18.10.2007, 14.33h, page, usa
arches nationalpark
jenseits des pflasters: endlose weite. trocken, sand und staub. rote erde wirbelt auf bei jedem schritt. tiefrot, fast braun, faerbt sie die luft, die uns umgibt. verlassen, einsam und oede. wind heult durch die leere. vertrocknete baeume - ausgeblichen von sonne und wind. fahl und hohl. winzige kakteen und dornenbuesche.sorkpione, schlangen und kleine echsen. verborgenes leben in der wueste. fast unsichtbar bluehen sie, die dornen. kleine, dunkelrote blueten, die ton in ton mit dem erdboden einher gehen. vereinzelt ein farbklecks: lila und gelb. strahlend blauer himmel, der sich vom boden absetzt. alles versinkt, wird von dem wuestenboden verschluckt. selbst die riesigen, roten tonklumpen gehen unter. viele meter hoch, schwer und erhaben und doch formbar, wie feuchter ton, so scheint es. das gefuehl, wie er durch die finger gleitet. moore. gesichter, figuren, geschichten. phantastische wesen. durchganege, und blicke, fenster, tore und boegen.
ein paar stunden spaeter, ein paar meilen weiter: roter sand, fein, wie er feiner nicht sein koennte. wuestensand im sonnenlicht - dennoch fuehlt er sich kalt an. zu viele stunden schatten von den umgebenden schluchten, als das er durch und durch aufwaermen koennte. umgeben von felsen und vergraben in eben jenem sand, ein weiterer bogen.
hoch oben auf dem felsen thront wie ein meisterstueck der delicate arch.windschief und globig und doch auf seine weise ausbalanciert. dem wind zum trotz ragt er gen himmel. in sich voller weicher farben, angestrahlt von dem milden licht der abendsonne. hand in hand - himmel und erde.