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Boquete oder die Gewalt der Natur
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Zwei Monate volunteer im Projekt "La tortuga feliz", eine non profit Organisation in Costa Rica, deren Hauptziele der Schutz der Meeresschildkröten und die Verbesserung der Lebensumstände der lokalen Bevölkerung sind. Danach gehts per Rucksack Richtung Norden, mein Rückflug ab Mexico City, dazwischen gibt es sicherlich viel Interessantes zu entdecken..
Wie genau es kommt wissen nur die Sterne, und das ist gut so..
Reisebericht-Extras:
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Die Stadt haben wir verlassen, am selben Tag sind wir den ganzen Weg nach David zurueckgereist und gleich weiter nach Boquete gezogen. Unterwegs von Panama City nach David verlamgsamte unser Bus ploetzlich, auf der rechten Strassenesite stand ein komplett ausgebrannter Reisecar und auf der linken Strassenseite standen noch immer die ganzen Leute mit ihren Koffern. War froh als wir dann heil in David angekommen sind.. Boquete war eine willkommene Abwechslung, liegt auf 1000m und war daher klimamaessig sehr angenehm. Ein mildes Lueftchen den ganzen Tag ueber und am Abend musste ich mich zum erstenmal hier drueben vor der Kaelte schuetzen. Die Einwohner sind sehr gastfreundlich und das ganze erinnert sehr an Landleben. Obwohl Pizza, Billardclub, und gute Bars auch vertreten sind. Haben da ein gutes Hostel gefunden das von einer Familie betrieben wird. Als ich das Hostel zum erstenmal betreten habe schrie jemand ganz laut und hoch "HOLA!" ich habe natuerlich erwidert, jedoch keine Seele entdeckt. Irgendwann checkte ich dann das dies ein Papagei war der direkt hinter der Tuere in seinem Kaefig wohnte.. In den paar Tagen unseres Aufenthalts versuchte ich dem Papagei noch ein bisschen schweizerdeutsch beizubringen, jedoch wollte er nicht wirklich lernen... Gleich am ersten Morgen geschah es dann, Chris und ich genossen grade unsere Cornflakes. Als wir da so sassen und schlaftrunken umherstarrten fingen ploetzlich die Waende und der Boden an zu zittern, aber so richtig.. Bis ich ueberhaupt gecheckt habe was hier passiert, war es zwar schon wieder vorbei, aber dies war tatsaechlich mein erstes heftiges Erdbeben das ich erlebt habe. Wir konnten es kaum glauben und lachten nur noch laut heraus.. Unglaublich sowas..
Papagei "HOLA"
Boquete ist vor allem als Ausflugszentrum in die Berglandschaften bekannt. Man kann hier wandern bis zum umfallen. Berge soweit das Auge reicht, natuerlich habe ich mich als Schweizer schon fast wie zu Hause gefuehlt. Zwei Sachen wollten wir aufjedenfall unternehmen. Hot Springs (Natuerliche, heisse Quellen) und den Vulkan Barru (3475m ueber Meer, zugleich der hoechste Punkt Panamas)
Eindruecke aus Boquete..
...
Als erstes waren also die Hot Springs an der Reihe. Dies war unsere erste und einfachere Wanderung. Vorbei an Steppenaehnlichen Landschaften und Kuehen dem Rio weissichnichtwas entgegen. Auf einer Bruecke kamen uns ploetzlich eine Horde Kuehe entgegen. Wir fluechteten also wieder zurueck ans andere Ende und brachten uns erstmal in Deckung..
Angriff der Kuehe..
Die Hot Springs waren super, ein Bad mitten im Wald, das wiklich hot war.. Wir haben nicht beruecksichtigt das es draussen ja eigentlich schon relativ warm war.. Schoener waere es gewesen wenn draussen Schnee gelegen waere.. Tja.. Ein paar Schritte weiter war dann der Rio weissichnichtwas, der war wunderbar erfrischend und wir haben dann die meiste Zeit da verbracht. Das schoenste an diesem Tag war jedoch die Heimfahrt. Da wir sowieso den letzten Bus nach Boquete verpasst haben (15:00Uhr pffft..) versuchten wir es daher unterwegs mit Autostopp. Eine einheimische Familie die von ihrem Wochenendausflug mit ihrem Pickup nach Boquete zurueckfuhr, hat uns tatsaechlich mitgenommen. Wir fuhren dann ueber die Berge und Landstrassen zurueck nach Boquete und dies hinten auf der Ladenflaeche des Pickups.. Volle Sicht und ein saugutes Gefuehl..
Nochmals Kuehe..
erstmal schillen...
rio weissichnichtwas
hot springs..
beni cooking in se Hot Springs..
beni am rio ... eben der..
Zu unserem zweiten Ausflug haben wir uns von einem 65- jaehrigen Kanadier inspirieren lassen. Der gute Mann ist alleine mit seinem Mountainbike in Mittelamerika unterwegs, war auch in unserem Hostel schlafend und sehr interessant.. Nun zu unserem Vorhaben. Vulkan Barru, auf 3475m, der hoechste Punkt Panamas wie gesagt und bestehend aus 7(!) Kratern. Man lasse sich mit dem Taxi an den hoechsten befahrbaren Punkt bringen (1900m) und steigt da aus. Von da an zu Fuss weiter, kurz Nationalparkgeld bezahlen und Schritt um Schritt ueber Stock und verdammt viele Steine gen Cima (Spitze). Vom Kanadier haben wir noch einen Schlafsack ausgeliehen, wir wollen auf der Spitze uebernachten und uns den Sonnenaufgang reinziehen. Die Spitze muss unglaublich sein, man sieht von da oben tatsaechlich gleichzeitig den Atlantik und den Pazifik bei Drehung um 180 Grad um die eigene Achse. Einziges moegliches Problem, und davor haben uns ein paar gwarnt, da oben kann die Temperatur bei Nacht unter null Grad sinken. Aber kein Problem fuer uns, dachten wir.. Vollbepackt mit 5 Liter Wasser, Wurst, Kaese, Brot, Empanadas und einem Abuelo (ohne Rum geh ich da nicht rauf.. Abuelo= Grossvater
haben wir uns auf den Weg gemacht. Was haben wir gekaempft.. 1500m Hoehenmeter und x Liter Schweiss.. Ans Aufgeben wollten wir gar nicht erst denken, denn wenns der 65-jaehrige geschafft hat, schaffen wir das schon lange. Ansonsten wuerde es wehtun, trotzdem, und das muss ich anfuegen das dieser voll durchtrainiert war
Das schlimmste war, dass alle 1.5km geschrieben stand wie hoch man sich befindet und wie weit es streckenmaessig noch geht, psychisch war das nicht sehr motivierend.. Aber wir haben es getan und sind nach 5 Stunden oben angekommen. Was fuer ein Ausblick war das.. Leider hatten wir ein bisschen Pech mit dem Wetter, es war recht bewoelkt.. Oben haben wir dann eine Blechhuette gefunden die wir erstmal mit allem moeglichen herumliegenden Abfall (in Mittelamerika nie ein Problem, leider) isoliert und ausgekleidet haben. Mit Lagerfeuer, 5 T- Shirts, Ueberlebensfolie und natuerlich unserem Abuelo war auch die Nacht gar nicht so uebel, der Wind blieb mehr oder weniger aus, zu unserem Glueck.. Gute Diskussionen und das sehr idyllische Lagerfeuer wogten uns dann in den Schlaf, einsam inmitten dem Vulkangebirge.. Ich hab diesen Ausflug so genossen, trotz den Blatern an den Fuessen, dem Wassermangel, dem leichten Sonnenstich, den Wolken, und den schmerzenden Beinen am naechsten Morgen fuer den Abstieg.. Wunderbar wars...
Anschliessend ein paar Bilder dieses Ausfluges, enjoy it:
Eingang des Nationalparks
Noch topmotiviert..
eine der Herausforderungen die uns begegnete, zwei Wege und keine Beschilderung..
Der erste Krater..
unterwegs..
ueber Stock und Stein..
oben angekommen, die Belohnung..
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posing auf 3475m
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Krater..
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le Spitze..
pure freedom..
unsere Bleibe fuer die Nacht..
glueckliche Nachtschwaermer
der Morgen
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auf der Rueckreise, diese Hagenbutten nennt man hier Kaffee..
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