Chile-Reisebericht :Einmal um die ganze Welt, Teil II: Südamerika

Chile von der trockensten Seite...

dicke Wolken begleiten unseren Weg...

dicke Wolken begleiten unseren Weg...

...doch nachdem wir sie durchbrochen haben scheint die Sonne, noch ist alles recht grün...

...doch nachdem wir sie durchbrochen haben scheint die Sonne, noch ist alles recht grün...

jedes Wasserloch wird in den Anden zum Anbau genutzt...

jedes Wasserloch wird in den Anden zum Anbau genutzt...

die Passstraße schlengelt sich hinauf durch das Nichts...

die Passstraße schlengelt sich hinauf durch das Nichts...

Mars oder Mond?

Mars oder Mond?

Mond oder Mars?

Mond oder Mars?

es ist weder Eis noch Schnee, sondern Salz.....

es ist weder Eis noch Schnee, sondern Salz.....

Kaum zu glauben, aber da gibt es Leben...

Kaum zu glauben, aber da gibt es Leben...

... und auch ein wenig Schnee...

... und auch ein wenig Schnee...

wir haben unser Ziel erreicht, der Vulkan "Licancabur" ist der Wächter über San Pedro de Atacama

wir haben unser Ziel erreicht, der Vulkan "Licancabur" ist der Wächter über San Pedro de Atacama

Über den Wolken....

17.10.2013
Ein wenig müde aber glücklich steigen wir pünktlich in den Bus nach Chile, denn San Pedro de Atacama ist unser Ziel.
Wir haben bewußt den Tagesbus ausgesucht, damit wir etwas sehen von dieser atemberaubenden Fahrt über den "Paso de Jama", einer der spektakulärsten Pässe auf diesem Planet. Dieser Pass führt über die Anden von Argentinien nach Chile, quer durch die Atacamawüste, der höchsten und trockensten Wüste der Welt.
Es regnet und der Blick in die Berge ist getrübt, das macht aber gar nichts. denn da können wir erst einmal ausschlafen, schließlich fahren wir noch ca. 16 Stunden.
Immer einsamer, kahler und trockener wird es. Säulenkakteen sind das einzige Grün, daß uns noch am Straßenrand begleitet. Später sind auch diese verschwunden.
Die Aussichten egal ob links oder rechts, werden immer gigantischer je höher sich der Bus den Pass hinauf schraubt.....
Es "knackst" gewaltig in den Ohren, die Straße ist jetzt auf 4170m Höhe.
Hier oben breiten sich riesige, vertrocknete Salzseen vor unseren Augen aus, mit Lagunen an denen Flamingos leben. Unvorstellbar für uns, daß es hier oben überhaupt noch Leben gibt. Die Gesteinsmassen wechseln zwar ab und zu die Farben, doch sonst gibt es nichts mehr.
Doch auf 4320m befindet sich im staubigen Nichts der argentinisch/chilenische Grenzübergang, an dem die Uhren völlig anders ticken, als wir es gewohnt sind.
Manchmal entdecken wir Vikunjas und Alpakas, meist in Verbindung mit einem kleinem Ort, der völlig unscheinbar durch seine erdfarbenen Lehmhäuser wirkt.
Die Vulkane, die ja immer noch über uns zu sehen sind (wir befinden uns mittlerweile auf 4812m) tragen Mützen aus Schnee. Auf dem Mond oder Mars kann es nicht viel anders aussehen.
Am Ende dieses Tages geht es nur noch bergab und wir können schon in der Ferne die große grüne Oase entdecken und haben somit unser Ziel erreicht.

18.10.2013
Walters Geburtstag beginnt mit viel Sonnenschein und einem Geschenk, denn anders als im letzten Jahr, habe ich diesmal daran gedacht.
Fahrräder mieten und die Gegend erkunden, das finden wir heute eine klasse Idee. Vielleicht buchen wir noch eine Tour nach Bolivien.
Der Ort ist richtig schnuckelig. Weiß gekalkte, gedrungene Häuser drängen sich um einen üppig grünen Platz, an dem eine Kirche steht, deren Eintrittstor aus Kaktusholz geschreinert ist.
Überall stehen die Türen offen zu den zahlreichen Souvenierläden, Restaurants und Touristikbüros. Es wimmelt nur so von Touristen, doch wir finden den Ort doch recht überschaubar und sehr hübsch.
Gute Bikes werden uns angeboten und auch die für passende Tour nach Bolivien wird nicht allzu viel Geld hier verlangt.
Doch nun werden wir wieder einmal richtig entäuscht, denn wir bekommen kein Geld von keinem Bankautomat und es ist Wochenende!

Ach du lieber Gott, hätten wir doch Dollars.......nein, der Herr Hätte hat heute Urlaub, Mausbiber hat Geburtstag und ich langsam Hunger.
Ok, Tee und Kaffee gibt es im Hostel umsonst und ein paar Kekse hab ich auch noch....
Mit hängenden Köpfen kehren wir zum Hostel zurück und erzählen unsere Story. Spontan drückt uns der Besitzer 10000 CP in die Hand, sodaß wir nicht verhungern. Sein Freund Luis, der nette Zimmermann und Palettenkünstler, gibt uns ein Bier aus.
Walter meint, daß dieser Geburtstage wohl beschissen ist. Häää...da habe ich wohl was falsch verstanden oder bekommt hier gerade jemand den Hals nicht voll? Das müssen wir erst einmal ausdiskutieren.....Achso, Walter meinte nicht einmal eine Flasche Wein zum anstoßen an diesem besonderen Tag.
Am Abend sehen wir den Vollmond hinter dem Vulkan aufgehen, Walter schießt ein paar coole Fotos und ich sehe eine
Sternschnuppe.
Was ich mir da wohl gewünscht habe???

guten Morgen San Pedro....

guten Morgen San Pedro....

 ein schönes Hostel, hier lässt es sich aushalten...

ein schönes Hostel, hier lässt es sich aushalten...

ein Dorf mitten im Nichts....

ein Dorf mitten im Nichts....

die Kirche ist der Mittelpunkt des Ortes

die Kirche ist der Mittelpunkt des Ortes

kleine "Eis"-Prinzessin

kleine "Eis"-Prinzessin

Wieso Snowboards in der Wüste?

Wieso Snowboards in der Wüste?

achso....sandboarden ist hier angesagt....

achso....sandboarden ist hier angesagt....

 ein neuer Angestellter um den Tisch abzuräumen, grins!

ein neuer Angestellter um den Tisch abzuräumen, grins!

nee, hier möchte ich nicht für immer bleiben!

nee, hier möchte ich nicht für immer bleiben!

 trauriges Geburtstagskind

trauriges Geburtstagskind

Vollmond über dem Vulkan....

Vollmond über dem Vulkan....

Der Sternschnuppenwunsch und seine Folgen...

19.10.2013
Für gerade einmal umgerechnet 1,20 Euro besorge ich ein passables Frühstück und nun sitzen wir auf der Terrasse und schauen zu wie die Traveler sich die Türklinken von diesem lustigen Hostel in die Hand drücken. Was sollen wir auch sonst tun, so ohne Geld. Ich biete meine Hilfe an, doch der Chef lehnt dankend ab, er meint das er die Kohle für sich brauche. Dabei wollte ich gar keinen Lohn haben.
Egal, mittags macht Alex für alle BBQ und spendiert Bier und wir fühlen uns zwischen den Chilenen, Spaniern, Brasilianern und Engländern sauwohl. Na da werden wir wohl das Wochenende auf die eine oder andere nette Art und Weise verbringen.
Auf viele Traveler wirken wir mittlerweile hochinteressant, da wir so cool unsere Geschichten erzählen (na das ist auch kein Wunder nach 14 Monaten und allerhand Aktionen)
So wecken wir auch das Interesse von Martha, Maria und Bibi, drei Medizinerinnen aus Barcelona. Sie bieten spontan ihre Hilfe an und leihen uns 400 Euro.
Der Sternschnuppenwunsch ging in Erfüllung und wir nehmen dankend diese großzügige Hilfe an, so müssen wir nicht mehr ewig hier bleiben und doch noch am Ende das Hostel putzen.
Bis zum Spätnachmittag wird noch viel gelacht und gesungen. Alex hat dann die spontane Idee zu den Thermalquellen " Termas de Purit Ama" zum Baden zu fahren und da sagen wir alle nicht nein....
Und wieder geht es hinauf auf 3500 Höhenmeter und wir trauen unseren Augen kaum, so hübsch ist es hier und das Wasser badewannenwarm, herrlich. Wir treffen noch einen netten Typen aus der Slowakei und eine liebe Chilenin, deren englisch so gut ist wie meins und alle gemeinsam haben wir einen unterhaltsamen Nachmittag.

Alex ist heute unser Grillmeister .....

Alex ist heute unser Grillmeister .....

... und Entertainer

... und Entertainer

da lässt es sich gut aushalten,,,

da lässt es sich gut aushalten,,,

später fahren wir wieder durch das karge Land...

später fahren wir wieder durch das karge Land...

Martha, ich, Bibi und Maria aus Barcelona....unsere Engel in der Not!

Martha, ich, Bibi und Maria aus Barcelona....unsere Engel in der Not!

mitten in der Wüste eine erholsame Oase....

mitten in der Wüste eine erholsame Oase....

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Die Reise
 
Worum geht's?:
Ja, liebe Freunde und alle die an unserer Weltreise mit großen Interesse teilhaben, die Reise geht weiter! Wir haben das ok vom Hospital in Alice Springs für mein Bein erhalten und die Flüge nach Buones Aires/Argentinien gebucht, jippi. Also freut euch drauf, so wie wir..... Herzlichst Walter und Heike
Details:
Aufbruch: 01.10.2013
Dauer: 6 Monate
Heimkehr: 08.04.2014
Reiseziele: Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Ecuador
Kolumbien
Venezuela
Trinidad und Tobago
Grenada
Barbados
Der Autor
 
Walter und Heike Tautermann berichtet seit 5 Jahren auf umdiewelt.
Bild des Autors
Walter und Heike über sich:
Wir, das sind Walter und Heike....
beide bereit, aus dem Alltag für eine längere Zeit auszusteigen, aufzutanken, um dann, anders als vorher, wieder mit neuen Eindrücken und vielen bunten Bildern auf die Menschen hierzulande hinzu zu gehen...
Viel Spass beim Lesen...