Mein Reisetagebuch

Reisezeit: Juli 2011 - Mai 2012  |  von Fabienne D.

Guayaquil: Guayaquil - Montañita

Montañita

5.8.11 Montañita

Am Vormittag standen wir zeitig auf um baldmöglichst in Montañita anzukommen. Nach der Taxifahrt zum Busbahnhof, erfuhren wir, dass der nächste Bus erst in 3,5 Stunden fährt. Daher erkundigten wir uns beim Infostand wie wir nun Vorgehen konnten. Es wurde uns empfohlen nach Santa Elena zu fahren und dort umzusteigen. Gesagt, getan! Nach 3.30 $ Dollar/Person ärmer und 2,5 Stunden später kamen wir in Santa Elena an. Bereits beim Aussteigen rief uns einer zu, ob wir weiter nach Montañita wollen. Der Bus war schon am Abfahren als wir endlich unser Gepäck erhalten hatten, so dass der Typ noch hinten nach laufen und winken musste, dass der Bus nochmals hielt.

Montañita scheint viel viel kleiner als jeder bisher besichtigte Ort. Es ist sehr übersichtlich und schaut im ersten Moment nach dem Aussteigen, auf der Hauptstrasse, sehr öde aus. Im Dorfkern selber ist es aber total lebendig. Man sieht extrem viele Strassenhändler mit Rastalook die Schmuck verkaufen welcher viel schöner ist wie an den bisherigen Standorten. Einheimische sind kaum vertreten. Und die, die's hat, sprechen oft etwas Englisch (was sonst sehr selten vorkommt) oder Französisch. Das Dorf ist durch und durch touristisch. Dem entsprechend sind auch die Preise wieder höher wie angenommen. Hier sucht man nicht nach Restaurants: eine Bar grenzt an die Nächste, Hostels und Internetcafés wo man hinblickt. Wir hatten dann aber trotzdem noch ziemlich Mühe ein Hostel zu finden, da Wochenende ist und viele ausgebucht sind. Für 7 $ pro Nacht fanden wir dann doch noch im Hotel "Los Claudios" ein Zimmer. Es scheint sauber, liegt an einer Seitenstrasse zur Hauptpartymeile, hat zwar wieder kaltes Wasser aber dafür Wifi

Am Nachmittag flechtete uns ein Strassentype eine farbige Strähne ins Haar. Lucia hatte sich zuvor ein weiteres Rasta machen lassen, welches sie nun noch mit Faden und Steinen beschmücken liess. Der Typ war echt toll und tanzte sogar eine Sequenz Salsa mit mir Da die ganze Prozedur so lange ging, lernten wir eine Schweizerin aus Zürich kennen. Es war voll komisch mit jemand anderem wie mit Lucia wieder Schweizerdeutsch zu sprechen. Sie sagte, man würde sich wohl sowieso abends wieder sehen, es ist hier so überschaubar, dass man immer wieder die gleichen Leute trifft. Danach liefen wir keine 3 Minuten zum Strand. Es war herrlich wieder einmal das Meer zu sehen Leider spielt das Wetter immer noch nicht mit. Es ist bewölkt und nicht extrem warm. Wir machen es nun vom morgigen Wetter abhängig ob wir noch länger bleiben oder weiter die Küste hinauf fahren wo's immer wärmer werden sollte.

An diesem Abend haben wir gelernt: man muss sich nur Einheimischen anschliessen, dann kommt man überall und ohne was zu bezahlen rein:
Als erstes wurden wir von einem Typen angesprochen welcher uns ein Flyer für eine Party in die Hände drückte. Er stellte uns sogleich noch ein Chilener, der ebenfalls hier Ferien macht, vor. Der wiederum lud uns mit 3 anderen Girls aus den U.S.A. in eine Strandlounge ein, wo er allen Rum mit Cola zusammenmischte. Da ich noch unter Antibiotika stehe und für mich ein "Vor-"trinken, wie er es nannte, unnütz erscheint, lehnte ich dankend ab. Lucia machte es mir gleich. Nach ein paar Minuten verabschiedeten wir uns dann auch um zur genannten Party zu gehen, wo's hiess, dass Salsa getanzt werden würde. Plötzlich stand der Einheimische mit den Flyern wieder bei uns, der sich ebenfalls von der Gruppe lostgelöst hatte. Er führte uns zur Party und konnte uns ohne Warten gratis dort einschleusen - dabei hatte es vor dem Club eine lange Warteschlange.
Es lief ein Reaggeakonzert. Echt tolle Musik und kaum Touristen. Die Leute scheinen viel lockerer wie bei uns, sie hüpfen, tanzen (mit tollem Hüftschwung) ohne Hemmungen; auch die Männer! . Als das Konzert vorbei war, ging's mit dem Einheimischen weiter zu einem anderen Club. Nach einiger Diskussion mit dem Türsteher, kamen wir auch dort gratis herein. Es war rampelvoll, viele Touristen und typische moderne Musik wie bei uns. Lucia und ich blieben nicht lange, da der angetrunkene Ecuadorianer mit der Zeit nervte und wir ja eigentlich nicht in einen Club à la Mad Wallstreet wollten. So setzten wir uns auf einen Strassenrand und beobachteten die Leute. Da kam der Haarflechttyp auf uns zu. Er fragte ob wir mit in die Bar zum Salsatanzen kämen. So kam ich dann doch noch zu einem Tanz. Da ich dann aber wegen der Müdigkeit nicht mehr konnte, ging's gegen 2 Uhr ins Hostel zurück.
Der Lärm im Zimmer hielt uns lange Zeit vor'm Einschlafen ab...

© Fabienne D., 2011
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Die Reise
 
Worum geht's?:
Kurzfristig entschied ich mich nach Südamerika zu reisen. Spontan begleitet mich Lucia die ersten 5 Wochen durch Ecuador. Was weiter noch bereist und entdeckt wird, steht noch in den Sternen geschrieben :-) Let's go!
Details:
Aufbruch: 21.07.2011
Dauer: 10 Monate
Heimkehr: 25.05.2012
Reiseziele: Ecuador
Peru
Bolivien
Chile
Argentinien
Der Autor
 
Fabienne D. berichtet seit 13 Jahren auf umdiewelt.
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