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Beginn unserer gemeinsamen Reise
Puerto Lopez - Isla de la Plata
Cuenca - Loja - Grenze nach Peru
Rurrenabaque - Madidi-Nationalpark
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Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Urugay, Brasilien
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So langsam hatten wir nach dem Titicaca-See genug davon, uns immer auf 3000 bis 4000 Metern Höhe zu bewegen: Atmen ist schwierig, sobald man sich auch nur in leichtester Form bewegt. Resa hatte sogar manchmal nachts richtige Atemnot. Die Lippen sind permanent kaputt, die Nase ist so trocken, dass es schon weh tut... Die Anden sind wunderschön, aber wir brauchten mal etwas Abwechslung.
Deshalb ging es nach einem kurzen Zwischenstop in La Paz gleich weiter mit dem Minibus Richtung Norden. Die karge Berglandschaft wurde nach ungefähr einer Stunde Fahrt von üppig bewachsenen, grünen Hängen abgelöst. Unsere Station für eine Nacht hiess Coroico, ein kleines Städtchen oben auf einem Berg. Zum ersten Mal während der Reise gönnten wir uns hier ein Hostel mit Pool. Ansonsten machten wir nicht viel, ausser in einem deutschen Restaurant Käsespätzle zu essen und sehr (!) lange auf unseren Bus nach Rurrenabaque zu warten.
Blick von der Dachterasse unseres Hostels
Wenn wir gedacht hatten, mehrere Stunden in der prallen Sonne auf einer staubigen Strasse zu sitzen, könnte durch die Busfahrt nicht mehr getoppt werden, irrten wir uns. Die Lehnen konnten wir nicht nach hinten machen, die Beine hatten ca. einen halben Zentimeter Bewegungsfreiheit, und um uns herum sassen Landbewohner, die sich ihrem Geruch nach zu schliessen etwa ein Mal im Jahr waschen. Nach 16 Stunden Fahrt waren wir entsprechend gerädert, fanden dafür aber schnell ein cooles Hostel mit Hängematten im Garten. Hier trafen wir zwei nette Jungs aus - drei Mal darf geraten werden: Israel! Mit Udi und Shahar buchten wir dann gleich zusammen eine Tour in den Madidi-Nationalpark.
Am Morgen vor der Tour standen auf der Strasse in Rurrenabaque plötzlich Phil und Sevonne vor uns, die gerade eingeflogen waren und zufällig beim gleichen Tour-Veranstalter gebucht hatten wie wir. Sie waren ein paar Tage in La Paz gewesen und dann spontan früher hier her gekommen, als eigentlich geplant.
Man munkelt, der Madidi-Park wäre der Ort mit der grössten Biodiversität der Erde. Ob das nun stimmt oder nicht, viele Tiere gibt es auf jeden Fall zu sehen. Auch sonst war es eine echt coole Tour mit einer sehr netten Gruppe, einem gemütlichen Camp (natürlich mit Hängematten, die wir die meiste Zeit besetzt hielten) und einem lustigen, wenn auch nicht besonders durchorganisierten Guide.
Auf dem Weg in den Dschungel: Dieses so harmlos wirkende, nicht ganz artgerecht gehaltene Äffchen...
...wollte gerne mit uns am Tisch sitzen...
...wagte sich nach kurzer Überlegung an unsere halb gegessenen Teller (so lecker war´s nicht!)...
...langte kräftig zu...
...genehmigten sich noch etwas "leckeren" Saft...
...und fand schliesslich in Shahar sogar einen Freund zum Kuscheln
Einige wilde Äffchen...
...die allerdings auch nicht wirklich schüchtern gegenüber Menschen sind, blitzschnell auf unser Boot gesprungen kamen und unser Müsli klauten
Udi weiss nicht, ob er sich wirklich über die Anaconda auf seiner Schulter freuen soll
Die frühere Besitzerin dieser Haut ist uns leider (oder zum Glück?) nicht begegnet
Noch eine nette Bekanntschaft (es wimmelte vor Aligatoren!)
Vögel gab´s auch ziemlich viele
...und Schildkröten, überall!
...und, ehm, Biber (?)
Resa und Shahar im Hightech-Tourboot
Bei der Schlangen-Expedition wurde es ziemlich morastig
Anstrengend, so eine Tour!
Sonnenuntergang
...und -aufgang
Nächster Programmpunkt: Fischen! (Im Hintergrund: Mexico, unser Guide. Seinen richtigen Namen hat er nie verraten)
Vegetarierin Resa mutierte zur Königin des Piranha-Fangs (Tina war weniger erfolgreich, die Fische assen immer ihre Köder auf und schwommen dann wieder weg!)
Trotz Aligatoren und Piranhas wagten wir uns zum Schwimmen in den Fluss. Resa schaffte es sogar trotz starker Strömung auf die andere Flussseite.
Manchmal tauchten zwischen uns pinke Delfine auf. Genau genommen sind sie grau mit einer leichten Tendenz zum Rosanen, aber sie heissen nun mal so. Leider waren die Tiere zum Fotografieren mal wieder zu schnell, ihr müsst uns das ganze also so glauben!
Triumph!
Eher unangenehme Begegnungen mit der Fauna: Moskitos! Phil und Sevonne trotzen ihnen gemeinsam mit einem super-praktischen Gesichtsnetz!
Da wir die Busfahrt ein eher zweifelhaftes Vergnügen fanden und gemerkt haben, dass selbst die hartgesottensten Touristen lieber mit dem Flugzeug fliegen, weil die Strecke als so gefährlich gilt, entschlossen wir uns, für den Rückweg nach La Paz einen Flug zu buchen. Nicht einkalkuliert haben wir dabei allerdings die tropischen Regengüsse, die am Nachmittag unseres geplanten Fluges plötzlich einsetzten. Und bei Regen fliegen die Flugzeuge hier nicht ab. Unsere einzige wirkliche Aufgabe war von nun an, regelmaessig bei der Airline vorbeizughen um uns auf spaetere Fluege vertrosten zu lassen. Dieser Spass dauerte zwei Tage, in denen wir die Haengematten im Hostel noch mal so richtig auskosten konnten... Dabei fanden wir uns mit einer Gruppe von Leidensgenossen zusammen, die alle wie wir im schoenen, aber doch eher ereignislosen Rurrenabaque feststeckten. Einer von ihnen war lustigerweise Ishai aus Israel, den wir aus Banos in Ecuador kannten.
Resa und Udi haben sich einen eher ungewöhnlichen Regenschutz gebastelt...
Rurrenabaque
Am Beni-Fluss
Zeitvertreib, ein paar Stunden bevor wir endlich fliegen durften: Planschen im Fluss mit Alex aus Neuseeland
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