ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
wirklich viel zu sehen gibt es auf DER mother road nicht. dafuer wird schon fast chronisch einmal mehr unser sprit knapp, sodass wir zwangslauefig in den genuss einer tankfuellung im historischen stil kommen. coco WIRD befuellt, anstatt dass wir selber tanken.
am strassenrand liegt jemand und bewegt sich nicht mehr. ob der tod ist? wir wenden, um zu schauen was los ist. lisas fragt, ob alles o.k. sei. ein kurzes yes und wir wollen weiter. aber ploetzlich steht er auf und stuerzt sich auf die tuer. lisa, die grade erst wieder drinne ist klickt geistesgegenwaertig auf die verrieglung: die knoepfe gehen runter. ABER nur vorne.hinten schafft er es die tuer aufzureissen. was passiert jetzt? geschockt darueber, dass die verrieglung nur hinten greift, erfasst uns panik. das gesicht des indianers: aufgedunsen, zerschnitten und verzerrt. der blick verklaert. alkohol? drogen? wir wissen es nicht, aber nuechtern und bei allen sinnen geht anders. fahr lisa, fahr! mir ist dieser kerl unheimlich. dankenswerter weise laesst er die tuer auch los. vielleicht wollte er einfach nur mitgenommen werden, aber - schande ueber meine tramperseele - wollen ihn einfach nicht mitnehmen.
am ende des streckenabschnitts, kurz vor kingman: hackburrys general store. eine goldgrube an kuriositaeten! rost und 50er jahre, blechschilder, alte automaten, zuckerdosen, coca cola werbung, pins, geldscheine aus aller welt an den waenden, dumpfes licht aus den verschiedensten ecken. ein pilgerort fuer jeden real biker! so viel winkel und zusammen gewuerfelte dinge. welch quelle an fotomotiven!
die kroenung bieten schliesslich die toiletten.
das damenklo: in milden rosa und gelbtoenen, lieblich gehalten, mit bildern von james dean und anderen herzensbrechern. seife, schnoerkel und keramik.
das herrenklo: porno pur! pin ups vom fussboden bis zur decke. getreulich ausgeschnitten, die oberweiten dieser welt. beine busen, hintern. schumriges licht.
der kontrast: einfach wundervoll! wir amuesieren uns koestlich.