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An unserem letzten Morgen in Calafate hiess es: Sehr frueh aufstehen! Um drei Uhr morgens ging unser Bus, da die Fahrt nach Ushuaia recht lang dauert und zwei Grenzen sowie die Magellan-Meerenge ueberquert werden muessen. Letztere erreichten wir gegen Mittag und hielten an, was uns erst mal recht normal erschien. Im Bordfernsehen fing gerade ein exzellenter Independent-Film an, in den Hauptrollen Lindsey Lohan und ein kleines Auto. Als der Film allerdings vorbei war und wir immer noch am Ufer standen, wunderten wir uns doch langsam ein bisschen. Es stellte sich heraus, dass Wind und Wellen zu stark waren, um mit der Faehre ans andere Ufer zu fahren, und wir auf besseres Wetter warten mussten. Ein bis zwei Stunden lang vertrieben wir uns die Zeit mit Kartenspielen, draussen Rumlaufen und Schlafen. Danach kam noch ein exzellenter Independent-Film mit Adam Sandler, gefolgt von einem weiteren mit Owen Wilson. Danach standen wir immer noch am Ufer.
Schlechtes Bild, aber: Die kleinen Punkte ueber der Wiese sind alles Autos, die auf die Faehre warten - bis zum Horizont!
Es wurde schliesslich acht, bis wir auf einer unglaublich schwankenden Faehre endlich auf die andere Seite gebracht wurden. Die Grenze ueberquerten wir buchstaeblich in letzter Minute und im Eilverfahren. Dann kamen uns aber schwere Schneefaelle in den Weg, so dass der Bus auf freier Strecke ein paar Stunden anhalten musste. Schliesslich kamen wir gegen acht Uhr morgens an unserem Ziel an: 29 Stunden in einem Bus, der nicht fuer Nachtfahrten gedacht ist... Dafuer hatten wir im Bus mehrere nette Leidensgenossen getroffen: Giacomo, den wir schon aus Mendoza kannten, und Annina und Nicole aus der Schweiz.
Endlich geht's weiter! Giacamo kaempft immer noch mit den Nerven...
In Ushuaia, der suedlichsten Stadt der Welt, erwarteten uns wahre Berge von Schnee. Nach einer etwas umstaendlichen Hostelsuche waren wir irgendwie nicht mehr zu besonders grossen Aktivitaeten aufgelegt. Immerhin machten wir einen kleinen Stadtrundgang; es gab sogar Ansaetze einer Schneeballschlacht.
In den naechsten Tagen waren wir dafuer aber umso aktiver und machten eine Bootstour auf dem Beagle-Kanal, besichtigten ein Gefaengnis, das heute mehrere Museen beinhaltet, und wanderten durch den Feuerland-Nationalpark. Am letzten Abend machten Giacomo und sein aus Italien eingeflogener Freund Bernardo ein unglaublich leckeres Abendessen (offiziell waren auch wir am Kochen beteiligt, aber im Endeffekt waren wir dann doch nur fuer einen ebenfalls unglaublich leckeren Fruchtsalat verantwortlich).
Das Gefaengnis/Museum
Bootstour
Giacamos Jacke ist noch gruener als Tinas!
Im Nationalpark
Das hier ist kein See, sondern ein Moor
Der suedlichste Punkt der Ruta 3. Wenn man will, kann man von hier aus bis nach Alaska fahren.
Verloren im Wald: Sieht das hinter dem Baumstamm nicht aus wie ein Weg?
Resa geht auf Tuchfuehlung mit der Fauna
"No pasar!" - mitten im Nationalpark verlaeuft die Grenze mit Chile
Im Hostel: Die Katze liess sich nicht von der Zeitung vertreiben - schliesslich musste Giacamo gegen seinen Willen den Wirtschaftsteil lesen...
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