USA-Reisebericht :Yellowstone, wir kommen!

Rawlins - Cheyenne

16.08.2005, Montag

Kurz vor Laramie kaufe ich mir ein Pferd. Schon wieder Wal-Mart - und noch eine Koffergeschichte.

Heute gibt es endlich mal wieder ein ordentliches Frühstück. Nach einem kurzen Stück Autobahn biegt Harry ab. Erst mal wieder ein Stück Wüste und dann geht es in den Medicine Bow National Forest. Leider ist das Wetter nicht so schön. Weiter oben auf dem Pass ist es dann sogar schon wieder nieselig und kalt.

Tolle Aussicht. Ist nur alles im Nebel...

Tolle Aussicht. Ist nur alles im Nebel...

Bald sind wir weiter oben auch im Nebel

Bald sind wir weiter oben auch im Nebel

Aber bald geht es wieder bergab in sonnigere Gefilde. Ich fahr mal wieder etwas vor und zieh mir ein paar Kurven rein. Plötzlich ein Restaurant am Straßenrand. Ob die andern hier anhalten wollen? Ich stoppe und richtig, Harald biegt von der Straße ab. Wie sich rausstellt, ist das hier ein Super-Restaurant mit supergutem Essen (u.a. habe ich hier zwei der besten Zwiebelsuppen meines Lebens geschlürft), einem großen Andenkenladen mit supertollem Angebot und mit einem Hotel mit superschönen Zimmern. (Harry und ich haben sie uns angesehen und wir wollen auf einer der nächsten Touren hier unbedingt mal übernachten.)

Reiten macht Spaß! Auch auf einem Pferd...

Reiten macht Spaß! Auch auf einem Pferd...

Ich hab Royal Flash, ihr Greenhorns! ADAC-Karte, Kreditkarte, ec-Karte, Shell-Karte...

Ich hab Royal Flash, ihr Greenhorns! ADAC-Karte, Kreditkarte, ec-Karte, Shell-Karte...

Schnell noch einen Goldklumpen einstecken! Merkt doch keiner!

Schnell noch einen Goldklumpen einstecken! Merkt doch keiner!

Mir gefällt ein etwa 80 cm hohes geschnitztes Holzpferd so gut, dass ich es dann gegen mein Gefühl kaufe. Leider können die Leute es nicht an mich nach Hause versenden. Verpackungsmaterial haben sie auch nicht. Nachlass gibt es auch nicht, weil der Chef nicht da ist. Aber keiner der anderen bremst mich und so wird das Holzpferd erstmal gekauft und im Auto verstaut.

Ganz schön schwer

Ganz schön schwer

Kurz darauf in Laramie sehen wir einen Honda-Händler. Michi möchte für seine Valkyrie gerne noch jede Menge Chromteile einkaufen. Aber er und auch wir werden schnell enttäuscht. Hier gibt es nichts für uns, eigentlich ist das hier ein Snowmobile-Händler. Trotzdem kriegen wir die Adresse eines Honda-Händlers in Denver.

Wünsch ich mir auch für meine GoldWing zu Hause. Einfach abknallen, die Schleicher vor mir...

Wünsch ich mir auch für meine GoldWing zu Hause. Einfach abknallen, die Schleicher vor mir...

Die fünfzig Meilen Autobahn bis Cheyenne sind dann rasch abgespult.

On the road...

On the road...

Unser Best Western Hitching Post Inn ist rasch gefunden und wir sind dann auch bald in unseren diesmal ebenerdigen Zimmern. Haralds Koffer ist unterwegs kaputt gegangen. So erkundigen wir uns nach dem hiesigen Wal-Mart. Er ist ganz in der Nähe und ein SuperCenter. Also fahren Theo, Harald und ich im Auto hin. Und da auch ich einen zusätzlichen Koffer für das Holzpferd benötige, kaufen wir die beiden letzten großen Koffer. Schnell sind wir zurück im Hotel. Aber Theos Koffer mit Nummernschloß geht plötzlich nicht mehr auf. Trotz aller Versuche schaffe ich es nicht, den Koffer zu öffnen. Also bringe ich ihn an die Rezeption und da wird uns dann zwar etwas brutal geholfen, aber es wird uns geholfen.

Theos Koffer ist somit im Eimer. Also biete ich ihm etwas schweren Herzens meinen gerade neu gekauften Koffer als Ersatz an. Wal-Mart hat ja keinen mehr. Was tun mit dem blöden Holzpferd? Da fällt uns Haralds alter Koffer ein. Und richtig, irgendwie und nach einigem Verbiegen des Rahmens passt das Pferd hinein. Aber polstern ist nicht möglich. Dazu passt es zu stramm hinein. Was wird mit den besonders empfindlichen Ohren beim Transport passieren? Die Kofferbänder in den Flughäfen gehen ja nicht allzu sorgsam mit den Koffern um. Und die Kofferpacker schmeißen die Koffer ja auch ganz schön durch die Gegend.

Michi mit Hörnern. So sieht er eigentlich besser aus als ohne...

Michi mit Hörnern. So sieht er eigentlich besser aus als ohne...

Nach so viel Aufregung ist mir der Appetit doch reichlich vergangen und ich esse nur eine kleine Suppe zum Abendessen. In der Bar nebenan gefällt es mir auch nicht allzu sehr. Und so kommt es mir ganz recht, dass ich in der Empfangshalle einen Sänger entdecke, der hier live singt und dass wir uns dann hier noch etwas hinsetzen. Um 12 gehen wir dann auf die Zimmer. Endlich mal keinen Alkohol...

© Wilfried Virmond, 2005
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf sechs GoldWings durch den Südwesten der USA. Von Wilfried R. Virmond
Details:
Aufbruch: 01.08.2005
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 18.08.2005
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kayenta
Der Autor
 
Wilfried Virmond berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Wilfried sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Wilfried über sich:
Ich bin über sechzig Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Mein Beruf: Kaufmann in der Edelmetallbranche, ofiziell aber inzwischen im Ruhestand. Mein größtes Hobby: GoldWing-Fahren und Reisen, Reisen, Reisen. Vor allem in den USA. Inzwischen zieht es mich aber immer mehr nach Thailand, das den USA ja in vielen Dingen sehr ähnelt. Wer noch nicht in beiden Ländern war, wird es sich wohl kaum vorstellen können.