Argentinien-Reisebericht :Rückenwind

Am Donnerstag, 28. Januar früh fuhr ich mit dem geliehenen Citroen "Jolly" Jumper, über die Elbbrücken Richtung Freiburg. Auf Delta Radio lief "Rückenwind" von Thomas D. Ich dachte nur, was gibt es passenderes als Titel für dieses Kapitel?

Abreise nach Buenos Aires

Am Tag der Abreise hat mich die Hektik foermlich erschlagen. Natuerlich war der Rucksack auf einmal, ueber Nacht 5 kg zu schwer. 22 kg kann keine Sau auf Dauer tragen, wenn mal noch Proviant dazu kommt. Jetzt wird ich mich eben von meiner Briefmarkensammlung trennen.

Ich war froh, als der Flieger nach Madrid abhob. Endlich gings los!
Ich war an einem Tag emotional mehrmals vom Mariannengraben auf den Mount Everest geklettert und wieder zurueck. Die vielen guten Wuensche per Telefon und SMS haben mir gut getan. Der Abschied von meiner Familie fiel mir aber richtig schwer, vor allem von Mama. Ich hab mich mehrmals gefragt, wie ich reagieren wuerde, wenn meine Kind eine solche Tour unternehmen wuerde. Danke fuer deine grossartige Unterstuetzung!

In Madrid hab ich die erste Phase der Entschleunigung erlebt. Ich bin am Flughafen Rollband gefahren, weil ich nichts zu tun hatte. Das erste Mal seit langer langer Zeit, vielleicht Wochen oder Monaten hatte ich nichts zu erledigen. Rein gar nichts! Dieses Objekt dient mir sonst, um schnell den naechsten Flieger zu kriegen. Aber jetzt: kein Telefonat, keine Email, kein Projekt vorwaerts treiben. Einfach nur im Kreis fahren. Ein irres Gefuehl!

© Marco Burkhart, 2010
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Die Reise
 
Der Autor
 
Marco Burkhart berichtet seit 8 Jahren auf umdiewelt.
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