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Zunaechst geht es nach Suedamerika. Bolivien, Peru, Ecuador und Kolumbien. Dann komme ich fuer Weihnachten kurz zuueck, dann ueber SiIngapur, Indonesien, Australien, Neuseeland in die Suedsee (Samoa, Fiji, etc)
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Als ich in Guyaquil ankomme, merke ich sofort, dass ich in einem anderen Land bin. Sind die Menschen in den andinen Regionen Boliviens und Perus doch eher verschlossen, streifen mich die Blicke der Ecuadorianer mit unverhohlener Neugierde. Manchmal kommen sie auch direkt auf den Besucher zu und fragen ihn: "Wo kommst Du her, wie gefaellt Dir unser Land." In Bolivien und Peru ist mir das kein einziges Mal passiert. Ich fuehle mich sofort wohl in diesem Land - es ist Liebe auf den ersten Blick. Schade, dass es eine dramatisch kurze Beziehung wird...
Zwei Orte in der Hafenstadt Guyaquil faszinieren mich: die neu angelegte Uferpromenade, der Malecon. Und der winzige Parque Bolivar, in dem sich Echsen und Tauben tummeln.
Die Stadtverwaltung
Die Kathedrale am Parque Bolivar
Der Parque Bolivar mit....
dem Denkmal fuer den allseits verehrten Befreier Suedamerikas
In dem kleinen Park leben einige zufriedene Leguane
die von den Besuchern immer mit Leckereien versorgt werden
Die Leguane haben eigentlich nur ein Problem:
Die frechen Tauben, die ihnen manchmal zu nahe auf den Pelz ruecken
Manchmal schnappen die Leguane nach den Tauben
Beide sind auch Konkurrenten im Kampf um die Gunst der Parkbesucher
Meistens gewinnen die Tauben
Die Bewohner Guyaquils sind verrueckt nach den Voegeln. Und legen sich sogar Koerner....
...auf den Kopf, damit die Tauben...
...darauf landen
Schildkroeten und Fische fristen in dem Pak eher ein Schattendasein
Die Ecuadorianer posieren gerne fuer Kameras
Auch am Malecon, der Uferpromenade
Seitdem das Ufer neu angelegt wurde, ist die einst verschrieene Gegend wieder sicher
Es ist ein Ort fuer Kuenstler
Mit schoenen Aussichten...
...auf bunte Huegel
Manchmal ist das Reisen ungerecht. Am naechsten Morgen gehe ich in das Buero der Fluggesellschaft TACA. Ich bin unentschlossen, wie es weitergehen soll. Gerade ist eine Mail einer Bekannten eingetroffen, die mir viele Tips gibt, welche Orte in Ecuador ich unbedingt besuchen sollte: die Galapagos-Inseln, Quito, wunderschone Kuestenorte, den Urwald. Das kleine Ecuador ist vielfaeltig wie kaum ein anderes Land. Andererseits habe ich zu viel Zeit in Peru verbracht, und es rufen Pflichten in Kolumbien. Ich entschliesse mich, erst einmal nach Quito zu fliegen und dann weiterzusehen. "Wir haben keine Fluege nach Quito", sagt die Frau im Reisebuero. "Nach Cali in Kolumbien gibt es Direktfluege." "Morgen?" frage ich. "Morgen nicht, heute nachmittag gibt es einen." Ich verlasse Ecuador nach einem einzigen Tag und spuere, ungerecht ich gegenueber meiner Kurzzeitliebe bin. Die Romanze hat gerade erst begonnen, sie fing vielversprechend an, und ich eile weiter, ohne uns Beiden eine echte Chance zu geben. Eine Schande! Kann man ein Land um Verzeihung bitten? Jedenfalls behalte ich den einen Tag in Guyaquil in ausgezeichneer Erinnerung und ich verspreche, wieder zu kommen, wenn es irgendwie geht. Wie fade hoert sich mein Versprechen an. Verzeih mir, Ecuador!
Die imposanten Schnee-Vulkane Ecuadors sehe ich nur aus der Luft
Ebenso wie Quito, das eine der schoensten Staedte Lateinamerikas sein soll
Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen...
...aber immerhin ein Andenken: einen echten Panamahut! Der stammt naemlich in Wirklichkeit immer aus Ecuador und heisst nur Panama, weil er von dort aus exportiert wurde.
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