ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
18.10.2007, 14.00, page, usa
zion nationalpark
riesige rote felsen - aufgeschichtet wie eine pfannkuchentorte. sandstein, schluchten, steile grate, felsen und klippen, die rund um einen in die hoehe ragen. riesig und man selbst so winzig darin, in dem tal, durch das ein kleiner fluss fliesst.
aufstieg zu den blicken ueber die tiefen: angels landing. in serpentinen bergauf. zu beiden seiten fallt man tif. laengst liegt der gemuetliche sandweg hinter uns. eiserene ketten bieten hier oben, wo der wind weht, halt auf unserm weg. stufe um stufe befreien wir uns aus der enge und tiefe des tals. durchdringendes rot, schicht um schicht. adler kreise um uns, streifenhoernchen nagen an unseren sachen, die wir abgelegt haben. mit ihren aermchen halten sie etwas und nagen daran, den kopf vor und zurueck. neugierig wieseln sie um uns herum. rastlos und immer in bewegung. der ausblick ist atemberaubend, der wind spielt in meinen haaren. einen kurzen moment verweilen, innehalten und geniessen, dem koerper einen augenblick ruhe goennen, bevor wir wieder absteigen.
das abendprogramm: unsere sterne am himmel!
ein kleiner kojote, der pfeil um pfeil zum mond schiesst - immer in das hintere ende des vorherigen pfeils, sodass nach und nach der weg vom mond zur erde hin waechst. aus dem wiederum baut er eine leiter und steigt empor. vom mond aus zaubert er dann mit seinen pfeilen, die sterne an den himmel. erst schafft er sein eigenes bild, dann die seiner ganzen freunde, sodass wir nun einen himmel voller sternenbilder haben. von diesem kinderbuch aus schlaegt sie einen bogen zur wissenschaft, die ranger lady aus dem park. lightpolution - darueber lernen wir etwas in dieser nacht. umwelt von einer neuen seite. mich fasziniert ihr vortrag - art und weise und inhalt. wie weit die gedanken amerikas doch reichen? wie das wissen um lightpolution einer so umfassenden denkerin neben einer so riesigen stadt, wie las vegas in der wueste, stehen koennen? nachdenken und lust auf sterne.