IHOP und ein riesiger berg pfannkuchen
nach der route 66 fuerht unser weg geradeaus nach las vegas in richtung norden. sonderbar ist nur, dass auf den schildern las vegas nicht mehr ausgeschildert ist, obwohl das DIE naechste stadt ist. ein blick auf unseren bordkompass sagt auch sueden. ich trau dem nicht. auf welcher strasse sind wir, lisa? zeit zum weden. besser hier als erst nach zweihundert meilen, die wir auch locker gefahren waeren, weil wir nicht mehr haetten abbiegen muessen. immerhin: unser kleiner abstecher durch ein meer von fabriken und wueste fuehrt uns zu IHOP, der fast-food-kette, die mit einem riesigen berg pfannkuchen auf unserer amerika-und-was-man-dort-getan-haben-muss-liste steht. wir hatten grade den glauben daran, dass es sie tatsaechlich gibt aufgegeben. aber da ist sie und da sie und da sie nun mal da ist, kehren wir getreulich ein. das erste, was ich tue, ist zurueck zum auto zu gehen um unsere fleece pullis zu holen. in IHOP ist es schweinkalt, waehrend draussen traegerhemdchentemperaturen herrschen. freundlich werden wir begruesse und bekommen einen platz zugewiesen. dreimal werden wir gefragt, ob uns dieser auch genehm sei. der kellner stellt sich als ronny vor und wenn immer und was immer wir wollen let me know! die karte
: jede menge pfannkuchen - klar, wegen denen sind wir ja hier - in tausend verschiedenen variationen und mehlsorten und mengen. da stellt sich doch die frage: was ist ein riesiger berg pfannkuchen. sind es vier, fuenf oder noch mehr? um der mission gerecht zu werden bestelle ich die groesste portion, die ich finden kann, mit etwas drauf, von dem ich glaube, dass es mir spass machen koennte. waehrend wir warten fragt uns ronny immer wieder mal, ob es uns noch gut geht oder ob wir noch was zu trinken zu unserem glueck brauchen oder... zu einer wirklichen unterhaltung kommt man bei der aufmerksamkeitsquote ja nicht. als die pfannkuchen an unserem tisch ankommen, machen sie zwar einen bergigen eindruck, aber wirklich satt machen sie nicht. so viele loecher wie da drin sind... voll fluffig. aber die ganzen sirups und sossen, die hier zahlreich auf dem tisch stehen, sind wundervoll. einmal alle durchprobiert. da ich kein kind bin und nicht umsonst hier esse, belass ich es trotzdem bei einem berg. theoretisch muesste ich ja davon satt sein und wenn ich ein bisschen warte und mir vorstelle, dass ich es bin, passt das schon.
las vergas
weiter fahren wir diesmal auf der richtigen strasse, hinweg ueber den hoover damm - schon gross! - hinein in ein meer voller lichter. bunte farben springen uns an, blicken wie wild, kreuz und querr. alles quietscht und man koennte sich daran berauschen. reklame, wo immer man hinschaut. casinos und wedding, entertainment und limusinen, hotels, aufgestylte menschen in viel zu kanppen klamotten. und SANDSTURM. der wind zieht an unserem auto, waehrend wir ueber den stripe dahin rollen. die menschen laufen - entgegen dem stil ihrer feinen roben - gebeugt und versuchen sich vor dem sand zu schuetzen. alles weht und laesst einen keine sekunde - trotz der ueberdosis an lichtern und zwangszivilisation - vergessen, dass wir hier in der wueste sind. eine stunde fahren wir im stopp and go tempo hindurch, danach ist uns nach selber ins getummel stuerzen. nur wohin mit coco? anscheinend kann man hier seinen schlitten nur in hotels PARKEN LASSEN. doch hier, ein self parking schild. dem folgen wir. das parkhaus heisst genau wie das hotel. ob wir hier rein duerfen. kein schild, keine gebrauchsanweisung, keine preisschilder. nichts! und das in amerika. das kann doch nicht sein, dass man hier umsonst parken darf. ich trau dem gar nicht, aber fuers erste steht coco und wir ziehen los. freu! black jack und poker, roulette und wie sie alle heissen. im grossen stil, mit anzug, krawatte und besagten viel zu knappen abendroben.