Bolivien-Reisebericht :Eine Weltreise

Bolvien 13.09.-18.10.06: Rurrenabaque - Dschungel Tour 21.09.-24.09.06

Nach der Pampas Tour sollte es jetzt auch noch einmal der richtige Dschungel sein. Wir wollten nur drei Tage hierfuer einplanen, da wir das Klima langsam nicht mehr ertragen konnten und bereits weit hinter unserem Zeitplan zurueck waren. Trotzdem wollten wir nicht auf Angeln und Flossbauen verzichten, was von den Agenturen aber nicht angeboten wird. Aus diesem Grund entschieden wir uns nicht fuer eine Agentur, sondern fuer einen unabhaengigen Guide, den Kelvin bereits von frueheren Trips kannte. Alfonso hatte zwar keine offizielle Lizens, war aber im Dschungel aufgewachsen und wusste somit weit mehr als viele lizensierten Guides der Agenturen und war ausserdem noch deutlich guenstiger. Das Lizensproblem liesst sich leicht beim zustaendigen Polizisten gegen einen 100 Boliviano-Schein loesen.


Los ging es morgens mit dem Boot in den Parque Nacional Madidi, der so gross ist wie Wales.

Parque Nacional Madidi

Parque Nacional Madidi

Natuerlich blieb auch dieses mal das Schieben nicht aus

Natuerlich blieb auch dieses mal das Schieben nicht aus

Nicht gerade erfreut ueber die Hitze

Nicht gerade erfreut ueber die Hitze

An einem Strand am Flussufer wurden wir abgesetzt. Hier errichteten wir unser Camp - aus Bambus, Palmenblaettern und einer Plane.

Unser Camp

Unser Camp

Natuerlich machten wir uns auch sofort ans Angeln. Beim Koederfischen hatte vor allem ich Glueck. Leider blieb selbiges beim richtigen Angeln aus. Trotz mehrer massiver Bisse konnten wir keinen Fisch fangen. Einmal hatten wir sogar einen 70cm langen Flusswels schon 20cm nah am Ufer, als er sich losreissen konnte. Trotzdem genossen wir bei einem spektakulaeren Sonnenuntergang und Bier einen schoenen Abend.

Angeln beim Sonnenuntergang

Angeln beim Sonnenuntergang

Nachts unternahmen wir noch eine Dschungelwanderung auf der Suche nach Tieren, konnten jedoch ausser Tapier- und Jaguarfussspuren nichts entdecken. Am naechsten Morgen hatten wir mehr Glueck als Tapier in aller Ruhe nicht weit von unserem Camp entfernt den Fluss durchquerte.
Leider mussten wir die Dschungeltrekkingtour, welche fuer diesen Tag geplant war, absagen, da wir noch nicht weit genug mit den Flossbauarbeiten vorangekommen waren.

Beim Flossbauen

Beim Flossbauen

Mit dem Angeln lief es fuer uns an diesem Tag leider auch nicht besser. Nur unser Guide hatte Glueck und konnte uns einen grossen "Bacu" zum Mittagessen fangen. Er hatte wenig Graeten und schmeckte ueber dem Feuer gegrillt exellent.
Mehrfach wurden wir klitschnass. Ein Monsun jagte den naechsten und mein Schlafsack und die Matraze fuehlten sich dementsprechend an. Gegen Abend zog das Gewitter weiter und bescherte uns ein grandioses Naturschauspiel.

Die Blitze erhellten die Nacht, sodass man keine Taschenlampe brauchte

Die Blitze erhellten die Nacht, sodass man keine Taschenlampe brauchte

Am naechsten Morgen war das Wetter leider immer noch nicht besser, was uns zwar einen sicheren Sonnenbrand ersparte, uns dafuer aber Frieren bescherte.

Beim beladen des Floss

Beim beladen des Floss

Unser Antrieb war die Stroemung. Lange Bambusstoecke dienten der Navigation. Ich hatte zusammen mit unserem Guide die Aufgabe, das Floss am hinteren Ende zu manoeverieren. Ein umgestuertzter Baum wurde mir in einer Stromschnelle zum Verhaegnis, als er mich geradewegs vom Floss fegte.

Beim Steuern

Beim Steuern

Unterwegs

Unterwegs

Auch sonst sollte ich an diesem Tag vom Pech verfolgt sein:
Einer unserer Flossbaumstaemme hatte eine Armeisenkolonie in sich. Die meisten Armeisen waren natuerlich schon laengst abgehauen oder ertrunken. Doch es gab dort auch diese grossen "Bulletants" (Sie haben ihren Namen(zurecht), weil von ihnen gebissen so weh tut, wie erschossen zu werden). Eine von diesen krabbelte unbemerkt in mein Hosenbein. Als wir um auf ein Boot zu warten an Land gangen, biss sie mich zwei mal ins Bein. In Panik riss ich mir die Kleider vom Leib, waehrend drei weitere Bissen in den Hintern folgten. Schliesslich rettete mich das Wasser. Die gesamte Szene fand selbsverstaendlich unter tobenem Gelaechter statt.
Dass ich mir am Vortag beim Bodyraften das Steissbein an einem Felsen geprellt hatte, war nur ein weiteres Unglueck, welches mir in diesen drei Tagen widerfuhr.


Mit der Steissbeinprellung ging es am naechsten Morgen mit Kater und wenig Schlaf auf die 19 stuendige Busfahrt nach La Paz.

Sonnenuntergang auf der Fahrt nach La Paz

Sonnenuntergang auf der Fahrt nach La Paz

Tips Rurre:

Alfonso ist in dem Ort auf der anderen Seite des Flusses zu finden. Man kann sich zu ihm durchfragen oder mir eine Mail fuer seine Adresse schreiben. Er ist deutlich bemuehter um das Wohl seiner Kunden, als jeder Agenturguide. Es ist einfach moeglich seine ganz individuelle Tour zu organisieren und ist (besonders bei einem laengerem Trip oder mehreren Personen) deutlich guenstiger als die Argenturen. Er spricht allerdings nur Spanisch.

© Morris B., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die geplante Reiseroute: Argentinien - Peru - Ecuador(+Galapagos) - Peru - Bolivien - Chile - Argentinien - Neuseeland - Australien - Indonesien - Singapore - Kambodscha - Vietnam - Laos - Thailand
Details:
Aufbruch: 12.07.2006
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 06.03.2007
Reiseziele: Argentinien
Peru
Ecuador
Cuzco
Bolivien
Salar De Uyuni
Neuseeland
Australien
Indonesien
Singapur
Kambodscha
Vietnam
Laos
Thailand
Der Autor
 
Morris B. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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