USA-Reisebericht :Endlich Leben!

MUC-DUS-BGR-JFK

Am Samstag, 2. August 2008, war es dann endlich so weit: Der grosse Tag war gekommen, es war der erste Tag meiner USA Reise.

Nach nur 5 Stunden Schlaf machte ich mich kurz vor 7 Uhr auf den Weg zum Muenchner Flughafen. Ich bin froh, dass ich nicht wie geplant schon frueher dorthin gefahren bin, denn der Check-In ging relativ schnell (Vorteil, wenn man Business Class fliegt). Trotzdem musste ich noch einige Zeit warten, bis dann mein Flug nach Duesseldorf endlich ging. Dort hatte ich dann 2 Stunden Aufenthalt, die ich natuerlich einerseits zum Umsteigen nutzte, andererseits um nochmal mit Yvonne, Dany und Mama zu telefonieren. In Duesseldorf gibt es am Flughafen auch eine Business Lounge von Air Berlin, wo ich mich dann noch die letzte Stunde vor Abflug nach New York hinbegab, guten Tee und Rotwein trank, ein Croassaint ass und Zeitung las. (@Yvonne: "Leider" nur die Zeit, also nicht Wirtschaftswoche oder Financial Times )

Kurz vor der geplanten Abflugzeit begab ich mich dann zum Gate, wo ich dann aber noch ein wenig warten musste, da es schon beim Einsteigen eine Verzoegerung gab. Aus welchen Gruenden auch immer hatte das Flugzeug dann bei Abflug schon gut 40 Minuten Verspaetung. Mein Fensterplatz brachte mir in sofern nicht viel, da es eigentlich die komplette Strecke ueber bewoelkt war, selbst ueber dem Atlantik war kaum etwas zu sehen. Der Service an Bord war ausgezeichnet, das Essen (bis auf die Nachspeise) wirklich sehr lecker und die Weinauswahl auch nicht zu verachten. Ich probierte zu jedem Gang einen anderen Weisswein, anschliessend goennte ich mir noch Wodka auf Eis.

Business Class hat den Vorteil, dass man sich den Film, den man sehe moechte, selber aussuchen kann. So kam es dann dazu, dass ich insgesamt 4 Filme sah: The Bucket List, 27 Dresses (hiervon nur die erste Haelfte), Sex and the City und Love Vegas (hiervon die zweite Haelfte).

Der Flug an sich verlief auch ganz gut bis zu dem Zeitpunkt, wo wir kurz vor New York waren. Der Flughafen war wegen schlechten Wetters kurzzeitig gesperrt gewesen und somit warteten einige Flugzeuge auf Landeerlaubnis. Nachdem wir 4 oder 5 Schleifen geflogen hatten, entschied unser Pilot nach Boston zu fliegen, da uns so langsam der Sprit ausging. In Boston gab es dann aber auch keine Landemoeglichkeit, da auch hier einige Flugzeuge bereits warteten. So wichen wir dann nach Bangor, Maine (der Geburtsort von Horror-Autor Stephen King; Bangor ist etwa 600km von New York entfernt) aus, einem Provinzflughafen. Hier wurde das Flugzeug wieder betankt (wie unser Pilot meinte: "Wir tanken 10 Tonnen Kerosin extra, so koennten wir notfalls 5 Stunden ueber New York kreisen..."). Leider durften wir nicht mal aussteigen um uns die Fuesse zu vertreten, da an dem Flughafen kein geeignetes Bodenpersonal war um uns die Einreise zu genehmigen. So mussten wir etwa eine Stunde im Flugzeug warten, wo ich zumindest die Moeglichkeit hatte Liz und Phil per Handy Bescheid zu geben, dass sich meine Ankunft am JFK verzoegern wuerde.

Nach einiger Zeit bekamen wir dann schliesslich die Starterlaubnis und waren dann auch nach etwa einer Stunde Flugzeit endlich in New York angekommen. Ich befuerchtete schon, dass es sich nun noch um Stunden handeln koennte, bis ich durch Einreise und Zoll kam, da dies ja bekanntlich einige Zeit in Anspruch nimmt. Wir hatten aber Glueck und vor uns waren nur etwa 20 Leute. Es ging also relativ schnell, dennoch gab es fuer mich eine kleine Verzoegerung. Ich hatte die Einreisekarte und Zollerklaerung mit Bleistift ausgefuellt und wurde von dem Officer nur unfreundlich angeschnauzt: "This is not a legal document." Er drueckte mir seinen Kugelschreiber in die Hand, ich musste wieder zurueck und das ganze mit Kuli nachfahren. Ich dachte mir schon: Na toll, unfreundlicher Kerl, der mir den Tag vermiesen will. Beim zweiten Anlauf war er dann aber auf einmal sehr nett, wir plauderten auch kurz miteinander und er wuenschte mir noch angenehme 3 Monate im Land.

Das Gepaeck befand sich mittlerweile auch schon auf dem Foerderband und so brauchte ich nur etwa eine halbe Stunde um endlich aus dem Flughafen zu kommen. Da ich nun etwa 4 Stunden spaeter als geplant in New York war, waren Liz und Phil mittlerweile nach Hause gefahren. Liz beschrieb mir aber per Telefon, was ich zu tun haette: Mit dem Air Train nach Jamaica zu fahren (ich dachte immer, das liegt in der Suedsee und da fliegt man hin; ich stellte aber fest, dass eine Metrostation diesen Namen traegt) und von dort aus mit dem Zug nach Ron-irgendwas. So wirklich hatte ich den Namen des Staedchens nicht verstanden, aber am Ticketautomat war es kein Problem das richtige Ticket zu kaufen: Ronkonkoma heisst der Ort (und er erinnert mich an Walter Moers Buch "Die Stadt der Traeumenden Buecher" wo es einen Buecherjaeger Namens Rongkong Koma gibt).

Ich hatte den Anschlusszug um wenige Minuten verpasst, so musste ich dann in Jamaica etwa eine Stunde warten, was aber schnell vorbeiging. Mittlerweile war ich schon wieder gut 21 Stunden lang wach, aber die Muedigkeit packte mich noch nicht voellig. Im Zug fand ich zum Glueck einen Platz, obwohl er eigentlich ziemlich ueberfuellt war. Hier ergab sich gleich ein nettes Gespraech mit meinem Platznachbarn, seiner Frau und seiner 3jaehrigen Tochter. Sie kamen gerade von einer Dinosaurierausstellung in Manhattan und das kleine Maedchen war total begeistert!

Nach einer Stunde Zugfahrt kam ich endlich in Ronkonkoma an, wo Liz mich schon am Bahnsteig erwartete. Liz brachte mir netterweise ein Sandwich, Kirschen und etwas zu trinken mit, da sie wusste, dass ich mittlerweile wieder grossen Hunger hatte. Ihr Vater, John, fuhr uns nach Hause nach Mattituck, wo wir dann gegen 23:30 Uhr endlich ankamen. Ziemlich erschoepft nach diesem langen Tag, aber dennoch gluecklich und zufrieden, fiel ich schliesslich in einen langen Schlaf...

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Fertig mit dem Abi. Was nun? Reisen, eine gute Möglichkeit, die Welt zu entdecken. Ich stehe noch ganz am Anfang, sehr gespannt, was mich erwartet!
Details:
Aufbruch: 01.07.2008
Dauer: 4 Monate
Heimkehr: 29.10.2008
Reiseziele: Deutschland
Niederlande
Vereinigte Staaten
Der Autor