Chile-Reisebericht :Abenteuer Südamerika

Von Argentinien nach Chile: Fahrt über Puerto Natales zum Torres del Paine

Grandiose Landschaften auf dem Weg

Zum Glück müssen wir nicht abreisen, es ist nicht schlimmer geworden und wir können wie geplant unsere Reise fortsetzen. Wir haben natürlich nicht gut geschlafen nach der Aufregung und konnten das so liebevoll angerichtete und gereichte Frühstück gar nicht richtig genießen. Und dabei haben sich die Damen solche Mühe gegeben. Früchte mit Müsli, Fladen und Avocado. Nicht das, was wir sonst essen, und für die Männer sicherlich nicht ganz ausreichend, aber ich fand es sehr lecker und war mal etwas anderes.

Wir verabschieden uns von Jungmanns und werden selbst pünktlich vom Taxi abgeholt, das uns zur nahegelegenen Busstation ein paar Straßen weiter bringt. Hier ist alles perfekt organisiert. Unsere Tickets liegen bereit, wir haben gute Plätze ganz vorne im Bus und freuen uns auf die vor uns liegende Fahrt nach Puerto Natales. Im Bus befinden sich nur Einheimische, die offensichtlich auf Ver-wandtenbesuch zu Ostern fahren. Es ist ausgesprochen komfortabel, wenn wir ehrlich sind, dann ist es eigentlich angenehmer als in einem Minivan.
Die Scheiben sind groß und sauber geputzt. Allerdings ist die Fahrt zunächst ein wenig langweilig. Hunderte von Schafen, Rindern und Lamas, dazwischen Nandos, die offensichtlich die Gesellschaft der anderen Tiere suchen. Zunächst fahren wir noch an der Magellanstraße vorbei, dann wird die Landschaft immer hügeliger, dazwischen immer wieder große Estancias, die zum Teil von sehr hübschen Farmhäusern dominiert werden und durch große Zufahrten erreichbar sind. In der Ferne sind dann langsam die ersten hohen schneebedeckten Berge zu erkennen. Ich bin so gespannt, ich drücke mir die Nase fast an der Scheibe platt.

In Puerto Natales, das so gar nicht so klein ist, wie ich es mir vorgestellt habe, werden wir von einem Fahrer abgeholt, der so nett ist und vor der Weiterfahrt noch einmal eine kleine Ortsbesichtigung mit uns zu machen. Man merkt wie stolz er auf seinen Heimatort ist. Die Stadt ist nicht groß, liegt aber sehr hübsch an einem der zahlreichen Fjorde. Der Ortskern ist bestimmt von vielen Touristen und Backpackern. Ein Outdoorgeschäft reiht sich hier an das andere. Ich sauge alles auf, kommen wir doch dem Ziel immer näher.

Von Puerto Natales bis zum Lago Grey - eine phantastische Strecke bei gutem Wetter und guter Sicht. Auch die Temperaturen sind absolut ok.

Von Puerto Natales bis zum Lago Grey - eine phantastische Strecke bei gutem Wetter und guter Sicht. Auch die Temperaturen sind absolut ok.

Die Berge kommen immer näher

Die Berge kommen immer näher

Erste Eindrücke von den gigantischen Ausmassen dieser Bergkette

Erste Eindrücke von den gigantischen Ausmassen dieser Bergkette

Und immer wieder Guanocos, die wir hier bereits häufig auf dem Weg gesehen haben.

Und immer wieder Guanocos, die wir hier bereits häufig auf dem Weg gesehen haben.

© Petra Jaworski, 2016
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Die Reise
 
Worum geht's?:
In einer dreiwöchigen Reise, die in Buenos Aires begonnen und in Rio de Janeiro endete, bereisten wir Chile mit dem Ende der Welt in Patagonien, bestaunten die Atacama Wüste, befuhren die Panamericana, sahen den Titicacasee und bestiegen den Machu Picchu in Peru. Ein Traum, der mich immer noch gedanklich beschäftigt.
Details:
Aufbruch: 21.03.2016
Dauer: 3 Wochen
Heimkehr: 13.04.2016
Reiseziele: Argentinien
Chile
Bolivien
Peru
Brasilien
Der Autor
 
Petra Jaworski berichtet seit 14 Monaten auf umdiewelt.
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Petra über sich:
Ich habe das große Glück, bereits vieles von der Welt gesehen zu haben. Mit meiner Familie haben wir alle Kontinente vielfach besucht und mit der letzten großen Südamerikareise im Frühjahr einen jahrelangen Traum erfüllt. Es macht mir ungeheuren Spaß, diese Reisen später dann digital in Fotobüchern, Filmen und Reiseberichten zu verarbeiten und so noch lange von den Erinnerungen zehren zu können. Vielleicht interessiert sich der ein oder andere für unsere Reise, ich würde mich freuen und bin für Fragen immer offen.
Viel Spaß beim Lesen!