Nicaragua-Reisebericht :Mit dem Rucksack einmal um die Welt,..Kevin & Michelle

Nicaragua

An der Grenze Penas Blancas

An der Grenze Penas Blancas

Tica Bus

''Warum muss der Wecker jetzt schon klingeln'', fragt sich jeder von uns in seinen eigenen Gedanken. Uns bleibt nur wenig Zeit die Packung zu erstellen und noch das Frühstück im Zimmer einzunehmen. Um 3.45Uhr müssen wir am Terminal vom Tica Bus in San Jose sein. Während des Tages wimmelt es auf den Strassen nur so von Taxi's, doch um diese Uhrzeit braucht man viel Glück um überhaupt ein freies Taxi zu finden. Der Nachtportier des Hotels probiert auf seine Weise eines an der Strasse zu stoppen, doch die Mühe war vergebens. Irgendetwas sagt er uns auf Spanisch, danach nimmt er in der Reception das Telefon in die Hand und bestellt über die Zentrale ein Taxi, welches kurze Zeit später vorfährt.
Kaum sind die Koffer verstaut, fordert der Fahrer den doppelten Preis.
Wieder einmal eine typische Aktion, die uns vertraut ist.
Durch das vergitterte Eingangstor rufe ich dem Portier um Beistand zu.
Nur der Anblick des Angestellten an der Tür regelt automatisch unser kleines Problem.
Das Tica Bus Terminal ist ein kleines Gebäude mit eingezäumtem Vorplatz für die Busse, ein angrenzendes internes Hotel und zwei Räume für die Abfertigung der Formalitäten und Aufenthaltssektor. An einem langen Tisch sitzen 5 Angestellte, die uns beim ausfüllen der Ausreiseformulare behilflich sind. Hätten wir gewusst, dass wir die 7 Dollar Ausreisesteuer auch hier hätten einzahlen können, hätten wir uns die Stunde Wartezeit auf der Bank in Alajuela sparen können.
Beim Einsteigen müssen alle Passagiere den Reisepass abgeben. Nur ungern überreichen wir mit verkrampften Fingern unseren Pass dem Busfahrer.
Auf dem riesigen Stappel fallen die beiden roten Büchlein sofort auf, da wir die einzigen Touristen in diesem Bus sind.
Nach 4 Stunden fahrt erreichen wir den Grenzposten Penas Blancas. Besonders über die Weihnachtszeit ist dieser Ort sehr hoch frequentiert und muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden.
Alle im Bus machen sich bereit, damit wir alle so schnell wie möglich den Ausreisestempel bekommen, sobald der Bus vor dem Gebäude anhält.
Als der Bus die Türe aufmacht, hören wir auf der Nicaragua Seite hinter dem Zaun schon das laute Geschrei der Geldwechsler, wie sie ihre beiden Hände mit dem Geld durch die kaputte Öffnung halten. Jeder probiert sich zu vermarkten.
Wir schenken ihnen wenig Beachtung, da wir uns direkt in die Warteschlange eingliedern, die erstaunlicherweis sehr kurz ist. Innerhalb von 15 Minuten ist der ganze Bus wieder bereit zum nächsten Posten zu fahren.
Als wir mit dem Bus zum grossen Kiesplatz fahren, stehen mindestens schon 10 Busse auf dem Platz und hunderte von Leute. Die Einreiseprozedur wird hier sicher länger dauern. Während wir auf das Gepäck warten, sind wir innerhalb von Sekunden von den Verkäufern umzingelt. ''Amigo, möchtest du eine Simkarte kaufen'', jemand anderst wedelt vor meinem Gesicht mit einer Cola Dose herum, wieder ein anderer bietet mir sein Service als Geldwechsler an. Als wir die ersten Verkäufer lieb abgewimmelt haben, stehen kurze Zeit später genau gleich viele Leute wieder um uns. Der Bus wird komplett ausgeräumt, denn jeder muss sein Gepäck auf einem Tisch durchquecken lassen. Mit dem Rucksack stehen wir bei der nächsten Reihe an, schon total verschwitzt, weil es hier um einiges heisser ist wie die die letzten paar Tage in Costa Rica. Die Grenzbeamten tragen weder Uniform noch irgendein Merkmal, es könnte jeder den Angestellten unter den hunderten von Menschen auf diesem Platz spielen. Die vorher erwähnte Kontrolle des Gepäcks wird wahrscheinlich vom Staat vorgeschrieben, doch an der Grenze sind sie zu faul um unsere Rucksäcke zu durchsuchen.
Der Busfahrer hat in dieser Zeit von allen Passagieren die Pässe abstempeln lassen, so können wir nach 1.5h Aufenthalt weiter fahren.
Das Busticket haben wir zwar bis nach Managua gebucht, doch 30 Minuten nach der Grenze steigen wir in Rivas mit fünf anderen Leuten aus.
Die Taxifahrer bringen uns wieder einmal zum Lachen mit ihren Wunschpreisen. Irgendwo am Strassenrand entdecken wir ein noch nie gesehenes Velotaxi, mit dem wir unbedingt zur Busstation fahren möchten.
Haufenweise Busse, doch keiner fährt nach Playa Marsella. Eigentlich schade, es bleibt uns keine andere Wahl als ein Taxi zu nehmen.

Die Taschen müssen nach der ''Kontrolle'' wieder in den Bus verstaut werden.

Die Taschen müssen nach der ''Kontrolle'' wieder in den Bus verstaut werden.

Playa Marsella

Playa Marsella liegt etwa 10-15km vom sehr touristischen San Juan del Sur entfernt und von Rivas am einfachsten mit einem Taxi zu erreichen.
Über Tripadvisor sind wir auf dieses Hotel Villa Mar gestossen und waren uns bezüglich der Bewertung sofort einig, dass wir die Weihnachtstage hier verbringen möchten.
Über die Festtage gönnen wir uns wieder einmal etwas gehobeneres, das Zimmer ist schön gross, hat Klimaanlage, eigenes Bad und sogar Meerblick.
Als wir am Mittag an diesem Ort ankommen, haben wir total vergessen in Rivas Bargeld und Lebensmittel zu besorgen. Hmm, hoffentlich müssen wir nicht gleich bei der Ankunft das Zimmer bezahlen. Das Personal teilt uns jedoch freundlich mit, dass die ganze Konsumation aufgeschrieben und erst am Schluss mit der Gesammtabrechnung verrechnet wird. Glück gehabt!

Einsamer Strand in Playa Marsella

Einsamer Strand in Playa Marsella

Kleine Krabbeltiere im Sand

Kleine Krabbeltiere im Sand

Per Anhalter nach San Juan del Sur

Am zweiten Tag wollen/müssen wir unbedingt nach San Juan del Sur Einkaufen, ATM aufsuchen und das Städtchen erkundigen.
Playa Marsella ist durch seine Abgeschiedenheit wirklich ein Paradies, doch dadurch gibt es so gut wie keine öffentliche Transportmittel. Zwei Mal täglich fährt ein Bus an der Bushaltestelle (Strassenverzweigung) vorbei.
Morgens um 6.20Uhr Richtung San Juan del Sur und 13.00Uhr retour.
Der erste Bus ist uns von der Zeit definitv zu früh, daher wollen wir es mit Trampen probieren. Schon um 9 Uhr Morgens brennt die Sonne mit einer gewaltigen Kraft herunter, daher marschieren Michelle und ich wen möglich immer dem Schatten entlang. Zwar haben uns auf dem ersten Kilometer mittlerweile schon drei Autos passiert, doch alle in die falsche Richtung.
Als sich das erste Auto von hintern nähert, haben wir beide schon den Daumen in die Höhe gestreckt und warten gespannt auf unser Glück.
Wow, es hält wirklich für uns an. Bei einer Familie dürfen wir eingequetscht neben den Kindern sitzen und bis zur nächsten Strassenkreuzung mitfahren.
Jeder Kilometer zählt An der Kreuzung müssen wir keine fünf Minuten warten, schon hält ein Pick up an, wo wir hinten auf die Ladefläche steigen dürfen. Der fährt uns direkt ins Städtchen.
San Juan del Sur ist ein typisches Partymekka für Jung und Alt. Die Strandpromenade ist voll von Bars und Restaurants. Nach dem wir im Schnitzelhaus unsere Mägen gestopft und den Einkauf getätigt haben, fragen wir uns nach dem Bus durch, welcher schon bald fahren sollte.
Die erste Person schüttelt den Kopf- No Bus!! Komisch, uns wurde doch gesagt, dass hier ein Bus fährt. Gut, fragen wir weiter. Die zweite Person konnte zwar Englisch, wusste aber nicht genau wo der abfährt. Dritte Person, hmm vielleicht probiert ihr es beim Zentral Markt. Vollbepackt mit etlichen Tüten warten wir an der Stelle wo uns gesagt wurde. Ein Chickenbus kommt, doch als er anhält und wir den Fahrer fragen, zeigt er uns mit dem Finger in eine andere Richtung. Nicht weit vom Zentralmarkt steht in einer Querstrasse ganz versteckt unser Bus.
An der Strassenverzweigung zu Playa Marsella gibt uns der Fahrer ein Zeichen zum Aussteigen. Von dieser Bushaltestelle sind es nur noch 3Km Fussmarsch zurück zum Hotel. Der Kiesweg führt an Felder vorbei, wo Bauern etwas ansähen, eine Gruppe Arbeiter baut mit einfachen Mittel ein Haus auf und widerum andere hacken mit der Machete Bäume um. Mittendrin im täglichen Leben der Nicos.

Unsere erste Erfahrung mit Trampen

Unsere erste Erfahrung mit Trampen

Strand von San Juan del Sur

Strand von San Juan del Sur

Andere Länder andere Beförderungsmittel

Andere Länder andere Beförderungsmittel

Velotaxi

Velotaxi

Weihnachten

Die Weihnachtsdekoration auf der Terasse mit den Schneeflöckchen möchte ganz dezent aufzeigen, dass heute der Weihnachtstag mit 35 Grad etwas ungewöhnlicher ausfallen wird wie sonst. Yeah, das erste Mal das wir Weihnachten am Strand feiern dürfen. Vom Hotel zum Strand, vom Strand zurück zum Hotel, so geniessen wir den Tag mit relaxen. Mit einem 2-Gang Menu klingeln wir gemütlich den Weihnachtsabend aus und geniessen dazu den herrlichen Sonnenuntergang auf der Terasse

Du bist hier : Startseite Die Amerikas Nicaragua Nicaragua-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
A-B-C,..fast jeder kennt diese Reihenfolge. Darum starten wir unsere 7 monatige Weltreise nach diesem einfachen Prinzip. Afrika, Brasilien, Costa Rica und viele weitere Destinationen stehen auf unserer Reiseliste.
Details:
Aufbruch: 23.10.2014
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 06.05.2015
Reiseziele: Südafrika
Botsuana
Brasilien
Costa Rica
Nicaragua
Guatemala
Mexiko
Vereinigte Staaten
Fidschi
Neuseeland
Australien
Indonesien
Malaysia
Deutschland
Der Autor
 
Kevin & Michelle Tan & Kuriger berichtet seit 36 Monaten auf umdiewelt.
Bild des Autors
Kevin & Michelle über sich:
Über uns:
Schon in jungen Jahren wollte ich (Kevin) die grosse weite Welt entdecken. Im November 2013 gingen wir gemeinsam für zwei Wochen mit dem Rucksack nach Thailand und so wurde Michelle vom Reisefieber angesteckt.
Wir freuen uns das Abenteuer zu beginnen