Ein Jahr lang unglaubliche Momente erleben!
Hawai'i: Maui
Zack und Hop und schon wieder eine neue Insel: Maui! Wieder erstmal ein Auto. Wollten wie immer das kleinste und guenstigst, haben den Tarif auch bekommen und mit was kam dann Ruth vorgefahren: mit nem Spaceship! That's America again...
Ruth mit unserm geliebten Doge Charger Space Ship, that's a way to travel, wie gesagt wir passen uns den Amerikanern an!
Nach mehreren Tagen Strand und Sonnenschein, wollten wir dann mal wieder in die Berge zum Wandern: Haleakala Krater! Der hoechste Punkt dieses Kraters liegt auf 3000 Meter Hoehe. Sind bei Sonnenschein losgefahren und dann gings die Serpentinen den Berg hoch, je hoeher, desto mehr Wolken gab es. Oben in der Daemmerung angekommen und erst Mal gefroren. Ja man kann auch auf Hawai'i so richtig frieren. Also erstmal was warmes angezogen, Zelt aufgebaut, leider war mal wieder Wochenende und der Campingplatz war schon ziehmlich ueberfuellt mit Einheimischen, gab daher nur noch ein ebenes Plaetzchen. Stellte sich als nicht so der ideale Ort zum Campen raus, da unsere Nachbarn, um der Kaelte entgegenzuwirken wirklich alles verbrannt haben was nur moeglich war und wir genau in der Rauchschneise unser Zelt haten. Schon nach kurzer Zeit haben wir auch schon wie die Zusel von Kalalau nach Schwarzwaelderschinken gestunken! Und dann ging auch schon der Regen los, diesmal aber kein schoener hawai'ianischer Regen, es war einfach nur kalt und nass. Am naechsten Morgen sah es immer noch nicht besser aus und so beschlossen wir unsere Kratertour auf spaeter zu verschieben und schnell weg in ein trockeneres Gebiet. Leider hat es mein Campingkocher beim schnellen Einpacken nicht mit ins Auto geschafft! (Man wo hab ich nur auf dieser Reise mein Gehirn gelassen!) Aber wir hatten Glueck, als wir es am naechsten den Kocher fuer nen Kaffee vermissten, hat ein Anruf bei den netten Ranger im Kraternationalpark gereicht und der Kocher war noch da und wurde fuer uns verwahrt. Vom Krater haben wir uns dann nach Hana aufgemacht. Die Road to Hana ist definitiv eine der schoensten Panoramastrassen der Welt. Auf der einen Seite gruene Steilhaenge mit vielen Wasserfaellen und auf der anderen Seite Steilklippen (die haben wir aber erst auf der Rueckfahrt am naechsten Tag gesehen, da es immer noch sehr schlechtes Wetter war und man nicht sehr weit gesehen hat vor lauter Wolken!)
Einer der tausend Wasserfaelle...
Die Black Rocks, Lavaklippen von denen die Einheimischen auch runterspringen und dahinter ein schoener schwarzer Strand
Die Road to Hana ist mit einer der kurvigsten Strecken, oft gibt es kleine Stuecke, wo immer nur einer fahren kann und so muss man immer wieder anhalten, um den Gegenverkehr durchzulassen, also nur sehr langsames Vorwaertskommen. Ruth hatte eienen riesen Spass beim Fahren, ich war viel zu beschaeftigt mit kucken! Abends sind wir dann am anderen Zipfel am Nationalpark angekommen, leider immer noch Regen, der eigentliche Campingplatz war auch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und so aben wir beschlossen, wie einige andere Touristen auch, mal ne Nacht in unserem Space Ship zu uebernachten.
Aber erstmal ein Bier und ja nach zwei Tagen Regen, Campen ohne Dusche und Einraeucherung kann man schon mal wie so ein Zusel aussehen und leider auch stinken...
Am naechsten Tag war es dann wenigstens trocken und so haben wir uns auf eine Wanderung entlang eines Flusses gemacht, der wunderschoene Pipiwai Trail. Mal wieder ein Wasserfall nach dem andemen, aber am Beeindruckensten war der letzte, sehr lang und in einer schoenen Kulisse. Auf dem Weg gab es einen unglaublich riesigen Banya Baum, der zum Klettern eingeladen hat und einen abartigen Bambuswald.
Der Riesenbaum!
Der Bambuswald
und der schoene Wasserfall am Ende!
So und wenn man schon mal in Hawai'i ist, sollte man schon auch mal Surfen. Also nach den ganzen Wasserfaellen (bin schon wieder an dem Punkt, dass ich sie nicht mehr sehen kann, war erstaunt, das ich so direkt nach Kanada, die Wasserfaelle hier toll fand, aber die sind auch ganz anders, aber nun ist genug!), ab zum Strand, Bikini an, Surfbrett untern Arm und in die Wellen. Na ja, ganz so war's nicht, habe dass ja noch nie gemacht, also mal einen kleinen zweistuendigen Kurs. Mike unser Surflehrer war so 'ne Sache fuer sich, also wenn man keinen Bock mehr auf seine Arbeit hat, weil es jeden Tag das gleiche ist, sollte man echt aufhoeren. Man haette uns auch ein Video zeigen koennen, nach ner Weile konnte man seinem mechanischen, schnellen Runtergerassel einfach nicht mehr zuhoeren und die Lob kamen auch nicht sehr echt rueber! Fing schon damit an, dass er meint: "Girls, today we have a really good surf!" Ruth spaeter nur dazu:" Sag mal will der uns eigentlich verarschen, dass sind Babywellen, fuer Anfaenger zwar super, aber da kann man als Surfer doch nicht von ner good surf sprechen!" Hatten trotzdem Spass und war gar nicht so schwierig bei den Babywellen und dem Riesenbrett. Bin schon gleich beim ersten Mal aufgestanden und auch nicht runtergefallen. Wollte dann aber beim naechsten Mal ne leichte Kurve probieren, hatte Mike uns ja erklaert wie man das macht, schwupps lag ich dann aber im Wasser. Nach dem das beim naechsten Mal auch nicht geklappt hat, hab ich doch mal Mike gefragt, tja mit so nem Riesenboard kann mein keine Kurven machen! Super, haette er das nicht gleich sagen koennen! Die weiteren Tage haben wir mit Strand und Schnorcheln und Relaxen verbracht. Und auch hier gibt es komische Sachen. Haben mal einen Blick auf einen illegalen Exhippie Nackstrandgeworfen. Aber da waren uns einfach zu viele aeltere, nackte Menschen. Aber lustig die Nacktsurfer zu beobachten. Was es nicht alles gibt!
Und dann ein weiterer Versuch mit unserm Krater. Diesmal hatten wir Glueck schoenes Wetter, trotzdem abends bitter kalt und beim Hochfahren schon ein wunderschoenen Farbenspiel im Himmel beim Sonnenuntergang.
So kitschig kann Hawai'i sein
Wow!
Am naechsten Morgen ging es dann frueh los mit dem Auto auf den Gipfel, um eine der schoensten Sonnenaufgaenge der Welt zu sehen. War ok, sehr kalt, viele Menschen. Dann gings mit Sack und Pack in den Krater. Nach zwei Stunden kamen wir an unserm Campingplatz an, die einzigen am Rande der Kraterlandschaft. Zelt aufgestellt, gevespert, kurzer Regenschauer, also kleines Nickerchen gemacht und dann ab in den Krater. Ploetzlich ist man in einer anderen Welt, unser Space Ship haette da perfekt reingepasst, kam mir vor wie in einer Raumschiff Enterprise Serie, wo die Crue auf einem fremden Planeten landet und erstmal die Umgebung erkundet, wahnsinn!!!
Auf diesem Huegel waren wirklich fast alle Farben vertreten!
Und abends dank der fehlenden Lichtverschmutzung (tolles Wort!) ein wunderschoener Sternenhimmel. Hatten auch einen Zettel mit den zu seheneden Sternenbildern mitbekommen. Weiss jetzt wo mein Sternbild zu finden ist! Und am naechsten Morgen habe ich dann aus dem Krater doch noch einen der schoensten Sonnenaufgaenge der Welt bekommen. Bevor die Sonne aufgegangen ist, hatt ihr rotes Licht die Kraterlandschaft blutrot gefaerbt...
Oh falsches Bild, aber auch nicht schlecht, die Kraterlandschaft
Mystisch, einfach nur mystisch...
Dann haben wir beschlossen, die letzten Tage nach ueber drei Wochen zelten in einem Hostel zu verbringen. Nachdem ich die Tage, die ich in einem Bett in den letzten 2 Monaten geschlafen habe, an einer Hand abzaehlen kann, habe ich mich richtig auf ein Bett gefreut (und mal wieder ne warme Dusche, gab es in den drei Wochen auch nur einmal). Kaum lag ich aber in meinem Bett habe ich mich auch schon wieder nach meinem Zelt gesehnt, ultra weiche, durchgelegene Matratze und Bett direkt neben dem Fenster zur Strasse, diesen Laerm nach drei Wochen nur Wind, Regen oder Wellengeraeuschen in der Nacht bin ich einfach nicht mehr gewohnt. Und diese Masse an Reisenden und immer wieder das gleiche Gequatsche... na ja, da muss man als Reisende durch. Habe es daher echt genossen, dass Ruth da war. Freu mich jetzt aber auf Couchsurfing in Fidji bei einer Familie (mal keine Reisenden sondern Einheimische) und dann nach einer Woche Fidji bin ich erst Mal arm wie ne Kirchenmaus, ja jetzt ist es soweit, Hawai'i war ganz schoen teuer und Fidji wird nicht anders sein, wird aber auch mal wieder Zeit, dass ich faule Socke mal arbeite...
Aloha, hawai'ianisches Paradies Goodbye und Bula! Hello Fidji...