USA-Reisebericht :Von Bangkok nach New York - unterwegs mit dem Around-the-world ticket

Colorado: Mesa Verde Nationalpark

01.08.06

Gestern Abend haben wir uns in Cortez niedergelassen, einen Ort, der sich voll und ganz auf den Tourismus rund um Mesa Verde eingestellt hat. Die Stadt bietet alles, was man braucht: Supermaerkte, Tankstellen, unzaehlige Motels, eine Bibliothek... Wir sind froh, dass wir wieder in einem Hotel uebernachten koennen.
Wir saeubern unser Zelt, denn die Ueberdecke ist poroes geworden und wir wollen es zurueckschicken. Mit Kathmandu haben wir schon Kontakt aufgenommen - bis jetzt ohne Erfolg.

Im Mesa Verde Nationalpark kaufen wir ein Ticket fuer die Balcony House Tour. Sie kostet drei Dollar pro Person und ist bereits bis spaet in den Nachmittag hinein ausverkauft. Viele der Haeuser, die von den so genannten Ancestral Puebloans zwischen 1190 und den spaeten 1290ern gebaut wurden, sind noch erstaunlich gut erhalten.

Zu Beginn der Balcony Tour muss man eine 10 Meter hohe Leiter erklimmen - was aber kein Problem darstellt.

Zu Beginn der Balcony Tour muss man eine 10 Meter hohe Leiter erklimmen - was aber kein Problem darstellt.

Sie wurden in die Klippen gebaut, denn dort ist es schattig und auserdem ist genuegend Trinkwasser vorhanden, welches nach dem Regen durch den Sandstein rinnt und dabei gleichzeitig gefiltert wird. Das Wasser kommt dann als kleine Quellen zum Vorschein.

Wir haben eine Menge Spass...

Wir haben eine Menge Spass...

Die Ancestral Pueobloans lebten fuer nur etwa 100 Jahre in den "Cliff Dwellings", etwa um 1300 verliessen diese Bewohner Mesa Verde. Die Ursache dafuer ist nicht genau bekannt, man vermutet, dass der Boden ausgelaugt war durch die jahrhundertlange Nutzung, oder dass religioese oder politische Gruende fuer einen Umzug sprachen.

Blick von den Cliff Dwellings ins Tal.

Blick von den Cliff Dwellings ins Tal.

Frueher fuehrte kein Weg zu den Wohnungen. Die Bewohner mussten am Kliff entlang nach unten und oben klettern - mit Kindern, Holz, Nahrung, Werkzeug und sonstigem, was benoetigt wurde, auf dem Ruecken.

Der runde Bau im Boden wird Kiva genannt und war die religioese Staette, in der vermutlich um Regen, gute Jagdergebnisse oder aehnliches gebeten wurde.

Der runde Bau im Boden wird Kiva genannt und war die religioese Staette, in der vermutlich um Regen, gute Jagdergebnisse oder aehnliches gebeten wurde.

Es ist unglaublich mit welcher Baufertigkeit die Cliff Dwellings hergestellt wurden, vermutlich haette man heute massivste Probleme, sie mit den damaligen Mitteln nachzubauen.

So sieht es aus, wenn man vom Balcoy House ins Tal blickt.

So sieht es aus, wenn man vom Balcoy House ins Tal blickt.

Am Ende der Fuehrung durchquert man einen engen Gang, durch den auch jeder der damaligen Besucher oder Bewohner musste. Man vermutet, dass - je spaeter die Cliff Dwellings gebaut wurden - mehr und mehr Sicherheitsvorkehrungen gegen ungewollte Besucher getroffen wurden.

Vor der Tour warnen die Ranger davor, an der Tour teilzunehmen, wenn man nicht schwindelfrei ist oder Platzangst hat. Die Leiter und der kleine Gang sind dann aber wirklich laecherlich...

Vor der Tour warnen die Ranger davor, an der Tour teilzunehmen, wenn man nicht schwindelfrei ist oder Platzangst hat. Die Leiter und der kleine Gang sind dann aber wirklich laecherlich...

© Hannelore Daniel, 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Das Examen so gut wie in der Tasche und danach mehr als ein halbes Jahr Zeit, bis das Referendariat beginnt... Da bietet es sich an ein wenig die Welt anzusehen
Details:
Aufbruch: 14.01.2006
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 04.09.2006
Reiseziele: Thailand
Laos
Pakse
Kambodscha
Malaysia
Tioman
Singapur
Indonesien
Australien
Neuseeland
Fidschi
Vereinigte Staaten
Valley Of Fire
Californien
Der Autor
 
Hannelore Daniel berichtet seit 12 Jahren auf umdiewelt.
Reiseberichte von Hannelore sind von der umdiewelt-Redaktion als besonders lesenswert ausgezeichnet worden!
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