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Ziemlich spät abends kamen wir in Salta an und genehmigten uns nach einer eher nervenaufreibenden Hostel-Suche gegen 00:30h das erste argentinische Steak in einem Restaurant, das gleichzeitig eine Karaoke-Bar war. Salta ist bekannt für sein tolles Nachtleben, aber nach dem Besuch in einer weiteren Bar waren wir schlicht und einfach zu müde, um dieses so richtig auszukosten. Am nächsten Morgen gab es mit super leckeren gefüllten Croissant-Teilchen und echtem Kaffee zum Frühstück gleich das nächste kulinarische Highlight auf der Plaza. Danach ging es zum Bummel über einen Kunsthandwerk-Markt, bei dem wir unser in La Paz angefangenes Geschenke-Power-Shopping fortsetzten. Nach einem Besuch im Kino (den Film verraten wir nicht - belassen wir es dabei, dass die Filme, die man sich hier auf Englisch ansehen kann, nicht gerade Highlights des Programmkinos sind) gab es dann ein typisch argentinisches Abendessen: Eine Parrilla, einen riesigen Grillteller, und dazu einen guten Wein. Ja, es lässt sich ganz gut leben in Argentinien!
Frankreich? Italien? Salta!
Am nächsten Morgen mieteten wir ein Auto für eine mehrtägige Tour durch Argentiniens Norden (wobei Morgen sich weniger auf die tatsächliche Uhrzeit bezieht, als vielmehr auf den Zeitpunkt, als alle aufgestanden waren, fertig gefrühstückt hatten und diverse Dinge erledigt hatten...). Durch spektakuläre Berglandschaften ging es dabei zunächst in den ziemlich kleinen Ort Cachi. Von dort aus fuhren wir am nächsten Tag ins nur unwesentlich grössere Cafayate.
Zu diesem See machten wir einen kleinen Abstecher, Resa und Ishai trauten sich sogar ins doch recht brackige Wasser...
Von Cafayate aus machten wir eine Tour durch spektakuläre Felsformationen, die über die Jahrhunderte alleine durch Wind und Wetter geprägt wurden. Nachmittags besuchten wir eine ganze Reihe der berühmten Bodegas, Weinbrennereien, bei denen man meist kostenlose Weinproben machen kann. Durch beeindruckende Landschaften ging es dann einen Tag später wieder zurück nach Salta.
Wer entdeckt Resa?
Die Garganta del Diabolo (Teufelsrachen)
Sehen wir nicht aus wie wahre Weinkenner?
Ein Wein-"Berg"
Back to the roots?!
Zurück in Salta, gab es eine böse Überraschung. Unbemerkt wegen dem vielen Staub auf teilweise ungeteerten Landstrassen, hatte irgendwann jemand mit einem Schlüssel eine ganze Reihe tiefer Kratzer im Lack unseres brandneuen Mietwagens hinterlassen. Und gründliche Arbeit geleistet: Zwei Türen und das hintere Seitenteil (Autofreaks mögen uns die ungenaue Wortwahl verzeihen) mussten komplett neu lackiert werden. Dummerweise hatten wir aus Kostengründen darauf verzichtet, das Auto bei der einzigen Autovermietung zu mieten, bei der man solche Schäden nicht selbst bezahlen muss...
"Go for Budget!" - Lieber nicht!
Am letzten Abend in der Stadt waren wir beim Konzert von Indio, dem erfolgreichsten Rockmusiker Argentiniens. In Saltas Stadion hatten sich Zehntausende Fans zusammengefunden (die Schaetzungen reichen bis 40.000 Leute!) und machten aus dem Konzert eine gigantische Open-Air-Party. Obwohl wir die Musik nicht kannten, war das Konzert so ein echt einmaliges Erlebnis. Auch wenn einem manchmal mulmig wurde, wenn aus der Menge Feuerwerkskoerper abgeschossen wurden oder einige Jungs auf einen ca. sechs Meter hohen Stacheldrahtzaun kletterten, um ungehindert durch die Ordner das Konzert aus luftiger Hoehe verfolgen zu koennen. Einer fiel dann auch beim Runterklettern auf den Boden, scheint sich aber auf wundersame Weise nicht allzu schwer verletzt zu haben...
In Salta hiess es schliesslich Abschied nehmen von Sevonne, Phil und Ishai. Es fiel uns nicht leicht, die drei gehen zu lassen, denn wir hatten sie in den gemeinsamen Wochen ganz schoen lieb gewonnen. Aber die naechste Reise geht auf jeden Fall nach Israel, so viel steht fest!
Beinahe ein Abschiedsfoto. Rechts im Bild: Der kleine, aber sehr nette Argentinier Marcos, den wir in Salta mit in unseren illustren Kreis aufgenommen haben
Park ueber der Stadt
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