Viva Latinoamérica

Reisezeit: April - Juni 2009  |  von Thomas Müller

Brasilien: Amazonas

79 !!! Hängematten und das auf "unseren" Schiffsdeck. Geht noch mehr ? Klar, denn auf die Frage, warum in Gottes Namen die Oliveira flussaufwärts fährt, hiess es nur lapidar: "Tja, wir laden in Benjamin Constant noch mehr Leute ein". Na, Bravo. So liegen dann die neuen "Mitbewohner" links, rechts, schräg, über und unter einen und man fühlt sich, aber nur ein klein bisschen, wie ein Fliege im Spinnennetz.

Moment, das ist doch die Thekla

Moment, das ist doch die Thekla

Doch plötzlich und unerwartet stoppen die Maschinen. Motorschaden ? Nein, denn aus einen Seitenarm schnellt ein Polizeiboot heran und "entert" das Schiff.

Oje, Policia Federal

Oje, Policia Federal

Eine Kontrolle, wunderbar und das schon bei Kilometerstand: -10 !!! Also hiess es Pässe raus, Rucksack ausleeren und sich abtasten lassen. Das kann auf der dreitätigen Reise 4-5 mal passieren, wobei eine Razzia bis zu 6 Stunden dauern kann.

2 Polizisten mit Hundenäschen

2 Polizisten mit Hundenäschen

Nachdem alles wieder sauber und ordentlich verpackt war, konnten wir endlich wieder zur Tagesordnung übergehen

Puh, nochmal davon gekommen

Puh, nochmal davon gekommen

Für die Bootstour selber braucht man ausser Rum nur noch ein paar kleine Snacks mitzubringen. Trinkwasser ist reichlich an Bord, denn es gibt 3 grosse Spender, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt. Nur die Essenszeiten sind ein klitzekleinwenig gewöhnungsbedürftig. Früstück gibt es von 6 - 7:30 Uhr (ganz normal verpasst), Mittag von 10:30 - 12 Uhr und das Abendmahl bekommt man von 17 - 18:30 Uhr serviert. Aber was die Köche so zusammenzaubern ist reichlich und kulinarisch allererste Sahne.

Auf der insgesamt 1500 Kilometer langen Reise nach Manaus sahen wir viele Dörfer, die überschwemmt waren. Kein Wunder, denn der Amazonas führte durch die Regenzeit solch ein paar Wassermassen mit sich, dass er einen Pegel hatte, der unter den Top 10 war, die je gemessen wurden !!

Land unter

Land unter

Und so mussten wir dann teilweise dem Käpitan anzeigen, wie man am sichersten an den Untiefen vorbeikommt.

"Das war doch nur ein Stück Holz, Marcus"

"Das war doch nur ein Stück Holz, Marcus"

Als die Leinen dann wieder in Manaus über die Reling fielen, kann ich eigentlich nur sagen, dass dieser Trip ein grossartiges und vor allem aussergewöhnliches Erlebniss war.
Und wenn mal unterwegs das Benzin ausgehen sollte, die nächste Tankstelle kommt bestimmt...........................

© Thomas Müller, 2009
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Die Reise
 
Worum geht's?:
La suerte está echada !!! 2 Monate durch Bolivien-Peru-Ecuador-Kolumbien-Brasilien(Amazonas)-Venezuela
Details:
Aufbruch: 17.04.2009
Dauer: 10 Wochen
Heimkehr: 24.06.2009
Reiseziele: Argentinien
Uruguay
Paraguay
Bolivien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Brasilien
Guyana
Venezuela
Der Autor
 
Thomas Müller berichtet seit 15 Jahren auf umdiewelt.