USA-Reisebericht :San Diego /USA fuer 18 Monate

Weihnachten/Christmas und andere Unterschiede

Weihnachten/Christmas und andere Unterschiede:

Heiligabend hatten Mareike und ich beide netterweise frei. Das war dieses Jahr ein ganz anderes Weihnachten als letztes Jahr. Da hatten wir ja bei uns in der Lothstrasse geladen, mit Fondue, Weihnachtsbaum und einigem Besuch.
Diese Jahr haben wir uns gleich morgens am 24. die Geschenke übergeben, war ja auch dann ca. 18 Uhr in Deutschland.

Beim Spaziergang am 24.12.06

Beim Spaziergang am 24.12.06

So weihnachtlich war unsere Wohnung im Hintergrund unser Hausgast "Cha-Cha" (Wellensittich von Mareikes Onkel der mit Familie in Mexico ist)

So weihnachtlich war unsere Wohnung im Hintergrund unser Hausgast "Cha-Cha" (Wellensittich von Mareikes Onkel der mit Familie in Mexico ist)

Außerdem hatten wir abgesprochen diesmal nach Umzug und Start hier, die Geschenke klein zu halten. Habe von Mareike das Buch "U2 by U2" bekommen, super geiles Buch, das aus vielen Stunden von Interviews eine Geschichte der Band nachzeichnet. Sehr zu empfehlen für alle Fans und zeigt mal wieder das man bei mir mit U2 bezogenen Geschenken fast nie was falsch machen kann.
Nach dem Frühstück haben wir dann einen 2 ½ h Strandspaziergang gemacht. Ca. 6 Meilen, also fast 10 km. Abends waren wir noch thailändisch essen. War ein sehr schöner Tag, jedoch sehr anders als die anderen Jahre.
Jetzt noch ein paar uns aufgefallene Unterschiede:
Während man in Deutschland halt eher einen Spaziergang im Park oder Wald macht läuft man hier am Strand entlang und unter Palmen. Es gibt auch nicht wirklich einen Park oder größere Grünflachen in der Nähe.

Strassendeko in PB

Strassendeko in PB

Was es gibt sind wahnsinnig hohe Bordsteine, wenn man da nicht aufpasst, es geht da teilweise ca. 30 cm runter. Macht aber nicht so viel da es auch nicht so viele Fußgänger gibt. Daher sind sogar hier in PB (Pacific Beach, unsere Wohngegend) wo noch relativ viele unterwegs sind ALLE Ampeln für Fußgänger mit Knöpfen ausgestattet damit die Fußgängerampel grün wird. Diese sollte man aber drücken und darauf warten da ich auch schon beobachtet habe, dass ein Passant ein "Ticket" von einem Polizisten bekommen hat fürs kreuzen bei Rot.
Es ist also alles aufs Auto ausgelegt, was für keinen der schon mal in den USA war eine größere Überraschung sein dürfte. Allerdings sind mir doch diesmal ein paar Sachen aufgefallen die auch bei uns nicht schlecht wären.
Es gibt hier zum Beispiel kein "rechts vor links", sondern man ist entweder auf einer Vorfahrtsstrasse (und die kreuzende Strasse hat ein Stoppschild) oder alle haben ein Stoppschild. Da steht dann unterm Schild "all-way" das heißt alle müssen anhalten und es wird wieder losgefahren in der Reihenfolge in der man an der Stopplinie angekommen ist. Auch dass die Ampeln auf der anderen Seite der Kreuzung über der Strasse hängen entspannt das Genick sehr. Man darf auch an den meisten Ampeln nach rechts bei rot abbiegen, was den Verkehr deutlich beschleunigt. Genauso gut ist die Idee bei den Auffahrten auf den Highway, wenn es mehrere Spuren auf der Auffahrt sind, Ampeln einzusetzen um den Zufluss auf die Autobahn zügig aber überschaubar zu machen. Überhaupt die Amerikaner und ihre Highways. Jeder hat ja schon mal von den 5-8 Spuren pro Richtung und ähnlichem gehört, und die Strassen sind auch wirklich so breit. Was mir persönlich aber erst jetzt so richtig klar geworden ist, dass das im Prinzip so wäre, als ob die A8 von Stuttgart nach Salzburg über den Sendlinger Tor Platz hinweggehen würde. Durchgängig. Und im Stadtkern dann gern mit den erwähnten 6 Spuren pro Richtung. So ist es nämlich hier in San Diego. Es findet hier auch keiner komisch, dass auf dieser "Stadtautobahn" 65 Meilen pro Stunde (mph) erlaubt sind, entspricht ungefähr 110 km/h. Dass man aber auf einer stangerlgraden Autobahn mitten durch das Nichts aber auch höchstens 70 mph fahren darf, finden auch alle normal. Dies hat zur Folge, dass Mareike zur Arbeit 15 km in 15 Minuten fährt, dass man aber auf längeren Strecken auch höchstens einen 100er Schnitt erfährt. Entspannt aber das fahren ungemein, man braucht halt nur a bisserl länger.

Verkehrsschild in PB

Verkehrsschild in PB

Was auch sehr angenehm ist, ist dass für ganz Kalifornien geltende Rauchverbot in Gebäuden. Gilt glaub ich nicht in privat Häusern, wäre aber nicht mal da überraschend. Es kann aber auch überall sonst auf öffentlichem Gebiet ausgesprochen werden wie zum Beispiel am Strand.
Daher sind die Kneipen angenehm belüftet und die Raucher müssen raus auf die Terrassen (was aber in Südkalifornien noch geht, in Alaska bestimmt etwas ungemütlicher). Die Kneipen sind übrigens trotzdem gemütlich, Zigarettenrauch gehört also doch nicht zur Grundausstattung.
Bin übrigens sehr froh, dass ich mittlerweile meinen hiesigen Führerschein habe. Dies enthebt mich nämlich der Pflicht abends immer meinen Reisepass dabei zu haben. JEDE Bar hat hier nämlich Türsteher und auch im Restaurant kriegt man nichts so lange man nicht über 40 aussieht oder sich ausweisen kann. Und der Perso langt hier nicht!
Genauso extrem ist übrigens die Tatsache, dass es eine staatsweite Sperrstunde gibt. Ab 2 Uhr morgens gibt es hier keinen Alkohol mehr. Nicht im Supermarkt der dann noch offen hat, in keiner Bar und die paar Diskos die dann noch offen haben schenken dann auch nichts mehr aus. Was übrigens aber nicht merkbar weniger Betrunkene zur Folge hat. Habe hier schon ein irish pub (was auch sonst) gesehen, dass am Samstag von 10 Uhr morgens bis 18 Uhr happy hour hat.

Gilt an allen Stränden!

Gilt an allen Stränden!

Lebkuchenhaus mal anders! Ein Lifeguardtower aus Lebkuchen mit Zuckerfenster im Tower23

Lebkuchenhaus mal anders! Ein Lifeguardtower aus Lebkuchen mit Zuckerfenster im Tower23

Im Moment läuft hier auf dem Laptop die Gong Morningshow (hier 8pm, in MUC 5am), sonst hat aber 100,7 hier die Stellung von 96,3 übernommen. Statt Radio Gong höre ich hier "Jack FM". Selbst beim Radio gibt es krasse Unterschiede. Zum Beispiel gibt es bei dieser Station keine Nachrichten.. nur kurze Verkehrsdurchsagen und Werbung. Aber keinerlei News. Auch kann man hier im Internet Punkte sammeln fürs Radio hören. Damit gibt es dann wieder Gewinnspiele. Und da hoffe ich drauf ab dem 8ten Januar, dann verlost Jack FM mal nämlich ne schlappe Million Dollar. Das wäre doch mal ein guter Start in 2007.

Also drückt mir alle dafür die Daumen, ich wünsche allen einen guten Rutsch. Auf ein erfolgreiches, spannendes, glückliches und friedliches neues Jahr.

Georg

Und ganz liebe Grüsse auch von Mareike

HAPPY NEW YEAR!!!!!!!!!

© Georg K., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Beruflich fuer 18 Monate in die USA. Durch weitgehend Zufall in San Diego gelandet. Von hier aus wird der Suedwesten erkundet. Hier wird es Zwischenberichte geben so dass Freunde und Familie wissen was passiert. Unbekannte sind auch herzlich willkommen zu stoebern und zu lesen.
Details:
Aufbruch: 29.10.2006
Dauer: 19 Monate
Heimkehr: Mai 2008
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Der Autor
 
Georg K. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Georg sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Georg über sich:
Alle die auf dieser Seite landen kennen mich wahrscheinlich eh schon. Aber kurz zusammengefasst:
-maennlich
-Baujahr: 1975
-Beruf: Hotel
-derzeit: San Diego, USA
-Heimat: Schwabing, München, Deutschland