Argentinien-Reisebericht :Die Weltreise, die zur Amerikareise wurde

Argentinien: El Chalten

In El Chalten

In El Chalten

Die Berge in El Chaltèn

Die Berge in El Chaltèn

Im Park verbrachten wir  fünf Tage

Im Park verbrachten wir fünf Tage

Das "Glühen" am Morgen

Das "Glühen" am Morgen

Die nette Familie aus Frankfurt

Die nette Familie aus Frankfurt

Warten auf den Sonnenaufgang

Warten auf den Sonnenaufgang

Was wir am Trampen auch super finden, dass wir starten können, wann wir wollen. Gegen Mittag waren wir fertig mit Packen, Frühstücken und Einkaufen und wollten eigentlich aus El Calafate rauslaufen. Während wir durch die Innenstadt liefen, hielten wir aber schonmal unser Schild hoch. Nach wenigen Minuten hielt eine nette Argentinierin und sie wollte direkt nach El Chaltèn. Wie super war das denn? Am Stadtrand sahen wir so viele Tramper. Einer hatte sogar ein Schild wo draufstand, dass er leckere Kekse hatte und gar nicht mehr den Ortsnamen. Wir hofften nur für sie, dass sie auch bald mitgenommen wurden. Wir genossen das Trampen so sehr. Es lief so gut für uns, es war bequem und wir lernten interessante Menschen kennen. Die Argentinierin bereitete sich gerade auf ihren Europatrip nächstes Jahr vor und wollte von uns Tipps haben. Außerdem konnte sie uns viel über die Gegend erzählen. Nach drei Stunden erreichten wir El Chalten und seit langem war das Wetter mal nicht so toll. Die imposanten Berge und vor allem der berühmte Fitz Roy waren durch die Wolken nicht zu sehen. Wir informierten uns an der Parkrangerstation über den Nationalpark und die Campingmöglichkeiten. Es gab einfache Touren und drei kostenlose Zeltplätze. Eintritt musste man hier auch nicht bezahlen, das passte uns super. Für eine Nacht checkten wir noch in einem günstigen Hostel ein und am nächsten Tag brachen wir schon in den Park auf.
Das Wetter war wieder der Hammer. Strahlend blauer Himmel und Fitz Roy lies sich auch blicken. Man ist das ein cooler Berg. Er ragt 3405 Meter spitz in die Höhe und beherbergt einen Gletscher. Dazu sieht man noch den Wald drumherum in herbstlichen Tönen und einen See. Was für ein Anblick! In Patagonien kommt man aus dem Staunen echt nicht mehr heraus. Wir hatten beide keine Lust auf lange Strecken und wollten einfach nur in der Natur sein. So schlugen wir nach 4 km am ersten Zeltplatz schon unser Lager auf. Dort trafen wir die nette Familie aus Frankfurt wieder. Was für ein schöner Zufall! Wir kochten in der Abendsonne unser Abendessen mit dieser traumhaften Kulisse. Die Familie war fast fertig mit ihrer Tour und hat im Park fünf Tage verbracht. Sie schwärmten uns vor, besonders vom Sonnenaufgang. Da soll Fitz Roy nämlich glühen. So krabbelte ich am nächsten Morgen allein aus dem Zelt, kochte mir einen Kaffee und sah das Glühen. Wow! Rahan war leider zu müde. Später frühstückten wir alle gemeinsam und mussten uns leider schon wieder verabschieden. Rahan und ich wanderten wieder nur ein kurzes Stück zum nächsten Zeltplatz. Dort war deutlich mehr los. Von hier aus starteten auch die meisten früh morgens, um das Glühen von einem Aussichtspunkt aus nächster Nähe zu sehen. So wollten wir es auch machen. Wir genossen den sonnigen Tag und gingen früh schlafen. Im Dunkeln wanderten wir dann einen anstrengenden ziemlich steilen Weg hoch. Der Sternenhimmel war krass. Die Milchstraße war so deutlich zu sehen. Mit uns waren viele andere Kopflampenträger unterwegs. Oben hatte man eine tolle Sicht auf Fitz. Wir hatten alles dabei und kochten Kaffe, Tee und machten Frühstück. Die Nächte hier wurden mittlerweile ziemlich frostig. So genossen wir unsere Heißgetränke sehr. Der Sonnenaufgang war schön, aber leider kamen ein paar Wolken auf, die das Glühen verhinderten. So konnte Rahan es leider nicht sehen. Enttäuscht sein brauchte man bei dieser Kulisse aber trotzdem nicht. Wir entschieden, heute etwas weiter zu wandern und den dritten Campingplatz zu erkunden. Nach ein paar Stunden erreichte man wieder eine neue Bergkulisse. Wir sahen den Torre Mountain mit Gletscher. Auch wieder mega schön und die Sonne schien. Das letzte Stück liefen wir sogar im T-Shirt. Am nächsten Tag verließ uns aber das gute Wetter. Es regnete und wurde etwas stürmisch. Die Berge verschwanden und es wurde frostig kalt. Die Landschaft wirkte aufeinmal richtig bedrohlich. So hatte ich mir Patagonien auch eigentlich im Herbst vorgestellt. Wir entschieden uns für einen Ruhetag, um vielleicht am nächsten Tag nochmal den Gletscher sehen zu können. Am nächsten Tag wurde es nicht besser und wir wanderten zurück in den Ort. Dort verbrachten wir noch ein paar gemütliche Tage. Durch einen Generalstreik in Argentinien konnten wir erst später als erwartet abreisen. Wir entschieden uns nämlich diesmal für den Nachtbus, da uns die Strecke bis nach Los Antiguos doch zum Trampen zu weit und einsam war. Es war aber gar nicht schlimm, dass wir einen extra Tag in El Chalten verbrachten. Es tat so gut, einfach mal nichts zu tun und an einem Ort zu bleiben.

© Nina Metz, 2017
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Im August 2016 machten Rahan und ich (Nina) uns auf den Weg, um die Welt zu bereisen. In unserem Reiseblog koennt ihr mitverfolgen, wo wir uns gerade befinden.
Details:
Aufbruch: 07.08.2016
Dauer: 11 Monate
Heimkehr: 10.07.2017
Reiseziele: Grönland
Island
Kanada
Vereinigte Staaten
Costa Rica
Panama
Chile
Argentinien
Bolivien
Peru
Der Autor
 
Nina Metz berichtet seit 14 Monaten auf umdiewelt.