Bolivien-Reisebericht :Eine Weltreise

Bolvien 13.09.-18.10.06: La Paz 25.09.-02.10.06

La Paz hat 1,2 Mio. Einwohner und ist die hoechst gelegenste Hauptstadt der Welt. (Eigentlich ist Sucre die Hauptstadt - darf man aber in La Paz nicht sagen.)


Sieben Tage verbrachten wir in La Paz - ohne wirklich etwas zu tun. Es ist schon seltsam wie sehr sich unser Reisetempo im Laufe der Reise veraendert hat. Waere es im ersten Monat in Ecuador noch undenkbar gewesen, auch nur einen Tag nichts zu unternehmen, konnte ich mir hier nichts Besseres vorstellen, als tagsueber im Bett zu liegen, ein wenig durch die Stadt zu schlendern und abends in einer der unzaehligen Pubs zu "versacken". Dass aus den geplanten zwei Tagen acht geworden sind hing aber auch mit einer ueblen Erkrankung meinerseits zusammen, die mich drei Tage und Naechte mit Fieber, Schwindel- und Frostanfaellen und natuerlich Durchfall ans Bett fesselte. Des Weiteren musste mir eine stark entzuendete Wunde aus dem Dschungel weggeschnitten werden und meine Steissbeinprellung braeuchte eigentlich auch langsam eine Behandlung.
Wir wohnen hier bei der ehemaligen Gastfamilie von Juliane (Johannes Schwester), die uns sofort sehr gastfreundlich aufgenommen hat. In ihrem luxurioesen Haus wurden wir von den zwei Hausmaedchen nach Strich und Pfanden verwoehnt. Chulitas (Hausmaedchen) sind in Bolivien nichts Ungewoehnliches. Jede reiche Familie stellt eine solche an, die fuer die Kindererziehung, Kochen und den Haushalt zustaendig ist. Nur die Anzahl von zwei Chulitas fuer einen Zwei-Personen-Haushalt ist wohl ungewoehnlich hoch. Angesichts dieses ungewohnten Luxus, ist es um so verwunderlicher, dass ich mir ausgerechnet hier die (bisher) schlimmste Infektion eingefangen habe. Es scheint sich mein Lauf fortzusetzen, in jedem Land einemal richtig krank zu werden.
Ein weiterer "Zufall" hat mich ein wenig aberglaeubig werden lassen:
Ich habe im Dschungel - entgegen den ausdruecklichen Warnungen eines Kolubianern - drei Spinnen getoetet. Er meinte, das bringe Unglueck. Am naechsten Tag plagten mich drei Beschwerden: Die entzuendete Wunde am Finger, die Steissbeinprellung und bald darauf die Infektion! Ausserdem bin ich genau drei mal unfreiwillig baden gegangen. Hoert sich alles komisch an, ich kann nur empfehlen, niemlas eine Spinne (oder einen Nachtfalter) zu toeten!

Fazit La Paz:
La Paz ist die Stadt, die mir in Suedamerika nach Cusco wohl am besten gefallen hat. Wir verbrachten hier, trotz Krankheit, eine sehr erholsame Zeit und freuen uns jetzt wieder auf Reisestrapazen, billige Absteigen und Pollo con Arroz.

Plaza Murillo - ich habe noch nie so viele Tauben gesehen!

Plaza Murillo - ich habe noch nie so viele Tauben gesehen!

Der Blick aus unserem Zimmer (mit eigenem Balkon und Bad) machte das viele im Bett liegen einigermassen ertraeglich

Der Blick aus unserem Zimmer (mit eigenem Balkon und Bad) machte das viele im Bett liegen einigermassen ertraeglich

Typische Gasse im Touriviertel von La Paz

Typische Gasse im Touriviertel von La Paz

Hier wohnen wir - wohl eher eine bessere Gegend von La Paz

Hier wohnen wir - wohl eher eine bessere Gegend von La Paz

© Morris B., 2006
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Die geplante Reiseroute: Argentinien - Peru - Ecuador(+Galapagos) - Peru - Bolivien - Chile - Argentinien - Neuseeland - Australien - Indonesien - Singapore - Kambodscha - Vietnam - Laos - Thailand
Details:
Aufbruch: 12.07.2006
Dauer: 8 Monate
Heimkehr: 06.03.2007
Reiseziele: Argentinien
Peru
Ecuador
Cuzco
Bolivien
Salar De Uyuni
Neuseeland
Australien
Indonesien
Singapur
Kambodscha
Vietnam
Laos
Thailand
Der Autor
 
Morris B. berichtet seit 11 Jahren auf umdiewelt.
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