USA-Reisebericht :Yellowstone, wir kommen!

Los Angeles - San Diego

03.08.2005, Mittwoch

Wir sehen den Pacific-Highway, A-Hörnchen und B-Hörnchen, einen Flugzeugträger und eine tolle Brücke.

Heute morgen erkenne ich die alte Frau in der Frühstücksausgabe kaum. Sie ist zwar nicht freundlicher geworden, aber doch nicht mehr so mies drauf wie gestern. Vielleicht hat sich einer der Hotelgäste beschwert. Es ergibt sich noch ein angenehmes Gespräch mit einer ehemaligen deutschen Familie aus Canada. Dann Gepäck im Van verladen, Mopeds fertig machen, aufsitzen, los. Der Urlaub hat endgültig begonnen.

Erneut geht es durch die Straßen von Los Angeles. Holprig. Fast jede Ampel schaltet vor uns auf rot um. Etwas mühsam geht es bis zum Pazifik. Aber dann können wir aufatmen. Die Luft ist hier besser und jetzt rollt der Verkehr auch besser.

Da wird sogar ein Cop neidisch auf unsere GoldWings

Da wird sogar ein Cop neidisch auf unsere GoldWings

Schade, Harry biegt nicht nach Long Beach ab, also kein Besuch bei Queen Mary, der uns beiden letztes Jahr so gut gefallen hat. Wir bleiben auf dem Pacific Coast Highway. Irgendwann eine kleine Rast, es gibt Pizzastücke, eigentlich ganz ordentlich, und später auch ein paar Fotostopps. An einem hüpfen jede Menge Erdhörnchen (oder wie sie auch heißen) rum.

Ist das jetzt A-Hörnchen oder B-Hörnchen?

Ist das jetzt A-Hörnchen oder B-Hörnchen?

Füttern ist auf zahlreichen Schildern verboten, aber die Leute machen es trotzdem und es liegt auch noch eine Menge Essen rum. Trotzdem sehr putzig anzusehen.

Am Nachmittag werden die Straßen breiter und mehrspuriger und der Verkehr nimmt zu. Wir sind in San Diego, der angeblich schönsten Stadt in den USA, unserem heutigen Ziel. Links taucht eine riesige schneeweiße Kirche auf. Halt, das ist ja gar keine Kirche, ist kein Kreuz oben drauf. Entweder eine andere Glaubensrichtung oder ist es gar ein Verwaltungsgebäude? Muss ich unbedingt noch rauskriegen - schaffe es aber nicht.

Ist bestimmt mit Persil gewaschen...

Ist bestimmt mit Persil gewaschen...

(Später zuhause sagt mir Klaus, der letztes Jahr dabei war, dass es sich um einen Mormonen-Tempel handelt.)

Harry findet den Hotel-Circle auf direktem Weg. Hier liegt ein Hotel am anderen. So sind wir rasch am Best Western Seven Seas. Es dauert etwas, bis wir unsere Key Cards erhalten. Wir sind über das gesamte Gelände verteilt. Unser Zimmer ist mittelmäßig. Schnell eine Dusche und dann müssen wir uns schon wieder mit den andern treffen. Für einen Besuch im Pool bleibt keine Zeit. Auch die Happy Hour bleibt ungenutzt. Stattdessen wollen wir alle zum Essen. Harry schlägt eine Gegend an der San Diego Bay vor. Da wir nicht alle ins Auto passen, muss Mike zweimal fahren. Es ist die Zeit des Sonnenuntergangs. Alle Farben werden weicher. Die Leute lassen sich Zeit. Einige Drachen werden steigen gelassen. Schön hier. Auch wenn gegenüber in der Marine Station ein riesiger Flugzeugträger liegt. Aber gegen die Sonne ist er kaum auszumachen.

Sieht ja doch ganz schön imposant aus, so ein Scheiß-Flugzeugträger

Sieht ja doch ganz schön imposant aus, so ein Scheiß-Flugzeugträger

Im Hintergrund spannt sich die Coronado Bay Bridge über die Bay.

Nachdem wir alle wieder zusammen sind, finden wir auch ein zwar großes aber trotzdem ganz gemütlich und romantisch aussehendes Restaurant mit viel altem Holz. Nach kurzer Wartezeit werden wir an einem ganz schönen Tisch mit herrlicher Aussicht geseatet. Und unser Essen stellt sich auch als ganz gut heraus.

Hier haben wir gesessen und gegessen

Hier haben wir gesessen und gegessen

Ein paar unserer Gruppe essen woanders, aber da man sich hier nicht verlaufen kann, treffen wir sie bald nach dem Essen wieder. Wir bummeln noch ein bisschen durch das schöne Gelände, aber leider sind die Geschäfte bereits geschlossen. Ein paar riesige Hoteltürme in außergewöhnlicher Architektur stehen hier rum.

Wahnsinn, was die Amis so alles bauen können

Wahnsinn, was die Amis so alles bauen können

Die Bay Bridge ist im letzten Sonnenschein gerade noch auszumachen. Unsere Reise verspricht wieder mal schön zu werden.

Da auch jetzt nicht alle Leute in den Van passen, quetschen sich Peppi und Andy hinten in den Kofferraum und die andern irgendwie ins Auto rein.

Ganz schön eng da hinten auf den billigen Plätzen

Ganz schön eng da hinten auf den billigen Plätzen

So geht's in einer Fahrt. Die Rückfahrt kommt mir viel länger vor, und den beiden hinten im Laderaum wahrscheinlich noch mehr. Aber wir finden unser Hotel wieder. Ich brauch ja auf den Weg nicht so aufzupassen und lass mich einfach kutschieren.

Während die andern müde sind und schlafen gehen, sehen Harry, Ingrid und ich noch in der Bar nach. Sieht hier ganz gemütlich aus. Sollen wir noch rasch einen Long Island Ice Tea nippen? OK, gebongt! Naja, auf einem Bein können wir nicht stehen, also noch einen. Der Barkeeper sieht total lieb und gutmütig aus, Typ älter, aber junggeblieben. Er nimmt in jede Hand zwei Flaschen gleichzeitig und füllt so unsere Gläser, fast schon artistisch, auf jeden Fall bietet er uns ein sehr gekonntes Kunststück.

Wirklich 4 (vier) Flaschen gleichzeitig

Wirklich 4 (vier) Flaschen gleichzeitig

Dazu gibts ein paar Erdnüsse. Wenn es nur nicht so laut hier drin wäre. Aber kein Problem, wir finden einen versteckten Ausgang und nippen draußen unsern Tee. Und dann geht's ab in die Körbchen.

© Wilfried Virmond, 2005
Du bist hier : Startseite Die Amerikas USA USA-Reisebericht
Die Reise
 
Worum geht's?:
Auf sechs GoldWings durch den Südwesten der USA. Von Wilfried R. Virmond
Details:
Aufbruch: 01.08.2005
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 18.08.2005
Reiseziele: Vereinigte Staaten
Kayenta
Der Autor
 
Wilfried Virmond berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Wilfried sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
Bild des Autors
Wilfried über sich:
Ich bin über sechzig Jahre alt, verheiratet, keine Kinder. Mein Beruf: Kaufmann in der Edelmetallbranche, ofiziell aber inzwischen im Ruhestand. Mein größtes Hobby: GoldWing-Fahren und Reisen, Reisen, Reisen. Vor allem in den USA. Inzwischen zieht es mich aber immer mehr nach Thailand, das den USA ja in vielen Dingen sehr ähnelt. Wer noch nicht in beiden Ländern war, wird es sich wohl kaum vorstellen können.