USA-Reisebericht :Yellowstone, wir kommen!

West Yellowstone - Rawlins

15.08.2005, Montag

Warum muss ich auch immer der letzte sein? Aber Wunder geschehen immer wieder.

GoldWing (schmutzig) im Yellowstone National Park (sauber)

GoldWing (schmutzig) im Yellowstone National Park (sauber)

Am nächsten Morgen gleiches Frühstück wie gestern, Einfahrt in den Park und ganz genüsslich fahren wir durch die schöne Gegend. Am West Thumb machen wir kurzen Stopp und sehen uns zum Abschluss die Geyser Basins an. Harry fährt heute im Auto vorneweg; Mike und Nadine dürfen mopedfahren.

Überall dampft es und brodelt es

Überall dampft es und brodelt es

West Thumb. Hier gibt es schon wieder viele heiße Quellen

West Thumb. Hier gibt es schon wieder viele heiße Quellen

Harald & Ingrid im heißen Dampf

Harald & Ingrid im heißen Dampf

Müßte man drin baden können...

Müßte man drin baden können...

Bakterien verursachen die goldbraune Färbung

Bakterien verursachen die goldbraune Färbung

Schade, daß wir hier nicht länger bleiben können

Schade, daß wir hier nicht länger bleiben können

Das Wetter ist schön sonnig und so macht uns die Fahrerei wieder viel Spaß. Viel zu früh sind wir aus Yellowstone und Grand Teton schon wieder heraus und biegen links ab. Eine schöne Straße in schöner bergiger Umgebung..

An einer Tankstelle wird gerastet und getankt. Ich bin mal wieder der letzte. Und weil die Tanksäule wieder mal bei $ 75,-- automatisch abschaltet, wird mein Tank nicht ganz voll. Dies bedauere ich nach einiger Zeit Fahrt durch die erneute Wüste, denn meine Benzinnadel sinkt immer mehr nach unten, während die nächsten Orte auf den seltenen Entfernungsschildern doch noch sehr, sehr weit entfernt sind.

Schöne Gegend, eigentlich wie überall auf unserer Tour

Schöne Gegend, eigentlich wie überall auf unserer Tour

Gerade jetzt fährt Harry endlich mal etwas schneller als erlaubt. Um Sprit zu sparen, lasse ich die andern etwas voraus fahren und stelle den Tempomat auf 80 mph. Ich denke, dass ich so am weitesten komme. Und falls ich doch liegen bleiben sollte, hoffe ich, dass einer der anderen vorausfahrenden doch irgendwann bemerkt, dass ich nicht mehr nachkomme und zurückkommt. Er muss dann irgendwie Benzin besorgen. Ich kann ja nichts dran ändern. Es sieht ganz danach aus, dass es so kommt. Aber ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Irgendwie wird ein Wunder geschehen.

Immer geradeaus, und dann weiter geradeaus! Weiter vorne rechts beginnen wieder die Gatter gegen Schneeverwehungen.

Immer geradeaus, und dann weiter geradeaus! Weiter vorne rechts beginnen wieder die Gatter gegen Schneeverwehungen.

Und tatsächlich, mit den allerletzten paar Tropfen erreiche ich an der einzigen T-Kreuzung im Umkreis von hundert Meilen die einzige Tankstelle weit und breit! Ingrid, und ich natürlich auch, wir sind total erleichtert. War doch alles kein Problem.

Fremde GoldWing mit fremdem Hund

Fremde GoldWing mit fremdem Hund

Die letzten fünfzig Meilen durch die Steppe werden flott abgespult und dann sind wir auch schon in Rawlins am Best Western Cotton Tree. Wir sind hier zwar am Stadtrand aber immer noch mit vielen Häusern. Trotzdem äst auf der anderen Straßenseite ein Reh auf dem Grasstreifen einer Tankstelle gegenüber.

Reh, lebendig!, mitten im Wohngebiet

Reh, lebendig!, mitten im Wohngebiet

Dann können wir auf unsere Zimmer. Meine Kamera lasse ich erst mal auf der Bank vor dem Hotel liegen. Dort liegt sie auch noch, als ich ein paar Minuten später zurückkomme und sie wieder einsammle...

Diesmal ist unser Zimmer im Erdgeschoß. Trotzdem gefällt es mir nicht. Es gibt nur einen undurchsichtigen Vorhang. Entweder er ist zu und das Zimmer ist total dunkel, oder er ist auf und jeder kann von draußen reinsehen. Pool und Whirlpool sind dafür OK. Danach essen wir im Hotel-Restaurant. Bier und Rotwein gibt es hier natürlich, wir sind ja in Wyoming.

Danach sehen wir uns noch in der Hotel-Bar um und trinken unseren Tee. Schnell haben wir ein Gespräch mit einem Amerikaner, der einen Autokran fährt. Ingrid geht schon mal schlafen. Mir sind noch einige Runden in Erinnerung, jedes Mal ein anderes Getränk, aber ich denke, dass wir ihn doch noch unter den Tisch getrunken haben. Mein Zimmer habe ich jedenfalls noch auf direktem Weg gefunden. Harry das seine auch, gehe ich jedenfalls von aus.

© Wilfried Virmond, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf sechs GoldWings durch den Südwesten der USA. Von Wilfried R. Virmond
Details:
Aufbruch: 01.08.2005
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 18.08.2005
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kayenta
Der Autor
 
Wilfried Virmond berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Wilfried sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Wilfried über sich:
Ich bin über sechzig Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Mein Beruf: Kaufmann in der Edelmetallbranche, ofiziell aber inzwischen im Ruhestand. Mein größtes Hobby: GoldWing-Fahren und Reisen, Reisen, Reisen. Vor allem in den USA. Inzwischen zieht es mich aber immer mehr nach Thailand, das den USA ja in vielen Dingen sehr ähnelt. Wer noch nicht in beiden Ländern war, wird es sich wohl kaum vorstellen können.