ist es nicht der abschied, der uns leben gibt und uns zu neuen wegen, neuen zielen führt?
so nehme ich sie bei der hand, die zeit zwischen examen und dem leben danach, lasse zurück, was ich einmal hatte, setzte einen fuss vor den anderen und umrunde ihn, unseren globus. mit all meinem mut für eine hand voll augenblick...
das dasein für das hier... streben ohne ziel... treiben in dieser welt... den kopf ab und zu verlieren... mag der verstand auch nicht verstehn, das herz immer...
sandwuesten, steinwuesten, salzwuesten. so viele welten voller nichts. noch ist es kuehl hier, als wir frueh morgens ankommen. staubkorn um staubkorn, fern jeden lebens. trockene flussbetten. trockene luft. so viele farben, aufgeschichteter stein und doch oede. sproedes licht, ohne leuchten, ohne kraft. nicht mehr lange und das letzte bisschen kontrast wird im flimmern der hitze verschwimmen.
die salzfelder - weiss, von rissen durchzogen, aber nicht trocken. als ich mich hinkniee bleiben weisse salzflecken auf meinen beinen zurueck.
eine wanderung durch ein altes, laengst verdorrtes flussbett. stein ragt um mich in die hoehe.
ein bogen - die pfeiler so massiv. globig. schwer.
ein weites feld - durchzogen von straeuchern, die einen kleinen zitronengelben bach einhuellen.
sandduenen - eine eigene wueste in der wueste.
berge, die das tal einhuellen und sich langsam aus dem leblosen land herausschlaengeln.
kakteen - vereinzelt und frei.
mehr und mehr gewinnt die ausgeblichene erde an intensitaet, auf dem weg nach draussen.
hinter death valley liegt der herbst. laub, das von den baeumen faellt, gelb, das aus den brauenen staemmen heraus leuchtet.
von unter dem meeresspiegelfahren wir weit hoch in die berge. yosemite. stunde um stunde schlaengelt sich die strasse in die dunkelheit hinein. die angenehme hitze des tages weicht bitterer kaelte, der sommer dem herbst und der herbst dem winter. jeden tag kann der pass gen jenseits der berge gesperrt werden. heute morgen war er offen - was morgen frueh sein wird, wissen wir nicht. als wir nachts ankommen sind die schranken offen. nur: jenseits der schranken schlafen entpuppt sich als schwierig. der himmel glasklar. eine kalte und eisige nacht, aber nach schnee sieht es nicht aus. wir wagen es - auf dass wir morgen auch noch ueber den pass kommen! - und schlafen an einem bergsee direkt vor den schranken. kalter felsen, tiefes, eisiges wasser. dunkle tannen und fast vollmond. ruhig und friedlich. das nor overnight parking haben wir nicht gesehen...