viele spannende aber auch herrausfordernde Situationen, die wie vor einer Prüfung mit viel Ruhe angegangen werden muss.
Der Busfahrer hat uns schon längst an einem Park irgendwo in der Mitte der Stadt abgelanden. Eine typische Situation.
Die nächsten Schritte werden wie folgt sein:
-Die Karte des Reiseführers muss genaustens studiert werden.
-Man läuft in die gewollte Richtung los und probiert sich anhand der teils vorhandenen Strassenbeschilderung zu orientieren.
-Fragt in den Restaurants oder Läden nach der Strasse/ dem Hostel
-Wenn man Glück hat, bekommt man eine ungefähre Richtungsangabe, die man auf Spanisch noch irgendwie entschlüsseln muss oder man sucht weiter.
Etwa zwei Blöcke vom Hostel entfernt finden wir unaufällig an den Strassenlaternen eine Wegbeschreibung, die uns in eine kleine Nebenstrasse hineinführt.
Kurz vor dem Eingang der Herberge, kommt uns eine alte, auf dem Kopf mit Holz beladene, Frau entgegen und probiert uns den Weg zu versperren. Wir bleiben mit dem Gepäck stehen, als sie plötzlich mit der ausgestreckten Hand nach Annemarie's Umhängetasche greift. Zwar konnte die alte Frau nichts bewerkstelligen, doch der kurze Schock bleibt bei allen.
Schon in Antigua haben wir über das Internet ein Dreibett Zimmer für die nächsten drei Nächte vorausgebucht. Der Vorteil, man hat für die nächsten paar Tage schon ein Dach über dem Kopf. Allerdings ist es manchmal fast einfacher nichts im Vorraus zu buchen, denn wenn der Buss einem irgendwo in der Stadt rauswirft, läuft man garantiert in den nächsten 50 Meter an einer Unterkunft vobei und muss nicht mehr lange suchen.
Müde stehen wir zu dritt vor der Rezeption, strecken dem älteren Herr und seiner Frau das Handy mit der Reservationsbestätigung hin und er schüttelt den Kopf. Seine Buchung sagt ihm, dass er nur zwei Leute für zwei Nächte erwartet. Nach langem Hin- und her und können wir jedoch das Zimmer beziehen.
Nun, am nächsten Morgen erfahren wir vom Gastgeber, dass wir im falschen Hostel sind. Es gäbe noch ein anderes mit demselben Namen.
Das hätte er uns auch früher mitteilen können.
Lustigerweise, war das andere Paar im anderen Hostel und erfuhr den Fehler auch erst am nächsten Tag.

Flaniermeile mit gemütlichen Cafe's und internationalen Restaurants

Flaniermeile mit gemütlichen Cafe's und internationalen Restaurants

Im Cafe zu sitzen und den Leuten zuzuschauen macht Spass

Im Cafe zu sitzen und den Leuten zuzuschauen macht Spass

Einreisegebühr für Mexiko

Jeder Tourist der über den Landweg nach Mexiko einreist, muss während seinem Aufenthalt die Einreisegebühr bei einer Bank einzahlen.
Hört sich super einfach an! Am zweiten Tag stehen wir mit unseren Pässen vor dem Bankschalter und probieren dem Angestellten unser Anliegen zu erläuteren. Er schaut uns an als währen wir von einem anderen Planeten. Wahrscheinlich liegt es an unserer Beschreibung, die wir ihm vorgetragen haben! In der gegenüberliegenden Bank erfahr ich diesbezüglich mehr.
Jeder der die Gebühr bei der Bank einzahlen muss, muss vorher beim Amt für Immigration einen Ausdruck mit seinem Namen vermerkt bekommen.
Der freundliche Angestellte weiss zwar nicht wie ich zum Amt komme, allerdings schreibt er mir einen Strassennamen auf ein Blattpapier.
Michelle, Annemarie und ich zotteln darauf in den Strassen herum bis wir mit viel Geduld das Amt für Immigration finden. Es dauerte ja nur 10 Minuten.
Man verstehe ''10 mexikanische Minuten''= Annähernd eine Stunde!!
Danach geht es mit dem Ausdruck zurück zur Bank, die Einreisegebühr von ca 15 Dollar wird einbezahlt und als Bestätigung erhalten wir eine Quittung mit Strichcode versehen, die bei Ausreise am Flughafen an einem speziellen Schalter abgegeben werden muss.
Im Nachhinein hätten wir die ganze Aktion lassen können und die Gebühr direkt und ganz einfach am Flughafen in Cancun bezahlen können.

ADO Busstation

Im Vergleich zu den anderen Ländern hebt sich Mexiko mit dem Bussystem erheblich ab. Neben dem Ticketschalter hängen moderne Flachbildschirme mit den Abfahrtszeiten und den Preisen. Eine klimatisierte Wartehalle mit Sitzbänken macht das Warten für die Passagiere etwas bequemer und ist mit Toiletten und einem Kiosk ausgestattet.
Als Reisender stehen einem mehrere Komfortklassen zur Verfügung.
Die Platinbusse heben sich durch ihren Luxus von anderen Bussen ab. Zwar sind sie etwa gleich unpünktlich, aber es gibt Wifi an Bord und natürlich mehr Beinfreiheit. Die 2. Klass-Busse haben zwar keine grosse Ausstattungen mehr, doch immer noch komfortabler wie die letzte Klasse.
Wie ihr uns sicherlich kennt, bleiben wir bei der 3. Klasse, welche auch die meisten Einheimischen fahren, treu.
Trotz allem trauern Michelle und ich ein bisschen dem Abenteuer mit den Chickenbussen hinterher.

Von Touristica zum Platin Bus; 
Beim ADO Bus feht es nicht an Luxus

Von Touristica zum Platin Bus;
Beim ADO Bus feht es nicht an Luxus

Modern eingerichtetes Busterminal mit Wifi
Der Kontrast zu Guatemala könnte nicht grösser sein.

Modern eingerichtetes Busterminal mit Wifi
Der Kontrast zu Guatemala könnte nicht grösser sein.

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Die Reise
 
Worum geht's?:
A-B-C,..fast jeder kennt diese Reihenfolge. Darum starten wir unsere 7 monatige Weltreise nach diesem einfachen Prinzip. Afrika, Brasilien, Costa Rica und viele weitere Destinationen stehen auf unserer Reiseliste.
Details:
Aufbruch: 23.10.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 06.05.2015
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Brasilien
Costa Rica
Nicaragua
Guatemala
Mexiko
Vereinigte Staaten
Fidschi
Neuseeland
Australien
Indonesien
Malaysia
Deutschland
Der Autor
 
Kevin & Michelle Tan & Kuriger berichtet seit 36 Monaten auf umdiewelt.
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Kevin & Michelle über sich:
Über uns:
Schon in jungen Jahren wollte ich (Kevin) die grosse weite Welt entdecken. Im November 2013 gingen wir gemeinsam für zwei Wochen mit dem Rucksack nach Thailand und so wurde Michelle vom Reisefieber angesteckt.
Wir freuen uns das Abenteuer zu beginnen