Mit der LAN Chile gings von Auckland nach Santiago de Chile. Hab mich auf dem Flug schon wohlgefuehlt bei all dem Spanisch um mich herum. Dazu eine gute Airline (viele Filme wieder fuer den Micha, ganze vier und ein bisschen dauerte der Flug) mit sehr sehr netter sympathischer Stewardess. Ich hab Bier bekommen, bis keins mehr da war. Dann noch ein bisschen Wein. Es wurde nie gemeckert, nur gelaechelt! Ich hatte mir vorgenommen, an diesem 27.10. (dem laengsten meines Lebens bisher, er dauerte fuer mich geschlagene 39 Stunden), an dem Tag, an dem meine Dienstgruppe ohne mich ihren Tag zur Foerderung verbringen musste, wenigstens ein bisschen von weitem mitzufeiern. Daher der erhoehte und eigentlich erstmalige Alkoholkonsum im Fluge. Aber zum richtigen Betrinken hat es nicht gereicht, dafuer waren die Vorraete dann ja zu schnell erschoepft...
In Santigo angekommen gings fuer mich ins AjiHostel. Erst mit dem Bus, linksseitig die Anden , dann mit der Metro durch die halbe Stadt. Das Hostel gehoert Sergio, den Eva noch aus ihrer Zeit dort 2001 kennt. Hatte mich vorher mit ihm in Verbindung gesetzt und er bot mir quasi den Sonderpreis fuer Eva-Freunde, 9 USD statt 10 Wow! Aber ich durfte auch kostenfrei das Barbecue geniessen, dass es freitags gab! War ein schoenes Hostel, in dem man einige Leute traf: Sebastian aus Audi-Ingolstadt, Michael aus Australia, Chiara aus der Schweiz und - nicht su vergessen - Gillian. Die hatte ich ja schon in Queenstown in Suedneuseeland kennengelernt. Wir wussten auch, dass wir beide nach Chile fliegen. Aber dass man dann im gleichen Hostel landet...
Santiago von kleinem Huegel in der Stadt
Belavista
Ich wollte ja eigentlich nur vier Tage oder so bleiben. Es wurden dann im Endeffekt doch etwas mehr. Und nach unterirdischem Fussballmatch, zwei Aufstiegen auf den Cerro, einigen wenigen Bieren und Weinen, drei (oder vier?) Essen in meinem nun persoenlichen Lieblingsrestaurant im Mercado Central, viel Sonne und Hitze, Cafe de Piernas, vielem Spanisch und viel Schlaf und am Ende zehn Tagen ging es mit dem Nachtbus nach Pucon gen Sueden. Einen Tag von den zehnen war ich aber auch in Valparaiso. Mit Isabel aus Canada, die auch mit beim Fussball war. Also ist ja nicht so, dass ich da die ganze Zeit nur rumgehangen habe.
und vom grossen Cerro...
Lock up your doughters!
falls es nicht zu erkennen sein sollte...
Es war schoen und nett in der Stadt. Mir hat der Berg, auf den ich ja zweimal gelaufen bin, und die Sicht von ihm aus, wirklich gut gefallen. Dann die Strasse mit nur Buecherlaeden ueber hunderte Meter und die Strasse mit - wirklich mindestens - 150 Optikerlaeden nebeneinander. Es waren wirklich so viele. Ich verstehe nicht, wie die das machen. Un mittendrin das Cafe Colonia. Wo sie den Kuchen zwar Kuchen nennen, aber kein Wort deutsch sprechen. Nenene...
mein kuchen
eine der Universidades
Was hab ich noch so gemacht? Mir Schuhe gekauft, gute Schuhe fuers kalte und wahrscheinlich regnerische Patagonien. Beim Fussball waren wir, und haben uns zum Teil beoemmelt ueber die Fehlpaesse und die Brutalitaet, mit der da manchmal doch der ein oder andere Spieler getroffen wurde. Und ueber die Tatsache, dass die Gaestefans da tatsaechlich einen Feuerloescher zum Rauchmachen in den Block bekommen haben. Dabei wurde doch so genau kontrolliert, sogar Plastikflaschen haben sie uns abgenommen. Nunja, es liefen ja auch Hunde durch das Stadion. Ist halt was anders da in Chile.
zum Fuppes mit Isabel und Sebastian
Stimmung ok, Niveau katastrophal fuer eine erste Liga...
ich und sie
und die Reiterstaffel
Valparaiso...
..frisch gestrichen?...
Warndreieck vergessen?
drei Kontrolleure, da drei Eingaenge zur Bushaltestelle...
So wird das nie was...
Mein Essen im Mercado Central
Plaza de armas
Patrick aus Brazil, Chiara aus der Schwitz, Michael aus Melbourne, Name vergessen aus Uruguay
die Commerzbank, ueberall
hey
eins der Cafes de piernas, wo die Maedels sich ein bisschen aufpushen (die ein oder andere zu viel)
es gab aber auch noch die dunklen Cafes, da hatten sie wirklich nur einen Hauch von Unterwaesche an...
der lief echt so rum
mit Riesenbrille!
Ja, dann gings ja nach Pucon, dahin waren Gilian und Karen (beide schottisch, mit sehr sehr anstrengendem Akzent!) schon morgens gefahren. Nachdem ich dort zuerst in ein anderes Hostel eingecheckt hatte, wechselte ich am naechsten Tag in deren Hostel. Pucon besuchen die meisten, um auf den Vulcan zu steigen. Was aber nur bei gutem Wetter geht. Und das hatten wir eher weniger. Daher sollte es auch hier etwas laenger dauern, bis ich weiterreiste...
Mit Gillian hab ich dann die Tour gebucht. 6 Stunden sollte es bergauf gehen. Karen hat verzichtet, da man ihr sagte, es wuerde hart werden. Auf ihre Nachfrage hin. Sie ist zu dick. Sie haett es nicht geschafft. Ganz sicher nicht. Das kann ich sagen, da es wirklich hart war. Wir sind drei Stunden bergauf durch den Schnee gestapft, bis es nicht mehr weiter ging, da der Wind die toxischen Gase, die da noch aus dem Krater stroemen, in unsere Richtung geblasen hat. Ich kann also sagen, dass es einfach nicht mehr weiter ging. Dass es nicht an mir lag, dass ich nicht oben angekommen bin. Dann muss ich auch gar nicht erzaehlen, dass ich nicht mehr weiter gekonnt haette, dass mir meine Leisten von diesem komischen Gehen mit dem Gepaeck einfach zu weh getan haben. Ich war erstaunt, ich haette nicht gedacht, dass ich dafuer zu unfit bin. Aber vielleicht haben 6 Monate ohne Sport und nur mit dem ein oder anderen Walk meine sonst so strammen Muskeln sich abbauen lassen. Daran muss es liegen. Anders kann ich es mir nicht erklaeren
Am naechsten Tag war ich natuerlich nicht in der Lage, abzureisen. Gillian aber auch nicht. Also blieben wir noch was. Ich wollte dann noch einen ruhigen Tag dranhaengen, an dem ich was lernen und meine weitere Reise planen konnte, blieb also noch laenger. Ausserdem gabs ja noch die Deutsche Welle, die ich schauen konnte (hat mir mal wieder deutsche Nachrichten gebracht, einschliesslich Enke und einiger Bilder vom Altermarkt am 11.11.) Die anderen (echt nett, aber machmal brauch ich wieder meine Ruhe!) fuhren nach Argentina rueber, nach San Martin de los Andes. Dorthin folgte ich dann am naechsten Tag, dem Freitag, dem 13, der im Uebrigen gestern war, und jetzt sitz ich hier im Hostel und schreib Euch das. Und was gestern (da war nicht viel) und heute so war, erzaehl ich Euch ein andermal... Und die Bilder von Pucon und dem Vulkan kaemen dann auch beim naechsten Mal...
Ich bin jetzt endlich in Argentinien und mach mich morgen auf nach Bariloche. Von da gehts dann in ein paar Tagen ganz nach Sueden.