ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
mit einem gut gepolsterten jeep fahren wir ueber weite sandfelder hin zum canyon, zur schlucht. die sonne scheint und es ist warm - dennoch ist es winter und das sagenumworbene leuchten im canyon wird es nicht geben. das wissen wir vorher. im canyon selbst ist es im gegenteil zum sommer aussen vor eher kuehl und die waerme, die wir von allen bildern, die wir von hier kennen, sieht und fuehlt man nicht. unerwartet und ueberrascht treffen mich daher die ersten fotos. woher kommt das licht und die farben? es ist so unfassbar, wie diese farben und formen zusammen spielen. welch eine freude hier zu fotografieren!!! sandsteinrot und gelb und weiss. mild und zart. sommerlich. wellen und schnoerkel, boegen und rundungen, ueberlappungen,... mystisches blau und eigenwilliges fliessen. sonderbarer weise muss man das licht beim fotografieren vermeiden - wer haette das gedacht? aber es funktioniert.